Das Ausbildungskonzept der Eintracht Frankfurt Fußballschule geht über die beliebten Campangebote in den Schulferien weit hinaus. Bundesliga-Rekordspieler Charly Körbel bietet ambitionierten Nachwuchsfußballern ein dreistufiges Fördermodell vom Breitensport bis in den Leistungsfußball. Zentrale Schnittstelle dabei: das Talenttraining der Eintracht Frankfurt Fußballschule.

Geballte Kompetenz: Das Trainerteam um Ervin Skela, Cezary Tobollik, Marc Stephany, Ben Richter, Manni Binz, Norbert Nachtweih, Daniyel Cimen (v.l.n.r.) sowie Stephan Loboué und Oscar Corrochano (nicht im Bild)

Der Traum vom Profifußball lebt. Deutschlandweit spielten in der abgelaufenen Saison über 2,2 Millionen Jungen und Mädchen in den Vereinen des DFB. Der Weg in die Spitze ist allerdings steinig und nur die Wenigsten schaffen es bis ganz oben. Leistungsfußball beginnt allerdings schon deutlich unterhalb der Belletage und es gibt zahlreiche Wege dort Fuß zu fassen.

Einen Besonderen zeigt die Eintracht Frankfurt Fußballschule auf. Rund 2.000 Kinder durchlaufen jährlich die Feriencamps der SGE. Über die Sichtung durch die hochqualifizierten Coaches können die Teilnehmer dort das Ticket zum sogenannten Talenttraining lösen. Dabei handelt es sich um ein Förderprogramm mit einer wöchentlichen Einheit im SoccerCenter Heusenstamm, zusätzlich zum Trainings- und Spielbetrieb in den Heimatvereinen der Teilnehmer, in denen die Kinder auch weiterhin verbleiben.

„Wir verstehen uns als Übergang zum Leistungsbereich“, sagt Ben Richter, der seit Mitte dieses Jahres die Durchführung des Talenttrainings leitet. „Über die diversen Veranstaltungen sind wir großflächig vertreten und sehen sehr viele Kinder. Spieler, die zu uns kommen, sind noch keine Talente im herkömmlichen Sinne, sondern sie haben ein Talent. Irgendetwas – ein guter Schuss, eine gute Technik, ein gutes Auge. Darauf wollen wir aufbauen. Ziel ist es, den Kindern die technische Grundausbildung zu vermitteln, sodass sie den Sprung in den Leistungsfußball schaffen können.“

Und das gelingt seit der Gründung der Fußballschule mit großem Erfolg. Alleine in den letzten zehn Jahren schafften über 110 Schüler des Talenttrainings den Sprung in die Nachwuchsleistungszentren der Region, darunter auch einige zur Eintracht. Beispiele wie die Söder-Zwillinge Robin und Danny, die 2010 unter der Führung von Alexander Schur die Deutsche B-Juniorenmeisterschaft gewannen, Yannick Zummack, der 2014 einen Profi-Vertrag bei der Eintracht erhalten hatte oder aktuell U19-Talent Nick Förster sind die Aushängeschilder der Kaderschmiede.

Angesetzt wird frühzeitig, ohne dass die Kinder dabei dem Leistungsdruck ausgesetzt werden, der im Fußball immer weiter um sich greift. „Wir arbeiten in einem Altersbereich, den das Leistungszentrum der Eintracht nicht erfasst. Das, was der DFB mit seinem Stützpunkttraining macht, machen wir sehr viel früher. Wir arbeiten  mit den Jahrgängen 2010, 09, 08, 07 und 06. Das Schöne bei uns ist, dass die Kinder vergleichsweise druckfrei trainieren können. Sie müssen sich bei uns nicht in die Startelf fürs Wochenende spielen. Sie bleiben in ihren Heimatvereinen, in ihrem sozialen Umfeld und werden bei uns zusätzlich trainiert“, so Richter.

Auf diesen Aspekt legt auch Fußballschulen-Leiter Charly Körbel großen Wert: „Fußball muss Freude machen, egal ob man als Hobby spielt oder damit Geld verdienen will. Talentförderung ist für mich eine Herzensangelegenheit. Der Blick ist dabei immer auf Nachhaltigkeit und Kontinuität gerichtet. Wer es möchte, kriegt bei uns die Möglichkeit sich zu zeigen und an seinen Fähigkeiten zu feilen. Diesen Spielern zeigen wir Wege auf, ihre Ziele zu erreichen. Unser renommiertes Trainerteam leistet hier großartiges.“

Die Teilnahme am Talenttraining erfolgt über die Sichtung in den Feriencamps. Die Anmeldungen für die Termine 2018 werden voraussichtlich Ende November auf dieser Seite freigeschaltet.

MB

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