Während in Hessen schon längst wieder die Schule begonnen hat, konnten die Kids in Bayern noch bis vergangenen Montag die Freiheit der Sommerferien genießen. Für die Eintracht Frankfurt Fußballschule ein perfekter Anlass, einmal mehr über die Landesgrenzen hinweg zu touren.

Bereits zum zweiten Mal in Folge gastierte das Team von Bundesliga-Rekordspieler Charly Körbel bei der JFG Mittlerer Kahlgrund. Der Zusammenschluss von acht Vereinen aus den Ortsteilen des Marktes Mömbris (Aschaffenburg) hat sich der Jugendförderung verschrieben und im Rahmen der letztjährigen Jubiläumstour den Zuschlag der Eintracht Fußballschule als einer der Partnervereine in Bayern erhalten.

50 Kinder trainierten unter der Leitung der ehemaligen Adlerträger Thomas Zampach und Slobodan Komljenovic sowie Stephan Loboué (u.a. Greuther Fürth) und Clemens Appel (Campverantwortlicher). Auf dem Gelände des angeschlossenen SV Dörnsteinbach ging es vom 4. bis 7. September mit vollem Einsatz ans Leder.

„Es ist uns wichtig, nicht bloß in unserem Haupteinzugsgebiet aktiv zu sein, sondern Eintracht Frankfurt darüber hinaus zu repräsentieren“, sagt Körbel, der die Fußballschule 2001 in eigener Regie aus der Taufe gehoben hat. „Wir haben hierfür im letzten Jahr das Fundament gelegt und eine Reihe von Partnervereinen gefunden, mit denen wir nachhaltig zusammenarbeiten können“, so der 62-Jährige weiter.

Diese Zusammenarbeit ist auch für die Vereine ein großer Gewinn. Gerade in ländlichen Gegenden, in denen der Betrieb einer eigenen Jugendabteilung schwierig ist, gibt die Kooperation Auftrieb. „Dass ein Bundesligist zu uns kommt ist ein riesen Ding für uns. Die Kinder können so viel von den Trainern lernen, sowohl auf dem Platz als auch in den Gesprächen drum herum“, freut sich U19-Coach Christofer Botzem, der sich auch vom unkomplizierten Auftritt der Ex-Profis begeistert zeigt: „Keinerlei Arroganz, keinerlei Berührungsängste – es ist, als ob man sie ewig kennen würde. Charly Körbel kommt hier her und nimmt einen direkt in den Arm. Diese Akzeptanz hat uns beeindruckt.“

Die Anerkennung beruht auf Gegenseitigkeit. „Es nötigt mir immer wieder Respekt ab zu sehen, wie ganze Vereine durch das Herzblut einzelner Personen am Leben gehalten werden“, sagt Thomas Zampach, der sich zu seiner aktiven Zeit genau mit solchen Attributen die Sympathien des Waldstadions erkämpft hatte. Neben den Coaches der JFG, die während des Camps als Co-Trainer zur Seite standen, galt das Lob vor allem Olga Koch, die als Seele des gastgebenden SV Dörnsteinbach auch das Camp ganz entscheidend prägte. Als zum Abschluss Urkunden und Medaillen verteilt wurden und Eintracht-Maskottchen Attila einflog, durfte daher auch eine spezielle Würdigung Kochs nicht fehlen.

Hier gibt es die Bilder des Camps!

MB

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