Ab kommender Woche ist an der Commerzbank-Arena wieder Ausnahmezustand: Die Osterferien sind da und mit ihnen die lang ersehnten Camps der Eintracht Frankfurt Fußballschule. Sobald die Kinder am Montag Vollgas geben, schauen auch ihre Trainer wieder ganz genau hin. Denn die Camps bieten den Kids nicht nur die Möglichkeit, intensiv in die Welt des Profifußballs hinein zu schnuppern, sondern auch im Anschluss gezielt gefördert zu werden. Im Talenttraining der Eintracht Frankfurt Fußballschule.

Koordinationstrainer Ben Richter gibt seinen Schützlingen die Richtung vor

Im Jugendfußball klafft eine große Lücke in Sachen Ausbildung. Professionell aufgestellte Vereine mit entsprechenden Mitteln fördern ihren Nachwuchs in Leistungszentren auf höchstem Niveau. So auch Eintracht Frankfurt. Jenseits der sogenannten „NLZ“ zeigt sich aber noch immer ein starkes Gefälle in der Qualität der Trainingsangebote. Zahlreiche ambitionierte Spieler mit besten Anlagen drohen schon frühzeitig den Anschluss zu verlieren, da bei den Topclubs logischerweise die Aufnahme-Kapazitäten beschränkt sind und vielen Vereinen schlicht die Expertise fehlt.

Diese Kinder frühzeitig aufzufangen und ihnen zusätzlich zum Vereinstraining gezielte Förderung zukommen zu lassen, war Fußballschulenleiter Charly Körbel von Anfang an eine Herzensangelegenheit: „Tausende Kinder durchlaufen jährlich unsere Camps. Einige von ihnen haben  beachtliche Fähigkeiten und können den Sprung schaffen. Deshalb arbeiten wir ergänzend zum normalen Trainings- und Spielbetrieb in ihren Heimatvereinen einmal wöchentlich mit den Kindern an der Entwicklung ihres Potenzials“, so der 62-Jährige.

150 Feldspieler und 30 Torhüter kommen aktuell zu diesem Zweck Woche für Woche nach Heusenstamm, wo sie von den Trainern der Eintracht Frankfurt Fußballschule um die ehemaligen Adler Manni Binz, Norbert Nachtweih und Cezary Tobollik in den Disziplinen Koordination, Technik, Torschuss und Spielform geschult werden. Der Aufwand, den Kinder (und Eltern) sowie das Trainerteam betreiben, lohnt sich allemal. Allein in den letzten drei Jahren haben 109 Fußballschüler der Jahrgänge U10 bis U19 den Sprung in die Nachwuchsleistungszentren der Region geschafft, darunter auch etliche zur Eintracht selbst, wie Projektleiter Gerry Mai nicht ohne stolz berichtet.

Für Ben Richter, der als Sportwissenschaftler seit der Gründung der Fußballschule für das Koordinationstraining verantwortlich ist, sind gerade diese Geschichten die größte Belohnung: „Wir behalten all unsere Schüler im Auge und verfolgen ihren sportlichen Werdegang. Wenn dann ein Junge den Sprung ins Nachwuchsleistungszentrum der Eintracht schafft, der von uns mitausgebildet wurde, ist das ein Stück weit auch unser Erfolg.“ Aktuelles Beispiel ist u.a. U19-Nationalspieler Nick Förster, der inzwischen unter den Fittichen von Alex Schur am Riederwald steht.

Einer, der das ebenfalls schaffen möchte, ist Max W. Er hat das Glück, bereits in der F1 der Eintracht spielen zu dürfen und holt sich dafür beim Talenttraining zusätzlichen Schliff. Fleißig und konzentriert absolviert er unter den fachmännischen Blicken Richters das Koordinationstraining, auf das bei der Fußballschule im Allgemeinen und im Talenttraining speziell seit jeher besonderer Wert gelegt wird. Früh übt sich eben, was ein Meister werden will. Seinen Traum hat der Achtjährige jedenfalls fest im Blick: „Wenn ich groß bin, möchte ich in der Bundesliga spielen – natürlich für die Eintracht.“

Wer sich für das Talenttraining der Eintracht Frankfurt Fußballschule interessiert, findet alle Infos zu Inhalten und Anmeldung unter www.eintracht.de/fussballschule.

 

MB

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