Werbung

Historie

Am 8. März 1899 wird der „Frankfurter Fußball-Club Victoria“ als Vorgänger der heutigen Frankfurter Eintracht gegründet, im gleichen Jahr wird der „Frankfurter Fußball-Club 1899 Kickers“ gegründet.

In den Nachkriegsjahren bis 1959 gewinnt die Tischtennisabteilung der Damen zudem sieben mal den Mannschaftsmeistertitel, und unterstreicht damit die Vielzahl von Sportrichtungen innerhalb des Vereines.

Im ersten Länderspiel einer deutschen Fußballnationalmannschaft - einem Freundschaftsspiel gegen die Schweiz am 5. April 1908 - erzielte der Kickers-Spieler Fritz Becker 2 Tore und trägt damit zum Endstand von 3:5 bei. Am 13. Mai 1911 kommt es zur Fusion der beiden ehemaligen Konkurrenten Victoria und Kickers zum neuen „Frankfurter Fußballverein (Kickers-Victoria)“.

Auch die Spieler des zusammengeschlossenen Vereines bleiben 1914 vom Ersten Weltkrieg nicht verschont, viele werden eingezogen. Der Spielbetrieb läuft in vermindertem Umfang aber weiter.Nach dem Ende des Krieges treffen sich die verbleibenden Spieler zu einer Neuordnung des Vereins und der durch den Krieg zerfallenen Strukturen.

Fast 9 Jahre (April 1920) nach der ersten Zusammenschließung einzelner Vereine zum FFV Kickers-Victoria fusioniert der Verein erneut, diesmal mit der 1861 gegründeten Frankfurter Turngemeinde zur „Turn- und Sportgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“. Mit diesem Zusammenschluss tritt zum ersten Mal die prägende Bezeichnung „Eintracht“ mit den Frankfurtern in Verbindung. 1927 kommt es jedoch wieder zur Trennung auf Druck des Deutschen Turnverbandes. Die „Turngemeinde Eintracht Frankfurt von 1861“ und die „Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (F.F.V) von 1899“ entstehen neu.

Die Machtübernahme der Nationalsozialisten hat auch für die Eintracht, die in Frankfurt den Ruf eines „Judenclubs“ hat, weitreichende Konsequenzen. Bereits 1933 wird die Vereinsspitze gleichgeschaltet. Jüdische Funktionäre werden aus dem Verein gedrängt. Als Beispiel sei hier Hugo Reiss genannt. Der langjährige, hochanerkannte Schatzmeister muss seinen Posten im April 1933 wegen seines jüdischen Glaubens aufgeben. 1937 gelingt Hugo Reiss die Flucht aus Deutschland, er emigriert nach Chile. Seine Eltern Max und Jette bleiben in der Heimat. Die beiden werden am 19. Oktober 1941 bei der ersten großen Deportation aus Frankfurt nach Lodz verschleppt. Jette Reiss verstirbt am 5. Juli 1942 im Ghetto Lodz, Max Reiss gilt seit der Deportation als verschollen.

Mittlerweile weiß die Eintracht um zahlreiche Schicksale ehemaliger jüdischer Mitglieder. Im Frühjahr 2008 beteiligte sich der Verein erstmals an der Verlegung von Stolpersteinen für ermordete jüdische Mitbürger, im Mai 2010 werden die nächsten Stolpersteine verlegt.

Im zweiten Weltkrieg wird die Sportanlage am Riederwald bei den schweren Oktoberangriffen 1943 fast vollständig zerstört. Eine Rückkehr an den „alten“ Riederwald ist nach dem Krieg nicht mehr möglich. 1949 stellt die Stadt Frankfurt der Eintracht westlich der Pestalozzischule ein neues Vereinsgelände zur Verfügung, 1952 wird der „neue“ Riederwald gebaut.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die neuformierte SG Eintracht 1946 Hessenpokalsieger, im Zeichen der zunehmenden Professionalisierung im Deutschen Fußball richtet die Eintracht 1948 eine Vertragsspieler-Abteilung ein. 1954 entsendet Eintracht Frankfurt den Nationalspieler Alfred Pfaff anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in der Schweiz in den Kreis der Nationalmannschaft, welche sich dort mit dem Gewinn des Weltmeistertitels krönt. Im Jahre 1959 erringt die Eintracht mit der Deutschen Meisterschaft den bis dato größten Erfolg der Vereinsgeschichte und bezwingt den Lokalrivalen Kickers Offenbach im Finale von Berlin mit 5:3.

In den Nachkriegsjahren bis 1959 gewinnt die Tischtennisabteilung der Damen zudem sieben mal den Mannschaftsmeistertitel, und unterstreicht damit die Vielzahl von Sportrichtungen innerhalb des Vereines.

Als erste deutsche Mannschaft erreicht Eintracht Frankfurt 1960 das Finale des Europapokals der Landesmeister, wird im Endspiel von Glasgow allerdings spektakulär von Real Madrid, dem damaligen Maß aller Dinge, mit 3:7 geschlagen. Der Frankfurter Stürmer Erwin Stein, der im Finale einen doppelten Torerfolg zu verbuchen hatte, äußerte sich später: „Mein Gegenspieler José Emilio Santamaria hat mich auf dem Platz fast ausgezogen. Dagegen waren wir nur ein Haufen braver Hessen". Trotz der sieben Gegentreffer kämpft die Eintracht tapfer und bestreitet ein gutes Finale. Das Spiel wird später mit seinen 10 Treffern zum besten Europapokalfinale aller Zeiten gekürt.

1963 gehört Eintracht Frankfurt zu den Gründungsmitgliedern der aus den Oberligen gegründeten Fußball-Bundesliga. In der ersten Saison wird man Dritter und Vize-Pokalsieger nach einem 0:2 im Pokalendspiel gegen den TSV 1860 München in Stuttgart.

Im Jahr der Weltmeisterschaft in England (1966) stellt die Eintracht mit Jürgen Grabowski und Friedel Lutz zwei Spieler der Nationalmannschaft ab, die Vize-Weltmeister wird.

Nach der erzwungenen Spaltung des Jahres 1927 kommt es 1969 zur erneuten Vereinigung der Teilvereine "Sportgemeinde Eintracht Frankfurt (F. F. V.) von 1899 e. V." und "Turn- und Fechtgemeinde Eintracht Frankfurt von 1861 e. V." zu „Eintracht Frankfurt e.V.“

Wie bereits 1966 und 1970 nimmt Jürgen Grabowski, nun mit seinem Mannschaftskameraden Bernd Hölzenbein, auch an der 1974er WM im eigenen Lande teil. Bernd Hölzenbein spielt im Finale gegen die Niederlande einen Elfmeter heraus, den Paul Breitner vom FC Bayern zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer verwandelt. Deutschland siegt schließlich mit 2:1 und ist somit zum zweiten Mal nach 1954 Weltmeister.

Im Weltmeisterjahr und in dem Jahr darauf (1975) wird die Eintracht zweimal DFB-Pokalsieger. 1974 im Finale gegen den Hamburger SV durch 3:1 n.V. und 1975 durch ein 1:0 gegen den MSV Duisburg. In der Bundesliga reicht es dagegen nur zu Platz 3 (1975) und Platz 4 (1974) und (1977). Zwischen 20. November 1976 und August 1977 bleibt die Mannschaft 21 Bundesligaspiele in Folge unbesiegt.

Am 21. Mai 1980 erringt Eintracht Frankfurt unter Trainer Friedel Rausch den UEFA-Pokal. Gegner im rein deutschen Finale ist Borussia Mönchengladbach, das zwar das Hinspiel mit 3:2 gewinnt, im Rückspiel jedoch nach dem 1:0 durch den kurz zuvor eingewechselten Fred Schaub den im Vorjahr noch gewonnenen Titel nicht verteidigen kann.

Nach Siegen gegen den 1. FC Kaiserslautern (3:1, 1981) und den VfL Bochum (1:0, 1988) kommt die Eintracht zum dritten und vierten Erfolg im DFB-Pokal.

Wie bereits bei den 1954 und 1974 gewonnenen Weltmeisterschaften stellt die Eintracht auch beim Titelgewinn 1990 einen Nationalspieler: Uwe Bein. Ebenfalls im Aufgebot ist Andreas Möller, der zur Saison 1990/91 zurück zur Eintracht wechselt. Neben dem 1. FC Köln und dem FC Bayern München ist die Frankfurter Eintracht damit die einzige Mannschaft, die bei allen drei errungenen Weltmeisterschaften mindestens einen Spieler zur Nationalmannschaft abgestellt hat. Ebenfalls 1990 wird der Frankfurter Jörn Andersen als erster ausländischer Spieler Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga.

Das aus Sicht seiner Anhänger wohl tragischste Spiel der Vereinsgeschichte findet 1992 gegen FC Hansa Rostock statt, der durch einen Sieg noch die theoretische Chance auf den Klassenerhalt wahren kann. Die Eintracht verliert mit 1:2 im letzten Spiel der Saison im Ostseestadion, nachdem Schiedsrichter Alfons Berg aus Konz der Eintracht nach einem Foul im Strafraum an Ralf Weber den berechtigten Elfmeter verweigert. Berg gesteht zwar seinen Fehler später ein, Frankfurt verpasst jedoch die Deutsche Meisterschaft; Meister wird der VfB Stuttgart. Das Eintracht-Team der Saison 1991/92 gilt als eine der besten Frankfurter Mannschaften aller Zeiten.

In den beiden nachfolgenden Jahren schafft es die Eintracht, bis ins Viertelfinale des UEFA-Cups vorzustoßen, zudem wird Anthony Yeboah als Spieler der Eintracht zweimaliger Bundesliga-Torschützenkönig (1993 und 1994).

Nach den turbulenten Ereignissen der Saison 1994/95, unter anderem mit der Suspendierung der Spieler Okocha, Yeboah und Gaudino durch Trainer Jupp Heynckes, wird die Saison 95/96 mit Karl-Heinz Körbel im Amt des Trainers begonnen, der Heynckes bereits im April 95 abgelöst hatte. Die Erwartungen an die Mannschaft sind groß, da mit Markus Schupp, Johnny Ekström und dem wieder aufgenommenen Gaudino scheinbare Verstärkungen verpflichtet wurden. Aber schon vor Saisonbeginn unterliegt Eintracht Frankfurt im Viertelfinale des UI Cups beim französischen Erstligisten Girondins Bordeaux (unter anderem mit Lizarazu und Zidane) deutlich mit 0:3.

Die erste Runde im DFB-Pokal wird mit viel Glück überstanden (2:1 n.V. in Saarbrücken), nach dem 5. Spieltag belegt man in der Bundesligatabelle den 5. Platz. Doch dann geht es bergab, obwohl schon im September nachgelegt wird und der Stürmer Ivica Mornar von Hajduk Split kommt. Das Pokal-Aus erfolgt bereits in Runde Zwei gegen 1860 München (1:5), die nächsten fünf Liga-Spiele bringen nur noch einen Punkt aufs Konto und ein Abrutschen auf den 16. Tabellenplatz.

Mit einem 4:1-Sieg gegen Bayern München scheint die Krise überwunden. Bis zum Ende der Hinrunde rappelt sich die in der Abwehr um den im Dezember von den Queens Park Rangers geholten Ned Zelic verstärkte Eintracht auf und belegt Rang 10. Doch der Schein trügt, sportlich läuft nicht mehr viel. Vom 18. bis zum 29. Spieltag können die Adler gerade einmal einen Sieg verbuchen, die erhoffte Trendwende durch einen Trainerwechsel nach der 0:2-Heimpleite gegen Borussia Mönchengladbach – auf Charly Körbel folgt mit Dragoslav Stepanoviæ ein alter Bekannter – bleibt aus. Am Ende der Saison stehen 32 Punkte und Tabellenplatz 17 zu Buche – die Eintracht ist erstmals in ihrer Geschichte nicht mehr erstklassig.

Der sportliche Niedergang findet auf Führungsebene sein Äquivalent: Präsident Ohms wird das Vertrauen entzogen, Schatzmeister Erbs legt darauf hin ebenfalls sein Amt nieder. Ebenfalls 1996 nimmt der Frankfurter Torhüter Andreas Köpke an der Europameisterschaft in England teil, welche von der Deutschen Mannschaft gewonnen wird.

Drohender Niedergang und Neuaufbau Nach zweijähriger Abwesenheit steigt die Eintracht 1998 wieder in die Bundesliga auf. Im wohl spannendsten Abstiegskampf aller Zeiten schafft es die Eintracht durch ein 5:1 am letzten Spieltag der Saison 1998/99 gegen den 1. FC Kaiserslautern in der Liga zu verbleiben. Dank eines entscheidenden Tors in der 89. Minute durch den norwegischen Publikumsliebling Jan-Aage Fjörtoft rutschen die Frankfurter noch auf den 15. Tabellenplatz, der 1.FC Nürnberg muss absteigen.

Im Rahmen finanzieller Schwierigkeiten wird die Fußballabteilung der Eintracht ausgegliedert. Bernd Ehinger, damaliger Sprecher des Präsidiums, gründet die Aktiengesellschaft, die nun als „Eintracht Frankfurt Fußball AG“ am Spielbetrieb teilnimmt. Sie ist eine Tochtergesellschaft von „Eintracht Frankfurt e.V.“.

2001 hat die Eintracht weniger Glück als in den beiden Vorjahren, als jeweils an den letzten Spieltagen der Saison der Klassenerhalt gesichert wird, und steigt zum zweiten Mal in die Zweite Liga ab.

Im darauf folgenden Jahr steht die Zukunft der Fußballabteilung der Eintracht mehr als einmal einem ungewissen Schicksal gegenüber; nach dem Ausstieg des Investors Octagon und dem überraschenden Abspringen eines potentiellen Investors in letzter Minute klafft im Etat der neuen Saison ein 8-Millionen-Loch. Nur durch das Zustandekommen eines Sponsorenpools um Gesellschaften im städtischen (Teil-)Besitz (RMV, Fraport, Mainova, Messe Frankfurt) gelingt es unter dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Volker Sparmann, die fehlenden Millionen aufzutreiben.

Durch einen angeblichen Fehler in den Lizenzunterlagen wird die Lizenz der Eintracht allerdings nicht fristgerecht erteilt. Die sportlich bereits abgestiegene SpVgg Unterhaching legt bei der DFL Beschwerde ein und versucht als 15. der abgelaufenen Zweitliga-Saison durch den aus dem Lizenzentzug resultierenden Zwangsabstieg der Eintracht auf den rettenden 14. Platz zu rutschen. Am 17. Juli 2002 wird die Klage abgewiesen und der Abstieg in die Amateurklassen vermieden.

Wegen der lange ungewissen Ligazugehörigkeit der Eintracht werden zu Beginn der neuen Saison kurzfristig neue Spieler verpflichtet; trotz der vermeintlich schwächeren Spieler gelingt mit dem Trainer Willi Reimann zum zweiten Mal der Aufstieg in die Bundesliga. Am letzten Spieltag schafft es die Eintracht, erneut dank eines einzigen entscheidenden Tores, durch ein in Frankfurt mittlerweile legendäres 6:3 gegen den SSV Reutlingen vor dem FSV Mainz 05 als Drittplatzierter der Saison in die Erstklassigkeit aufzusteigen.

Zu Beginn der Rückrunde der Saison 2003/04 tritt Heribert Bruchhagen das Amt des Vorstandsvorsitzenden an. Der folgende Abstieg kann jedoch nicht mehr verhindert werden. Nach nur einem Jahr im Oberhaus steigt die Mannschaft erneut ab, kann sich aber im Folgejahr unter dem Trainer Friedhelm Funkel ohne spektakuläre Transfers und mit einem konsequent durchgeführtem Konzept (günstige integrationsfähige Spieler, Ausleihgeschäfte junger Talente zum Teil aus der Region) neu aufstellen und erneut als Dritter der Saison aufsteigen.

Seit der Saison 2005/06 spielt Eintracht Frankfurt in der 1. Fußball-Bundesliga. In seiner fünfjährigen Tätigkeit von 2004 bis 2009 gelang es Trainer Friedhelm Funkel, das Team nach dem Aufstieg in der Bundesliga zu etablieren. Noch im Frühjahr 2010 waren die Spieler Nikolov, Pröll, Ochs, Russ, Vasoski, Chris, Köhler und Meier als feste Bestandteile des Aufstiegskaders weiterhin bei der Eintracht aktiv. Hinzu kamen die nach dem Aufstieg 2005 verpflichteten Amanatidis, Spycher und Preuß, der seine 2007 mit einem Fallrückziehertor gegen Bayern (2. Platz bei der Wahl zum Tor des Jahres) gekrönte Karriere allerdings verletzungsbedingt Anfang 2010 beenden musste. Dennoch zeigt die Auflistung dieser 11 Spieler eine bemerkenswerte und im heutigen Profisport ungewöhnliche Kontinuität, mit der sich der einwandfreie Charakter des Teams und die gute interne Stimmung erklären lassen.

Bereits in der ersten Saison nach dem Aufstieg erreichte die Eintracht durch ein 1:0 im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bielefeld das Pokalfinale in Berlin. Dieses verlor die Eintracht am 29. April mit 0:1 gegen den FC Bayern München. Weil der FC Bayern in der Saison 2006/07 in der Champions League spielte, qualifizierten sich die Hessen dennoch für die UEFA-Pokal-Teilnahme. In der ersten Runde des UEFA-Pokals traf Eintracht Frankfurt auf den dänischen Vizemeister Brøndby IF. Am 14. September bezwang die Eintracht im Hinspiel diesen mit 4:0. Die Eintracht profitierte dabei gleich von zwei roten Karten des Gegners. Der gebürtige Frankfurter Michael Thurk schoss einen lupenreinen Hattrick, zwei seiner Tore fielen durch Elfmeter. Das Rückspiel in Kopenhagen am 28. September endete 2:2, wodurch die Eintracht in die Gruppenphase des UEFA-Pokals einzog. Hier traf Eintracht Frankfurt auf Newcastle United, Celta de Vigo, U.S. Città di Palermo sowie Fenerbahce Istanbul und zog sich achtbar aus der Affäre.

Nach wechselhaften Spielzeiten, die mal auf einen einstelligen Tabellenplatz und mal in die Gefahrenzone des Abstiegskampfes führten, fast immer aber von schier unglaublichem Verletzungspech begleitet waren, trennte sich die Eintracht im Sommer 2009 von Trainer Funkel und holte mit Michael Skibbe einen neuen Coach, der bisher nur für größere Vereine (Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen und Galatasaray Istanbul) gearbeitet hatte. Mit ihm erlebten die Hessen einen leichten Aufschwung, schlugen jeweils zu Beginn der Hin- und Rückrunde den 2009-UEFA-Cup-Finalisten Werder Bremen und mussten die ganze Saison über nicht um den Klassenerhalt zittern.

Hoch und Tiefs sollten die nächsten Spielzeiten bestimmen. Der Bundesligastart in die Saison 2010/11 ging ordentlich daneben. Die Eintracht holte nur 3 Punkte aus den ersten 5 Spielen. Doch mit einem Sieg im Heimspiel gegen Nürnberg war der Bann gebrochen, es folgte eine Serie von acht ungeschlagenen Spielen. Im letzten Hinrundenspiel wurde sogar der spätere Meister Borussia Dortmund mit 1:0 geschlagen. Zum Ende der Hinrunde stand die Eintracht mit 26 Punkten auf Platz sieben.

Nicht nur auf dem Platz wurden positive Schlagzeilen geschrieben. Auf dem Vereinsgelände am Frankfurter Riederwald wurde im Herbst 2010 eins der modernsten Leistungszentren Deutschlands fertig gestellt. Neben Funktionsräumen und einer Dreifeld-Sporthalle steht dem Fußball-Leistungszentrum auch ein Jugendinternat zur Verfügung. Auch im Internet konnte Eintracht Frankfurt vorne mitspielen: eine Social Media-Studie, bei der die Einträge der Fans der Bundesligisten in ihren Fanforen sowie in sozialen Netzwerken gezählt wurden, sah die Hessen mit weitem Abstand an der Spitze der Liga!

Nach der glänzenden Hinserie erfolgte in der Rückrunde der Absturz und damit eine nicht für möglich gehaltende Talfahrt. Keins der ersten zehn Spiele konnte die Eintracht gewinnen, wobei sie in neun Spielen auch ohne Torerfolg blieb. Trainer Skibbe wurde entlassen und mit Christoph Daum gleich der Nachfolger präsentiert. Doch auch er konnte die Wende nicht herbei führen. Die Eintracht rutschte auf einen Abstiegsplatz und so musste man den bitteren Gang in die zweite Liga antreten.

In der Sommerpause stellte sich die Eintracht personell neu auf. Armin Veh übernahm als neuer Trainer die sportliche Verantwortung. Zudem wurde mit Bruno Hübner ein Sportdirektor verpflichtet. Zusammen stellten sie ein neues Team auf. Die Eintracht startete gut in die neue Saison und nach der Hinrunde stand nur eine Niederlage zu Buche. Im November 2011 wurde bekannt, dass der Vorstand der Eintracht ab der kommenden Saison ein anderes Gesicht erhalten würde. Anstelle von Dr. Thomas Pröckl und Klaus Lötzbeier rückt Axel Hellmann in den Vorstand auf. Auch in der Rückrunde sammelte die Eintracht weiter ihre „Aufstiegspunkte“ und mit einem 3:0-Sieg bei Alemannia Aachen gelang der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga, welchen man ausgelassen auf dem Römer feierte.

Nach dem direkten Wiederaufstieg startete die Eintracht auch in der ersten Bundesliga wieder voll durch. Die Personalpolitik, mit neuen jungen Spielern um Stammspieler wie Meier, Schwegler, Rode und Jung ein hungriges Team aufzubauen, ging komplett auf. Die Adlerträger begeisterten gerade in der Hinrunde 2012/13 mit leidenschaftlichem Tempo- und Offensivfußball, der die ganze Liga überraschte – und dem Team um Coach Armin Veh auch bundesweit viel Anerkennung einbrachte. Nach sensationellen 30 Punkten in der Vor- und noch 21 in der Rückrunde eroberte die SGE den 6. Tabellenplatz und qualifizierte sich so für die Playoffs zur Europa League.


Weitere Informationen über die Historie von Eintracht Frankfurt unter www.eintracht-archiv.de.

Eintracht Frankfurt © 2014