Die Rückrunde 2005/2006 in Zitaten:

"Ich lese hier keine Zeitung, hier wird ja nur schlecht über mich geschrieben."
(Benjamin Huggel am 09.01. zu Journalisten)

"Manchmal habe ich gedacht: Vergiss es, du schaffst es nicht mehr."
(Alex Schur am 09.01., als er nach neunmonatiger Verletzungspause erstmals wieder mit im Trainingslager war)

"Jetzt wird man nicht mehr geholt, jetzt muss man gehen."
(Arie van Lent am 10.01. kurz vor seinem Wechsel zu RW Essen)

"Es ist einfach Wahnsinn, wie er sich verhält, so stelle ich mir einen charakterstarken Fußballer vor."
(Friedhelm Funkel am 10.01. über die Haltung von van Lent)

"Für den deutschen Fußball ist diese Regelung schlecht. Die Schere zwischen den großen und den kleinen Clubs wird, wie auch durch die Verteilung der TV-Gelder, nur noch größer. Die Bundesliga wird nur noch vom Gedankengut von Karl-Heinz Rummenigge getragen. Die DFL ist nur noch ein Erfüllungsgehilfe für ihn. Es geht alleine noch um das Recht der Großen. "
(Heribert Bruchhagen im Winter)

"Es kann nicht sein, dass ein Mensch wie Bruchhagen die DFL und den FC Bayern beleidigt und diskreditiert. Ich werde mir juristische Schritte offen halten. Ich erwarte von Herrn Bruchhagen ganz speziell bei der DFL und bei mir eine öffentliche Entschuldigung."
(Der Konter von Karl-Heinz Rummenigge am 10.01.)

"Damit bin ich überhaupt nicht zufrieden. Er hat alles andere als professionell gearbeitet und ist in einem katastrophalen Zustand."
(Friedhelm Funkel am 11.01. über die Fitness von Patrick Ochs)

"Es gibt Spieler, die brauchen ab und an einen Schuss vor den Bug."
(Friedhelm Funkel am 18.01. über seinen Umgang mit Patrick Ochs)

"Ich brauche eigentlich keinen Schuss vor den Bug. Ich bin ein ganz normaler Spieler, der mit beiden Beinen auf dem Boden steht. Ich bin kein Typ, der abhebt oder so. "
(Die Reaktion von Patrick Ochs am 16.02.)

"Als Kapitän musst du immer vorneweg, egal wie kaputt du bist."
(Jermaine Jones am 11.01. über seine Einstellung)

"Sehen Sie, wenn ich über all die Torchancen, die ich in meinem Leben vergeben habe, nachdenken würde, dann müsste ich sterben. Ein Torjäger werde ich wohl nicht mehr. "
(Du-Ri Cha am 12.01. über seine Chancenverwertung)

"Außerdem habe ich mit Michael Hofmann eine Wette laufen, dass ich ihm ein Tor reinhaue. Das hat er davon, dass er mir den Fuß gebrochen hat. "
(Markus Weissenberger kündigt am 24.01. scherzhaft einen Pokal-Treffer bei seinem Ex-Club 1860 an)

"Ich bin so oft totgesagt worden, aber ich bin immer wieder aufgestanden. Das macht mich schon stolz."
(Andree Wiedener am 25.01. über seine Karriere)

"Ja, ich habe mal nachgerechnet, ich bin jetzt vier Jahre bei der Eintracht und habe insgesamt 60 Mitspieler gehabt. Das ist natürlich Wahnsinn."
(Andree Wiedener zieht Bilanz)

"Wenn Sie mich vorher gefragt hätten, welcher Spieler sich nicht verletzen darf, dann hätte ich geantwortet: Spycher."
(Heribert Bruchhagen bedauert am 28.01. die Verletzung des Schweizers)

"Wir haben Bayer voll im Griff, spielen die Leverkusener an die Wand und laufen dann in der zweiten Halbzeit nur noch hinterher."
(Ioannis Amanatidis ist am 28.01. unzufrieden mit dem Rückrundenauftakt)

"Ich habe mir zu viel Druck gemacht. Den muss ich mir selbst nehmen."
(Christoph Preuß sucht und findet am 01.02. die Gründe für seine durchwachsene Vorrunde)

"Und jetzt mache ich mir nicht mehr viele Gedanken, sondern hämmere mich voll rein. Momentan läuft es ganz gut."
(Christoph Preuß einen Monat später)

"Wir lassen uns nicht blenden. Bei uns darf keine Euphorie ausbrechen, so dass wir am Ende unser Ziel, Klassenerhalt, aus den Augen verlieren würden."
(Heribert Bruchhagen am 02.02.)

"Wenn man Berlin derart an die Wand spielt, sich so viele Chancen rausarbeitet, kann man nicht so viel falsch gemacht haben."
(Christoph Preuß am 04.02.)

"Wir sind Menschen und wir machen Fehler. Wenn sich die Fehler nicht wiederholen, ist das überhaupt kein Problem. Oka hat davor Riesenspiele für uns gemacht"
(Friedhelm Funkel am 04.02. über einen Patzer von Oka Nikolov)

"Dieses Urteil ist nur schwer zu akzeptieren, und ich habe auch keinerlei Verständnis dafür. Das ist für mich eine sportliche Tragödie. "
(Benjamin Huggel hadert am 09.02. mit seiner Sperre)

"Wenn er mir die Hand schütteln will, werde ich sie ihm geben. Aber es ist klar, dass ich nicht so leicht vergessen kann und auch nicht vergessen will, was dort passiert ist"
(Benjamin Huggel am 22.03. vor dem Wiedersehen mit dem Kölner Alpay)

"Dieser Sieg gehört zu den glücklichsten meiner Karriere."
(Peter Neururer wundert sich am 11.02. über den Sieg seiner 96er)

"Köln und Duisburg waren meilenweit vor uns und sind jetzt ein ganzes Stück hinter uns."
(Friedhelm Funkel am 14.02. mit einer Zwischenbilanz)

"Ich weiß auch, dass es der Trainer nicht immer leicht hat, an mir festzuhalten. Aber dieses Vertrauen werde ich zurückzahlen - auch diesmal."
(Alex Meier am 16.02. zu seiner Schwächephase)

"Wir müssen wie bisher unsere Mitkonkurrenten aus der zweiten Tabellenhälfte schlagen, dann müssen wir uns keinen Kopf machen wegen des Abstiegskampfs."
(Jermaine Jones macht sich am 18.02. nach der Niederlage gegen Hamburg Mut)

"Die Eintracht verpflichtet einen Spieler nach dem anderen für die erste Liga, dabei wissen die doch nicht, wo sie nächste Saison spielen."
(Der Mainzer Trainer Jürgen Klopp mischt sich im Februar in die Personalplanungen der Eintracht ein)

"Ich weiß nicht, was das soll. Ich äußere mich ja auch nicht zu anderen Vereinen."
(Friedhelm Funkel fehlt dafür das Verständnis)

"Ich war erstaunt, wie großzügig wir in dieses Spiel gegangen sind. Ohne Aggressivität, ohne Kompaktheit. Wir kriegen fünf Stück, gestatten den Bayern alle fünf Minuten eine Großchance. Wir haben vermissen lassen, was uns sonst ausgezeichnet hat. Das kann nicht sein."
(Heribert Bruchhagen am 25.02.)

"Na ja, ich bin mir sicher, dass einer solide wirtschaftenden Eintracht einige Vereine von oben entgegenkommen werden."
(Peter Fischer blickt am 02.03. in die Zukunft)

"Die Enttäuschung überwiegt, weil uns zwei Punkte fehlen, obwohl wir als Mannschaft gut gearbeitet und geackert haben sowie unglaublich laufstark waren."
(Ioannis Amanatidis am 04.03. über das Remis gegen Wolfsburg)

"Ich brauche die erste Reihe nicht mehr. Früher habe ich vor wichtigen Entscheidungen nächtelang nicht schlafen können, heute werden eben die Entscheidungen von anderen getroffen."
(Bernd Hölzenbein am 09.03., seinem 60. Geburtstag, über seine Rolle als Scout)

"Wir sind außerordentlich zufrieden. Er hat uns zuletzt von Platz 21 auf Rang 12 gebracht."
(Heribert Bruchhagen begründet am 10.03. die Vertragsverlängerung mit Friedhelm Funkel)

"Er hat sich ganz klar aufgestützt, ich kam gar nicht hoch. Das muss doch ein Schiedsrichter sehen."
(Marko Rehmer am 11.03. über den Schalker Führungstreffer)

"Man müsste sich um uns aber Sorgen machen, wenn wir in den ganzen Spielen keine Chance gehabt hätten, aber wir haben ja eigentlich meistens ganz gut gespielt. Das kann uns Mut machen. Es besteht also kein Grund, in Hektik oder Panik zu verfallen."
(Francisco Copado am 16.03.)

"Chris ist, auf welcher Position auch immer, aus dem Eintracht-Team nicht mehr wegzudenken."
(Die Frankfurter Rundschau am 17.03. - der Brasilianer wurde tags darauf vom Duisburger Alexander Meyer übel gefoult und fiel den Rest der Saison aus)

"Wenn man nicht mehr bereit ist, den letzten Meter zu gehen und denkt, man bringt das Ding im Spaziergang über die Runden, wird man gnadenlos bestraft."
(Friedhelm Funkel ärgert sich am 18.03. über die zwischenzeitliche Nachlässigkeit seines Teams gegen Duisburg)

"Es gab schon Spiele, in denen mir viel gelungen ist und ich ein oder zwei Tore erzielt habe. Aber ein Spiel, in dem mir viel gelungen ist und ich drei Tore erzielt habe, das gab es noch nie."
(Ioannis Amanatidis freut sich über seinen Dreierpack gegen den MSV)

"Es ist wie Weihnachten, Ostern und Karneval zusammen. Es ist die schönste Station meiner Karriere. Es ist das Gefühl, dass die Führung zu hundert Prozent hinter dir steht. Dass du fair behandelt wirst, dass jeder hier die Eintracht in der Liga halten will und alle an einem Strang ziehen."
(Friedhelm Funkel am 25.03.)

"Mein Herz wird auch immer für die Eintracht schlagen, egal, wo ich später mal spielen sollte."
(Daniyel Cimen am 30.03. über seine Vertragsverhandlungen)

"Jetzt könnt Ihr wieder schreiben: Der Rehmer hat mal wieder einen Bock fabriziert."
(Marko Rehmer am 01.04., nachdem er gegen Bremen einen umstrittenen Elfmeter verursacht hatte)

"Wir haben unseren recht komfortablen Vorsprung verspielt. Und auch die drei Punkte Vorsprung, die wir jetzt noch haben, können ziemlich schnell weg sein. Man muss sich jetzt auf das Wesentliche konzentrieren und alles andere in den Hintergrund rücken."
(Francisco Copado am 03.04.)

"Es muss ein neuer Rasen verlegt werden. Da sage ich es eben als Trainer und stecke die Schläge ein."
(Friedhelm Funkel am 09.04.)

"Die Eintracht spielt wundervollen Fußball, technisch hochwertig, aber nur bis zum Strafraum, vorne fehlt ein Knipser."
(Uli Stein schätzt am 10.04. die Leistung der Eintracht ein)

"Diese Leistung war eine Genugtuung für mich. Es war die Bestätigung, dass ich das Fußballspielen nicht verlernt habe."
(Stefan Lexa nach seiner starken Leistung im Halbfinale am 11.04.)

"Ich habe bewiesen, dass auf mich Verlass ist und sich die Eintracht bis zur letzten Sekunde auf mich verlassen kann. Wenn ich am Saisonende gehen muss, dann kann das nicht an meiner Einstellung liegen. Ich kann mir, das muss ich klipp und klar so sagen, keinen Vorwurf machen."
(Stefan Lexa am 02.05.)

"Ich war gestern Morgen im Mannschaftshotel und habe da die Spieler gesehen. Wie sich Vasoski die Treppe heruntergeschleppt hat, war ein Desaster, Ochs hat eine Entzündung auf dem Spann, Amanatidis schmerzt die Patellasehne. Was die Mannschaft angesichts des personellen Aderlasses geleistet hat, ist bemerkenswert."
(Heribert Bruchhagen weiß das Erreichen des Pokalfinales zu schätzen)

"Es stellt sich die Frage, ob diese Zäune mehr eine Bedrohung darstellen als dass sie nutzen."
(Heribert Bruchhagen denkt laut über Sicherheitsfragen nach)

"Soll ich jetzt acht Voltaren nehmen, um spielen zu können?"
(Jermaine Jones wirft am 14.04. das Handtuch und lässt sich operieren)

"Ich setze ihn ja nicht aus Willkür auf die Bank."
(Friedhelm Funkel am 17.04. zur Personalie Copado)

"Man spürt den Substanzverlust. Es zeigt sich, dass gegen Ende der Saison die Kräfte schwinden, uns fehlt die Handlungsfrische."
(Heribert Bruchhagen am 17.04.)

"Er hatte bislang einen Lehr-, nun hat er einen Gesellenvertrag."
(Heribert Bruchhagen am 17.04.)

"Der Trainer kann stellen, wenn er will. Es ist immer richtig."
(Peter Fischer nach dem Sieg in Stuttgart am 22.04.)

"Seine Kurve geht absolut wieder nach oben. Alex spielt eine ganz tolle Saison. Er hat erst 30 Bundesligaspiele, da ist doch klar, dass auch mal Tiefen kommen."
(Friedhelm Funkel am 22.04. über Alex Meier)

"Ich habe die Situation in den Tagen vorher schon durchgespielt. Wenn es Elfmeter gibt, werde ich schießen. Ich wusste genau, wohin."
(Ioannis Amanatidis am 22.04. über seinen Elfmetertreffer gegen den ehemaligen Teamkollegen Hildebrand)

"Ein Endspiel ist neu. Und obwohl ich die Mannschaft so gut kenne, weiß ich nicht, wie der Einzelne reagiert. Da lasse ich mich überraschen. Dieses Spiel bringt die Mannschaft wieder ein Stückchen weiter."
(Friedhelm Funkel am 26.04. vor dem Pokalfinale)

"Es hätte Freistoß und die Rote Karte für Sagnol geben müssen."
(Jürgen Klopp beurteilt am 29.04. als ZDF-Experte die strittigste Szene des Pokalfinales)

"Die Region lechzt nach diesen internationalen Spielen. Und wir fahren hin, egal, ob wir zunächst auf den Färöer oder auf Zypern spielen werden."
(Peter Fischer freut sich über den Einzug in den UEFA-Cup)

"Wir haben eine große Verantwortung. Nicht nur unseren Lizenzspielern gegenüber. Glauben Sie mir, es fällt viel schwerer, eine Sekretärin wegzuschicken als einen Spieler."
(Heribert Bruchhagen ist am 06.05. erleichtert über den Klassenerhalt)

"Die Etablierung in Liga eins ist unser Ziel. Doch das wird ganz schwer, dazu braucht man mindestens drei Jahre."
(Heribert Bruchhagen setzt der Eintracht mittelfristige Ziele)

"Auf diesen Moment habe ich ein Jahr lang hingearbeitet."
(Alex Schur genießt am 06.05. sein Comeback)

"Ich kann in den Spiegel sehen, das ist mir wichtig. Ich habe versucht, mich ranzukämpfen, ich habe mich nicht hängen lassen, sondern im Training alles gegeben. Klar wäre ein Abschied mit drei, vier, fünf Spielen schöner gewesen, aber es sollte nicht sein."
(Alex Schur am 11.05.)

"Wir werden bei Eintracht Frankfurt noch große Dinge mit Alexander Schur erleben."
(Heribert Bruchhagen am 13.05. zum Abschied des Urgesteins)

"Wenn eine Mannschaft den Klassenerhalt verdient hat, dann ist es Eintracht Frankfurt. Wir haben nie so richtig schlecht gespielt."
(Friedhelm Funkel zieht Bilanz)