
Am 21. Mai 1925 (Himmelfahrt) wurde das Waldstadion eröffnet. 30.000 Besucher jubelten unter strahlender Frühlingssonne, als Oberbürgermeister Ludwig Landmann die Sportstätte ihrer Bestimmung übergab. Auf dem Gelände des ehemaligen Schiessplatzes war inmitten galoppierender Inflation und Arbeitslosigkeit „die schönste deutsche Sportanlage“ entstanden.

Die Nazis brachten das Waldstadion schon kurz nach der Machtübernahme 1933 unter ihre Kontrolle. Der jüdische Oberbürgermeister Ludwig Landmann trat zurück. Bald darauf erzwangen die neuen Machthaber einen Magistratsbeschluss, wonach politische Veranstaltungen im Stadion erlaubt werden mussten.

Am 17. Mai 1953 trat die Frankfurter Eintracht gegen den 1. FC Kaiserslautern an. Die Eintracht verkaufte 68.000 Eintrittskarten – für 55.000 Zuschauer war das Stadion konzipiert. Als noch mehr Fussballfans sich mit Gewalt Zugang verschaffen wollten, kam es zu über 200 Verletzten.

1963 startete die Bundesliga. Sie lockte immer mehr Zuschauer an und brachte neue Pflichten, so musste z. B. ein Zaun um das Spielfeld errichtet werden. Neben dem Fussball gab es weitere „Highlights“. 1960 war die Kunsteisbahn eröffnet worden.
Die achtziger Jahre brachten viele Attraktionen nach Frankfurt, die für jede Menge Besucher und sportliche Begeisterung sorgten: In der Leichtathletik fanden 1981 der Europacup der Frauen und 1988 die Deutschen Meisterschaften statt.

In den frühen 90er Jahren gab es viele Stadionkonzerte. 1992 kamen Marius Müller-Westernhagen, Dire Straits und Michael Jackson, dem zuliebe der DFB sogar die Verlegung des Spiels Frankfurt gegen Bayern München erlaubte.

Im Jahr 2000 wiederholte sich das „Wunder vom Waldstadion“. Mit dem neuen „Retter“ Magath reichte es wiederum durch einen Sieg im letzten Spiel hauchdünn zum Klassenerhalt.
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