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Freundschaftsspiele

10.08.2014 So, 15:30
Eintracht Frankfurt
Inter Mailand
3 : 1

Eintracht besiegt Inter Mailand

Anlässlich der Saisoneröffnung empfing die Frankfurter Eintracht Inter Mailand zum Freundschaftsspiel um den „Frankfurt Main Finance Cup“. Die SGE gewann die Partie in der mit 50.000 Zuschauern ausverkauften Commerzbank-Arena mit 3:1 (3:1). Die Tore erzielten Botta (25.), Piazon (27.) und Seferovic (33., 39.).

Erzielte einen Doppelpack: Eintracht-Neuzugang Seferovic (rechts). Valdez, ebenfalls ein Neuzugang, freut sich mit ihm.

Im vorletzten Testspiel vor der 1. Runde des DFB Pokals – die Eintracht gastiert am Samstag, den 16. August, um 20:30 Uhr bei Viktoria Berlin – musste SGE-Trainer Schaaf auf Aigner (Kniebeschwerden), „Fußballgott“ Meier (Probleme an der Patellasehne) und den frischgebackenen U19-Europameister Stendera verzichten. In der Startaufstellung stand Torhüter Trapp, der heute Kapitän war. Ignjovski, Zambrano, Anderson und Djakpa liefen als Verteidiger auf. Das defensive Mittelfeld bildeten Lanig und Hasebe, Valdez und Piazon agierten über die Außenpositionen. In vorderster Front kamen Seferovic und Inui zum Einsatz, wobei sich der spielfreudige Inui immer wieder ins Mittelfeld fallen ließ.

Das Spiel gegen den mehrfachen italienischen Meister und Champions League-Sieger von 2010 wies in den ersten Minuten keine nennenswerten Strafraumszenen auf. Beide Mannschaften tasteten sich zunächst vorsichtig ab. Den ersten Torschuss konnte die Eintracht für sich verbuchen. Nach einem Angriff über Piazon und Inui zog Valdez aus etwa 20 Metern ab (9.). Der Schuss wurde zur Ecke abgefälscht, die jedoch nichts einbrachte. Fünf Minuten später zog Ignjovski nach innen, traf beim Torschuss den Ball jedoch nicht richtig, so dass das Spielgerät weit am Tor vorbeiflog. Die Eintracht war die etwas aktivere Mannschaft, die Pässe in die Spitze waren jedoch häufig zu ungenau.

Besser machte es Inui in der 19. Spielminute. Er sah, dass Seferovic auf der rechten Seite zum Sprint Richtung Tor ansetzte und bediente seinen Mitspieler per Doppelpass mustergültig. Seferovic blieb aus spitzem Winkel jedoch leider am Mailänder Keeper Handanovic hängen. Die folgende Ecke landete bei Lanig, der ebenfalls in dem glänzend reagierenden Handanovic seinen Meister fand (20.).

Inter geht überraschend in Führung, die Eintracht gleicht unverzüglich aus

Etwas überraschend sollte Mailand dann in Führung gehen. Nach einem Ballverlust der Eintracht im Mittelfeld flankten die Italiener über die linke Seite in den Sechzehner. Dort lauerte Botta und beförderte den Ball ins Tor. Trapp war zwar noch dran, konnte den Gegentreffer jedoch nicht verhindern (25.).

Erfreulicherweise kamen die Hausherren postwendend zum Ausgleich. Wieder war es Inui, der diesmal den startenden Piazon mit einem Traumpass versorgte. Der Brasilianer ließ seinen Gegenspieler stehen und legte den Ball am Mailänder Keeper vorbei. Die Kugel ging zwar an den Pfosten, sprang von dort aber ins Feld zurück, und zwar genau vor die Füße von Piazon. Im 2. Anlauf versenkte der vom FC Chelsea ausgeliehene Spieler den Ball sicher – 1:1 (27.).

Auch wenig später hatte die Eintracht zwei gute Chancen. Zunächst wurde ein Schuss von Lanig geblockt. Nur Sekunden später erreichte der Ex-Stuttgarter einen Kopfball von Valdez nicht mehr (30.).

Doppelpack durch Seferovic

Die Eintracht blieb am Drücker und sollte in der 33. Spielminute verdient in Führung gehen. Hasebe bediente den an der Abseitsgrenze lauernden Inui, der die Übersicht behielt und den Ball auf seinen Sturmpartner Seferovic weiter passte. Der Schweizer hatte wenig Mühe, das Leder mit seinem linken Fuß im langen Eck zu versenken – 2:1 (33.).

Auf den Genuss des Toreschießens gekommen, legte Seferovic wenige Minuten später gleich noch ein weiteres Tor nach. Valdez setzte einen Kopfball nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld an die Latte, die Nr. 9 der Eintracht stand goldrichtig und netzte zum 3:1 ein (39.). Nach einer weiteren guten Chance für die Gastgeber pfiff Schiedsrichter Dingert den ersten Durchgang pünktlich ab.

2. Halbzeit

Die erste gute Chance der zweiten 45 Minuten gehörte den Gästen. Knapp vor der Strafraumgrenze zog ein Mailänder ab, traf jedoch seinen eigenen Mitspieler, der auch noch im Abseits stand (47). Zwei Minuten später testete Lanig Handanovic mit einem Fernschuss, den der Inter-Torhüter jedoch sicher hielt. Anschließend vergab die Eintracht eine gute Kontermöglichkeit etwas leichtfertig, was die insgesamt gute Leistung jedoch nicht trüben sollte (52.).

Vier Minuten später bolzte Djakpa aus spitzem Winkel auf den Kasten. Der Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Diese führte Inui kurz aus. Nachdem der glänzend aufgelegte Japaner den Ball wiedererhalten hatte, schlenzte er das Leder Richtung langes Eck. Handanovic musste sich ganz lang machen, um den Ball noch übers Tor lenken zu können (57.).

Mehrere Spielerwechsel

Wenig später wechselte Schaaf gleich drei Spieler aus: Russ kam für Lanig in die Partie, Chandler für Ignjovski und Kadlec für Valdez. An der Grundformation änderte sich nichts, Kadlec und Piazon tauschten jedoch gelegentlich die Seiten.

Ein 30-Meter-Freistoß des eingewechselten Hernanes segelte sodann über Trapps Tor (64.). Zwei Minuten später wurde einem Treffer von Inter wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung verweigert. In der 71. Minute verließ Hasebe das Feld, Flum kam für ihn in die Partie. Gleichzeitig wurde Inui ausgewechselt, Rosenthal übernahm seine Position. Insgesamt verlief das Spiel nun ruhiger, die vielen Spielerwechsel auf Seiten beider Teams hemmten den Spielfluss etwas.

Drei Minuten später setzte sich Piazon geschickt gegen seinen Gegenspieler durch, sein Rückpass von der Grundlinie in den Sechzehner fand jedoch leider keinen Abnehmer. Anschließend kam es abermals zu einem Doppelwechsel bei der Eintracht: Oczipka wurde für Djakpa eingewechselt, Madlung kam für Anderson in die Partie. Später liefen noch Gerezgiher für Piazon und Kinsombi für Seferovic auf. Kinsombi ging auf die rechte Seite, Kadlec in den Sturm. Der Tscheche scheiterte in der 85. Spielminute mit einem satten Fernschuss an Handanovic. Am Spielstand von 3:1 sollte sich nichts mehr ändern.

Fazit

In einem vor allem in der ersten Halbzeit unterhaltsamen Testspiel gewann die Frankfurter Eintracht mit einer überzeugenden Leistung gegen Inter Mailand und ist damit der erste „Frankfurt Main Finance Cup“-Sieger. Herzlichen Glückwunsch! Nach dem aufgrund des Spielverlaufs etwas überraschenden Rückstand schüttelten sich die Frankfurter kurz und zeigten wahre Spielfreude. Drei schöne Tore waren der Lohn der Mühen. Der zweite Durchgang war durch viele Spielerwechsel gekennzeichnet. Verständlicherweise litt dadurch der Spielfluss etwas. Freilich nahmen die Trainer dies billigend in Kauf, sie wollten kurz vor Saisonbeginn vielen Akteuren Spielpraxis geben.

Die Stimmen zum Spiel

Eintracht-Trainer Thomas Schaaf: „Glückwunsch an meine Mannschaft. Die Leistung heute war ansprechend, wir sind sehr zufrieden. Wir haben uns gute Tormöglichkeiten erarbeitet und waren auch bei den Standards gefährlich. Das Erfolgserlebnis gibt uns Bestätigung für den Weg, den wir beschreiten. Wir müssen aber noch manches besser machen. Wir haben kommende Woche in Berlin im Pokal ein schweres Spiel gegen einen Gegner, der nichts zu verlieren hat.“

Eintracht Frankfurt © 2014