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Freundschaftsspiele

23.07.2013 Di, 18:30
Eintracht Frankfurt
Kayserispor
3 : 2

Eintracht siegt nach 0:2-Rückstand

Vor etwa 400 Zuschauern gewann die Frankfurter Eintracht nach 0:2-Pausenrückstand gegen den türkischen Erstligisten Kayserispor noch mit 3:2. Meier (66.), Simic (80., Eigentor) und Waldschmidt (85.) trafen für Frankfurt, Nobre (12.) und Chisanischwili (19.) für Kayserispor.

Am Dienstagabend bestritt die Eintracht ein weiteres Testspiel im Rahmen ihres zweiten Sommertrainingslagers in Österreich. Die Partie fand vor etwa 400 Zuschauern – darunter befanden sich ungefähr 100 Eintracht-Fans – auf dem Fußballplatz des Sportzentrums Längenfeld statt. Gegner war der türkische Erstligist Kayserispor, ein Sportverein aus der türkischen Stadt Kayseri, die in Kappadokien liegt. Kayserispor belegte nach Ablauf der vergangenen Saison den 5. Platz der Süper Lig. Trainiert wird der Verein von Robert Prosinecki, der als Spieler 1991 mit dem Verein „Roter Stern Belgrad“ den Europapokal der Landesmeister gewann.

Die Begegnung begann mit leichter Verspätung. Einen ersten Warnschuss der Türken durch Mijailovic konnte Trapp sicher halten (3.). Die Eintracht versuchte zwar, den Gegner durch frühes Attackieren sofort unter Druck zu setzen, allerdings waren den hessischen Spielern in der ersten Halbzeit die Anstrengungen des Trainingslagers anzumerken, so dass die SGE kaum Chancen kreieren konnte. Allenfalls eine Flanke von Oczipka, die vom türkischen Torhüter sicher abgefangen wurde (7.), oder eine Ecke von Jung, nach der Meier zu einem Kopfball kam, der haarscharf links am Tor vorbeistrich und dabei den Außenpfosten noch touchierte (10.), sind zu nennen.

Etwas Zählbares sprang bei den Angriffsbemühungen in Durchgang Eins nur für den türkischen Pokalsieger der Saison 2007/08 heraus. Nach einer verunglückten Abwehraktion war Mert Nobre, der Stürmer der Türken, der sich in abseitsverdächtiger Position befand, frei durch und hatte nur noch SGE-Keeper Kevin Trapp vor sich. Obwohl der Frankfurter Torhüter den Schuss des Brasilianers noch mit den Händen berühren konnte, trudelte der Ball ins Tor (12.). Und es kam noch dicker: In der 19. Minute traf Surab Chisanischwili zum 0:2. Nach einer Standardsituation kam der georgische Innenverteidiger frei zum Schuss und hämmerte den Ball aus dem Strafraum heraus ins linke Toreck.

Die Eintracht antwortete mit einem Kopfball durch Aigner, der jedoch gehalten werden konnte (20.). In der 34. Spielminute musste Lakic nach einem Zusammenprall ausgewechselt werden. Für den Kroaten kam Joselu. Eine Minute, nachdem ein Schuss der Türken an Trapps Kasten vorbeistrich (36.), kam die SGE zu einem Freistoß aus dem Halbfeld: Jung flankte die Kugel in den Strafraum, doch Meiers aus großer Distanz und mit dem Rücken zum Tor ausgeführter Kopfball flog knapp über das Tor. Auch ein Distanzschuss von Joselu brachte nicht den gewünschten Erfolg (41.).

Zweite Halbzeit – Die Eintracht dreht das Spiel

Zu Beginn der zweiten Halbzeit – Armin Veh schickte mit Schröck, Zambrano, Lanig und Rosenthal vier frische Kräfte auf den Platz – hatte erneut Meier eine nennenswerte Chance. Der Innenristschuss des „Langen“ von der Strafraumgrenze konnte jedoch zur Ecke geblockt werden (52.). Fünf Minuten später passte Schröck die Kugel flach an die Fünfmeterraumgrenze. Dort stand Joselu, der den Ball im allgemeinen Gedränge jedoch nicht im Tor unterbringen konnte.

In der 66. Minute durften die Eintracht-Fans das erste Mal jubeln: Joselu leitete den Ball auf Meier weiter, der mit dem linken Innenrist aus kurzer Distanz schoss. Der Ball flutschte dem türkischen Keeper zum Anschlusstreffer durch die Beine – nur noch 1:2.

Die Eintracht blieb auch die nächsten Minuten am Drücker und drängte auf den Ausgleich. In der 70. Minute verließ Rode das Feld, für ihn kam Celozzi. Der Deutschitaliener übernahm fortan die Rechtsverteidigerposition, Schröck ging nach vorne (70.). In der 74. Minute probierte es der emsige Oczipka mit einem wuchtigen Fernschuss, der zwar noch leicht abgefälscht wurde, vom türkischen Torwart aber gehalten werden konnte. Nur zwei Minuten später strich ein Schuss von Flum aus etwa 16 Metern nur knapp am Tor vorbei.

Mehr Erfolg war der Eintracht in der 80. Spielminute beschieden. Nachdem Oczipka von der linken Seite geflankt hatte, prallte der Ball dem verdatterten Simic ans Bein und von dort ins eigene Tor – 2:2. Die Eintracht hatte das Spiel inzwischen sicher im Griff gegen müde wirkende Türken. Der Schlusspunkt einer abwechslungsreichen Partie sollte sodann dem für Meier frisch eingewechselten Youngster Waldschmidt vorbehalten bleiben. Der 17-Jährige schnappte sich den Abpraller nach einem Schuss von Oczipka und vollstreckte zum 3:2-Siegtreffer (85.).

Die Eintracht behält damit ihre weiße Weste. Sie gewann auch das fünfte Testspiel im Rahmen der Saisonvorbereitung 2012/13.

Die Aufstellung der SGE:
Trapp – Jung (46. Schröck), Russ, Anderson (46. Zambrano), Oczipka – Flum, Rode (70. Celozzi) – Aigner (46. Lanig), Meier (83. Waldschmidt), Inui (46. Rosenthal) – Lakic (34. Joselu)

Die Tore:
0:1 Mert Nobre (12.)
0:2 Surab Chisanischwili (19.)
1:2 Alexander Meier (66.)
2:2 Marko Simic (80., Eigentor)
3:2 Luca Waldschmidt (85.)

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