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9. Spieltag (26.09.2011, 20:15 Uhr)
Dynamo Dresden
1 : 4
Eintracht Frankfurt
Dynamo Dresden
  9. Spieltag   2. Bundesliga
Eintracht Frankfurt

Gekas und Idrissou sorgen für Platz 3

Vor 28.976 Zuschauern konnte die Eintracht heute wieder einmal einen Rückstand drehen und in Dresden trotz der gegnerischen Führung durch Fiel (31.) noch 4:1 (2:1) gewinnen. Gekas (35., 40.) und Idrissou (84., 87.) trafen jeweils doppelt.

Eintracht-Coach Armin Veh schickte beim Aufsteiger aus Dresden eine im Gegensatz zum 4:1-Heimerfolg über Hansa Rostock auf zwei Positionen veränderte Startformation ins Rennen. Für Ümit Korkmaz nominierte Veh nach starkem Auftritt in der zweiten Halbzeit gegen Rostock wieder Constant Djakpa in der linken Außenverteidigung. Außerdem begann Theofanis Gekas für Karim Matmour. Diese Umstellung hatte die maßgebliche taktische Veränderung zum 4-4-2 zur Folge, erstmals agierte man mit zwei echten Spitzen (Gekas und Idrissou), wovon sich der Trainer mehr Variabilität und Überraschungsmomente in vorderster Front erhoffte. Dazu bildete das Vierer-Mittelfeld eine klassische Raute mit Kapitän Schwegler als einzigem Abräumer vor der Abwehr, Rode (rechts) und Köhler (links) auf den Halbpositionen, sowie Alex Meier in zentral offensiver Rolle.

Die 29 000 Zuschauern im Dresdner Glücksgasstadion sahen an diesem Montag Abend einen verhaltenen Beginn von beiden Mannschaften. Die erste Annäherung ans Tor gab es über Sebastian Rode, der eine schöne Flanke von Benjamin Köhler mit dem Kopf haarscharf verpasste (9.). Zwei Minuten später köpfte Theofanis Gekas nach einem langen Pass von Pirmin Schwegler knapp über das Gehäuse von Dynamo-Keeper Dennis Eilhoff.

Die Gastgeber ihrerseits kamen aus dem Spiel heraus im gesamten ersten Abschnitt zu keiner Möglichkeit, lediglich über Standards war man gefährlich, aber Dedic (13.) und Brégerie (14., 24.) verfehlten beide das Tor noch deutlich.

Fiel besorgt die Führung nach verhaltener ersten halben Stunde

Nachdem auf der Gegenseite Benjamin Köhler mit einem sehenswerten Direktschuss aus 18 Metern die Führung verpasste (23.), erzielte Dresden – freilich nach einem Freistoß – das 1:0: Christian Fiel hämmerte den ruhenden Ball aus 18 Metern in Richtung Mauer, wo Gordon Schildenfeld den Ball unglücklich abfälschte und seinem eigenen Torwart Oka Nikolov somit aus kurzer Distanz keine Abwehrchance ließ (31.).

Die Eintracht, denen verhaltene Dresdner immer wieder viel Raum zu sicherem Kombinationsspiel, vor allem über die rechte Seite mit Rode und Jung ließ, brauchte indes nicht lange, um den Schock zu verdauen. Nach einer gut getimten Schwegler-Ecke, lief Theofanis Gekas an den kurzen Pfosten und köpfte anspruchsvoll in Richtung langes Eck, Keeper Eilhoff konnte die Kugel nur noch an den Innenpfosten lenken, von wo sie ins Netz tropfte (35.) - das verdiente 1:1.

Gekas schlägt doppelt zurück

Die Adlerträger waren jetzt klar am Drücker und drückten gegen weiter zu passiv verteidigende Hausherren auf die Führung, die dann auch fiel: Nachdem Meier zuvor in bester Position noch abgeblockt wurde (39.), war es erneut Gekas, der eine feine Flanke von Jung aus sechs Metern völlig ungedeckt ins Tor köpfte (41.). Der zwischenzeitliche Rückstand wurde innerhalb von zehn Minuten umgebogen, das 2:1 bedeutete gleichzeitig den Halbzeitstand.

Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts zeigte sich die Eintracht sichtlich gewillt, gegen einen nun spürbar schwächeren Gegner die Vorentscheidung in Form des dritten Treffers herbeizuführen. Allerdings verpasst der wieder sehr agile Mohamadou Idrissou zweimal äußerst knapp (52., 53.). Auf Seiten der Dresdner konnte nur Fiel einen Torschuss verzeichnen, der aber sicher in den Armen von Oka Nikolov landete (55.).

Eintracht in zweiter Halbzeit ganz souverän

In der Folgezeit passierte lange so gut wie nichts auf dem Feld, die Eintracht verwaltete ganz (ball-)sicher die wenn auch knappe Führung, ab und an setzte man gefährliche Nadelstiche, wenn sich der Platz bot wie beispielsweise der eingewechselte Hoffer (75.) und Meier (79.) per Kopf. Die Heimmannschaft dagegen wartete gegen die sicher stehende Hintermannschaft der Gäste ohne einen ersichtlichen Plan auf, zum Erfolg zu kommen, man präsentierte sich äußerst bieder im Offensivspiel. Es bedurfte schon eines Missverständnisses von Nikolov und Schildenfeld, dass das Spielgerät überhaupt einmal den Weg in den Sechzehnmeterraum fand. Djakpa war zur Stelle und bereinigte die letztlich ungefährliche Situation.

Dazu überlisteten die Adlerträger die Dynamo-Abwehr mit gezielten Pässen in die Schnittstellen und kam so noch zu den Toren zum 3:1 und 4:1 (84., 87.). Zweimal war es der starke Idrissou, der nach mustergültigen Vorlagen von Meier und Köhler und zuvor den einleitenden, schnellen Steilpässen von Schwegler und Hoffer das Ergebnis noch ausbaute.

Idrissou schraubt Ergebnis in Schlussphase in die Höhe

Am Ende erzielten die Veh-Schützlinge wieder einmal mehr als drei Tore in einem Auswärtsspiel und rückte durch den gänzlich ungefährdeten Erfolg in Sachsen auf den Relegationsplatz Drei vor. Man ist bei 5 Siegen und 4 Unentschieden weiter ungeschlagen und peilt bereits am kommenden Freitag (18 Uhr) gegen Union Berlin den nächsten Heimsieg an.

Stimmen zum Spiel

Heribert Bruchhagen (Vorstandsvorsitzender der Eintracht):
„Das 4:1 heute ist natürlich ein Traumergebnis. Dabei war es auch heute lange ein ausgeglichenes Spiel aber es zeigt sich immer wieder, dass wir ab der 60. Minute dominieren, weil beim Gegner nach viel Aufwand gegen unser Spiel die Kräfte zunehmend nachlassen. Gekas und Idrissou haben heute gezeigt, warum der Trainer sie aufgestellt hat.“

Sebastian Jung:
„Wir haben uns heute erstmal schwer getan, nach Rückstand aber wieder einmal zurückgeschlagen. Die zweite Halbzeit konnten wir dann abwartender und sicherer spielen und gefährlich kontern. Wir wissen um unsere Qualität, wollen aber natürlich gerne auch einmal das erste Tor schießen. Wir steigern uns von Spiel von Spiel und die Qualität in der Breite zeichnet sich aus.“

Eintracht-Trainer Armin Veh:
„Besonders in der zweiten Halbzeit waren wir schon sehr souverän und haben gar nichts zugelassen. Gerade lange Bälle und Standards sind immer schwer zu verteidigen, das kann man nie komplett verhindern. Gekas hat sich seinen Einsatz heute nach ordentlichen Trainingsleistungen verdient. Mo Idrissou hat gezeigt, dass er nur schwer müde zu kriegen ist.“

Marcel Heller (Ex-Eintrachtler, heute Dresden):
„Ich habe gebrannt auf das Spiel und bin natürlich enttäuscht, dass ich zunächst auf der Bank saß. Dafür gab mir der Trainer bis jetzt keine Begründung.“

(Tim Theobald)

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

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