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Am 6. Spieltag der Zweitligasaison 2011/12 blieb der Eintracht erneut der erste Heimsieg dieser Runde verwährt. Gegen den SC Paderborn kam man trotz zahlreicher bester Torchancen nicht über ein torloses Remis hinaus.
Das ein oder andere Mal am Verzweifeln: Bamba Anderson
Eintracht-Trainer Armin Veh nahm im Vergleich zum 4:0-Erfolg im Stadtduell gegen den FSV Frankfurt vom vergangenen Sonntag eine Änderung in seiner Startelf vor: Nach seiner Gelb-Rot-Sperre kam Alexander Meier für Ümit Korkmaz zurück ins Team, der aufgrund muskulärer Probleme nicht mit von der Partie sein konnte. Top-Torschütze Meier (bereits 5 Treffer in seinen 4 absolvierten Spielen) rückte wieder zentral hinter die einzige Spitze Theofanis Gekas, Benjamin Köhler dafür ins linke Mittelfeld auf die Korkmaz-Position.
Den 34 200 Zuschauern in der einmal mehr sehr gut gefüllten Commerzbank Arena bot sich in den ersten Minuten dieser Zweitligabegegnung ein verhaltener Beginn von beiden Mannschaften. Ein Kopfball von SCP-Innenverteidiger Strohdiek nach einem Eckball war die erste Annäherung an das von Oka Nikolov gehütete Eintracht-Tor (5.).
Nach gut zehn Minuten bekamen die Gastgeber dann den erwarteten Zugriff und dominierten fortan mit relativ hoher Passsicherheit und einigen schönen Kombinationen auf weiterhin nicht adäquatem Geläuf die Partie. Über die früh störenden und das Offensivspiel gut ankurbelnden Schwegler und Lehmann, sowie die bei jedem Angriff mit aufrückenden Außenverteidiger Jung und Djakpa, zwang man Paderborn tief in die eigene Hälfte. Trotz häufig acht eigenen Akteuren hinter dem Ball gelang es den Adlerträgern ab eben jenem Zeitpunkt ein ums andere Mal bis in den Strafraum vorzudringen und sich so beste Torgelegenheiten zu erarbeiten.
In der 12. Minute machte Theofanis Gekas nach schönem Doppelpass mit Alexander Meier, der die gesamte Paderborner Abwehr mit zwei Ballkontakten aushebelte, den Anfang. Der Grieche verzog mit seinem Dropkick aus 14 Metern allerdings gut einen Meter.
Paderborn konnte sich in der Folge des ersten Abschnitts spielerisch nie aus der Defensive befreien, planlose lange Schläge waren die Folge.
Stattdessen immer wieder die Eintracht: Erst parierte SC-Keeper Kruse klasse einen Versuch von Rode nach schöner Köhler-Flanke aus spitzem Winkel am langen Pfosten (15.), dann scheiterte der erneut sehr spielfreudige und agile Meier zweimal mit Distanzschüssen (16., 19.). Nach 26 Minuten muss dann eigentlich die hoch verdiente SGE-Führung fallen, als Lehmann Meier mit einem Heber in den Sechzehnmeterraum mustergültig bediente; der Torjäger lupfte dem weit aus seinem Tor geeilten Kruse nach langem Spurt jedoch genau in die Arme.
Nach einer gespielten halben Stunde nahm der große Druck der Eintracht dann wieder ab, echte Torchancen gab es in der ersten Halbzeit nicht mehr, auch wenn man weiter klar spielbestimmend blieb. Glück benötigte man dann noch einmal in der 38. Spielminute, als der sehr gute Innenverteidiger Gordon Schildenfeld nach einem Eckball fast ins eigene Tor traf. Es war die einzige echte Torchance für den SCP und zugleich die letzte des gesamten ersten Durchgangs, freilich nicht aus dem Spiel heraus. Es blieb also beim für die Gäste schmeichelhaften 0:0 zur Pause.
Die zweite Halbzeit begann die Eintracht mit neuem Elan, diesmal benötigte man nur wenige Minuten, ehe man zur ersten guten Torgelegenheit kam: Meier bediente nach schnellem Umschalten von Lehmann den in den Strafraum gestarteten Köhler, der zögerte dort jedoch zu lange und wurde von Wemmer noch entscheidend gestört, so dass es nur Eckball gab (51.). Diese führte dann Kapitän Schwegler aus (der später aufgrund seiner Rückenprobleme gegen Hoffer ausgewechselt werden musste) und erneut war es Meier in der Mitte per Kopf, der den Kasten nur um Zentimeter verfehlte (52.).
Auf der Gegenseite gelang es den Gästen nun immerhin etwas besser, ihre Angriffe zu Ende zu spielen. Krösche verzeichnete so mit einem Volleyschuss aus 17 Metern, der das Tor dennoch deutlich verfehlte, die bis dato beste Chance der Paderborner (56.). Getoppt wurde diese acht Minuten später, als Proschwitz einen Konter mit einem unangenehmen Aufsetzer abschloss. Der aufmerksame Oka Nikolov im Eintracht-Tor kam gerade noch so mit den Fingerspitzen dran und bewahrte sein Team vor dem Rückstand (64.).
Seine Vorderleute indes konnten alles in allem in der zweiten Halbzeit nicht mehr die noch zuvor gesehene Spielfreude und Durchschlagskraft aufbringen. Paderborn mühte sich vor allem in der Defensivarbeit nach Kräften und wurde insbesondere nicht müde, die ballführenden Adlerträger auf den Außenpositionen geschickt zu doppeln und den Spielfluss so entscheidend zu stören. Und so bedeuteten ein feiner Djakpa-Freistoß aus 20 Metern von halbrechts, der den rechten Außenpfosten nur hauchdünn verfehlte (66.) und ein Pfund aus 25 Metern vom kämpferisch starken Matthias Lehmann in die Arme vom sicheren Gästekeeper Kruse (70.) die einzigen nennenswerten Szenen Mitte der zweiten Spielhälfte.
Paderborn, das hinten bei so mancher Aktion auch das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite wusste, bekam sogar noch eine weitere Gelegenheit zum eigenen Treffer: Eine Hereingabe von rechts konnten Nikolov und Schildenfeld im Verbund aber gerade so vor Proschwitz klären (71.).
In der Schlussphase bekam die SGE dann noch zwei Gelegenheiten, um doch noch den herbeigesehnten Führungstreffer zu erzielen. Doch sowohl Gekas, der von Wemmer nach toller Vorarbeit von Jung im letzten Moment den Ball vom Fuß gespitzelt bekam (79.), als auch Anderson mit einem gefährlichen Kopfball knapp neben das Tor (88.) konnten nicht mehr für das erhoffte Erfolgserlebnis sorgen.
So blieb es letztlich beim torlosen 0:0-Unentschieden gegen aufopferungsvoll kämpfende Paderborner. Die Eintracht, die hinten sehr sicher stand, versäumte es über die gesamte Spielzeit lediglich, eine ihrer zahlreichen Torchancen in Zählbares umzumünzen, auch die eingewechselten Offensivkräfte Hoffer, Caio und Matmour vermochten nichts Entscheidendes mehr zu reißen.
Weiterhin ungeschlagen und mit 12 Punkten aus den ersten sechs Saisonspielen steht die Eintracht vor der Länderspielpause respektabel auf dem fünften Tabellenrang. Am Samstag, den 10. September geht die Reise weiter zu Energie Cottbus.
SGE-Trainer Armin Veh nach dem Spiel:
"Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit ordentlich gespielt, aber einfach unsere Chancen nicht genutzt. Wichtig war, dass wir immer unsere Ordnung halten. Paderborn ist nicht einfach zu spielen und dann hat heute einfach der letzte Tick gefehlt. Gerade gegen tief stehende Gegner wäre es wichtig, noch einen großen Stürmer vorne drin zu haben, um einen Abnehmer für Flanken zu haben. Ich denke, unsere Punkteausbeute zu diesem Zeitpunkt ist okay, aber wir haben noch eine lange und schwere Saison vor uns."
| 1 | SpVgg Greuther Fürth |
| 2 | Eintracht Frankfurt |
| 3 | Fortuna Düsseldorf |
| 4 | FC St. Pauli |
| 5 | SC Paderborn |
| 6 | TSV München 1860 |
| 7 | 1. FC Union Berlin |
| 8 | Eintracht Braunschweig |
| 9 | Dynamo Dresden |
| 10 | MSV Duisburg |
| 11 | VfL Bochum 1848 |
| 12 | FC Ingolstadt 04 |
| 13 | FSV Frankfurt 1899 |
| 14 | FC Energie Cottbus |
| 15 | FC Erzgebirge Aue |
| 16 | Karlsruher SC |
| 17 | Alemannia Aachen |
| 18 | Hansa Rostock |