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5. Spieltag (21.08.2011, 13:30 Uhr)
FSV Frankfurt 1899
0 : 4
Eintracht Frankfurt
FSV Frankfurt 1899
  5. Spieltag   2. Bundesliga
Eintracht Frankfurt

Klarer Sieg im Stadtderby gegen "Bornheim"

Vor 50.250 Zuschauern in Frankfurt konnte die Eintracht heute das Stadtderby gegen den FSV - wie zuletzt 1962 - mit 4:0 für sich entscheiden. Die Treffer erzielten Rode (17.), Gekas (31.) und Köhler (40., 89.).

Die Eintracht – zu Gast im „eigenen“ Stadion – musste das Team wegen der Sperre von Alexander Meier umbauen. Ümit Korkmaz durfte daher erstmals in dieser Saison von Anfang an auflaufen; Benjamin Köhler machte für den Österreicher die linke Seite frei und besetzte die zentrale offensive Position hinter Theofanis Gekas. Kapitän Pirmin Schwegler war nach auskurierten Rückenbeschwerden wieder mit dabei, so dass Sebastian Rode wieder rechts im Mittelfeld eingesetzt werden konnte und Karim Matmour auf die Bank verdrängte.

Die erste Gelegenheit bot sich der Eintracht schon nach wenigen Minuten, als man eine Freistoßflanke halbhoch in den Strafraum brachte und Bamba Anderson den Ball mit dem Fuß Richtung lange Ecke verlängerte. Klandt konnte den Ball mit einer sehenswerten Parade um den Pfosten drehen. Nach einer knappen Viertelstunde legte Köhler, der auf der ungewohnten Position in der Anfangsphase viele Akzente setzen konnte, mit einem Flachschuss aus 20 Metern nach. Der Ball strich etwa einen Meter am rechten Pfosten vorbei. Der FSV versteckte sich aber nicht und kam bald darauf durch einen Fernschuss von Cinaz zur ersten richtigen Torgelegenheit. Oka Nikolov legte sich quer in die Luft und wehrte den Ball mit den Fäusten zur Seite ab.

Chancenplus und verdiente Führung für die „Gäste“

Das Spiel nahm nun Tempo auf und die Eintracht als das etwas aktivere Team wurde umgehend belohnt. Korkmaz zog seinen Gegenspieler mit von links nach innen und passte den Ball dann auf außen in den freien Raum in den Lauf des schnellen Constant Djakpa. Der Linksverteidiger schlug die Flanke nah vors Tor, wo Klandt den flachen Ball nur mit Mühe aus dem Fünfer vor die Füße von Sebastian Rode wischen konnte. Rode ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen und zimmerte den Ball halbhoch in die kurze Ecke. Im Gegenzug hätten die Bornheimer fast den Ausgleich erzielt. Nachdem sie den Ball längere Zeit im Strafraum der Gäste behaupten konnten, wurde der Ball an den langen Pfosten verlängert, wo Gueye die Kugel mit dem langen Bein ganz knapp am Pfosten vorbeistocherte. Nikolov knallte bei seiner vorsorglichen Abwehraktion gegen den Pfosten, konnte aber nach kurzer Behandlungsunterbrechung weiterspielen.

Mitte der ersten Hälfte kam die Eintracht zu weiteren Torgelegenheiten. Ein Distanzschuss von Matthias Lehmann ging über das Tor und Köhlers Kopfball nach einer Flanke von Djakpa wurde durch seinen Gegenspieler noch zur Ecke abgewehrt. Der FSV wehrte sich auch weiterhin. Eine Freistoßflanke aus dem Halbfeld verlängerte Gledson an den langen Pfosten, wo Huber den Ball nur um Zentimeter verpasste. Eine halbe Stunde war gespielt, als Gekas – nach einigen Abseitsstellungen zuvor – mal wieder einem Steilpass hinterherjagte und am Strafraumeck im Strafraum vom herausstürmenden Klandt zu Fall gebracht wurde. Trotz heftiger Proteste der Bornheimer entschied Schiedsrichter Dr. Drees auf Strafstoß. Wie üblich legte sich Gekas den Ball selbst zurecht und verwandelte etwas glücklich gegen Klandt, der die Ecke geahnt hatte.

Die Eintracht bleibt hungrig und legt nach

Die Eintracht legte weiter nach. Nach einer schönen Ballstafette über die linke Seite spielte der agile Korkmaz vom Strafraumeck einen Querpass zur Mitte. Rode ließ den Ball klug durch die Beine laufen, um Köhler die Schussgelegenheit zu eröffnen. Der immer anspielbare Spielmacher ließ Klandt keine Chance und platzierte wie schon in Braunschweig einen Rechtsschuss zum 3:0 in die linke untere Ecke. Mit dieser satten Führung, die den Großteil der Zuschauer begeisterte, ging es in die Kabine.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte konnten die Gäste die ersten Akzente setzen. Gekas setzte Klandt zweimal nach Rückgaben aussichtsreich unter Druck und hatte dabei etwas Pech, dass nicht mehr als eine Ecke dabei heraussprang. Anschließend konterte die Eintracht wie aus dem Lehrbuch. Djakpa schlug den Ball genau im richtigen Moment in den Lauf des noch in der eigenen Hälfte befindlichen Köhler, der den Ball am Strafraumeck behauptete, bis die Mitspieler nachgerückt waren. Sein Lupfer auf den völlig freien Gekas wurde abgefangen, doch der Grieche sprintete dem Ball hinterher und hätte aus ganz spitzem Winkel fast seinen zweiten Treffer erzielt, wurde jedoch von der Verteidigung noch entscheidend gestört. Der eingewechselte N’Diaye schoss auf der anderen Seite aus 20 Metern deutlich neben das Tor.

Die bereits entschiedene Partie verflacht etwas

Die nächste Aktion der Eintracht kam – erneut nach starker Ballbehauptung von Köhler – ausnahmsweise über die rechte Seite, wo Rode den in seinem Rücken herangesprinteten Sebastian Jung außen bediente. Dessen flache Hereingabe sollte Gekas finden, wurde jedoch abgefangen. Cinaz hatte auf der anderen Seite nach einer Stunde eine weitere Schussgelegenheit, konnte den Ball aber nichts aufs Tor ziehen. Kurz darauf klärte Djakpa, indem er den eingewechselten Benjamina, der allein auf Nikolov zulief, resolut und fair ablaufen konnte. Das bereits entschiedene Spiel wurde in dieser Phase von beiden Teams nicht mehr mit dem allerletzten Einsatz betrieben.

Mitte der zweiten Hälfte konnte N’Diaye eine flache Hereingabe von Teixeira nicht verwerten, sondern setzte den Ball vom Elfmeterpunkt weit übers Tor. Die Eintracht wollte nun auch wieder zu Torchancen kommen und spielte sich über rechts nach vorne. Gekas legte ab für Köhler, der klug auf Schwegler zurücklegte. Der Schweizer Nationalspieler zog aus spitzem Winkel flach ab, konnte Klandt aber nicht überwinden.

Turbulente Torszenen und ein letzter Treffer in der Schlussphase

Taktische Zwänge spielten nun keine besonders große Rolle mehr, so dass sich auch die Torchancen wieder häuften. Während der FSV in aussichtsreicher Position einen Abwehrspieler der Gäste anschoss, ergab sich auf der anderen Seite nach einem abgeblockten Distanzschuss von Lehmann die Gelegenheit für Rode, von der Torauslinie auf das Tor zuzulaufen. Aus ganz spitzem Winkel wollte er Klandt tunneln, doch der Keeper bekam den Ball noch gerade so zu fassen.

Trainer Armin Veh wechselte nun Dominik Schmidt in seinem ersten Einsatz für die Adlerträger ein. Rode verließ das Feld und Jung rückte eine Position nach vorne. Nun ließen beide Teams beste Torgelegenheiten aus: Nikolov, Gordon Schildenfeld und Anderson mussten in höchster Not gegen mehrere Schüsse der Gastgeber klären, während auf der anderen Seite Gekas aus zentraler Position seinen Gegenspieler anschoss. Die Eintracht versäumte es in dieser Phase, ihre in der Anlage eigentlich hervorragenden Kontergelegenheiten sauber auszuspielen. Dann aber wurde kurz vor dem Ende Jimmy Hoffer für Gekas eingewechselt und bereitete mit seiner ersten Aktion gleich das 4:0 vor. Zunächst erlief er einen Steilpass von Jung – auch weil Klandt nach seinen Erfahrungen mit Gekas in der ersten Hälfte lieber im Kasten blieb. Dann passte er flach in die Mitte, wo der völlig freie Köhler aus 2 Metern nur noch einschieben musste.

Die Eintracht setzt sich damit oben fest und kann aus den letzten 6 Zweitligaauswärtsspielen eine weiße Weste mit 6 Siegen und 21:2 Toren vorweisen!

(Alexander Kolz)

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

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