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4. Spieltag (15.08.2011, 20:15 Uhr)
Eintracht Frankfurt
1 : 1
Fortuna Düsseldorf
Eintracht Frankfurt
  4. Spieltag   2. Bundesliga
Fortuna Düsseldorf

Zwei engagierte Teams schenken sich nichts

Vor 42.000 Zuschauern hat die Eintracht heute gegen Fortuna Düsseldorf ihre Serie ungeschlagener Spiele ausbauen können. Nach Treffern von Jung (3.) und Beister (54.) endete das Spitzenspiel, in dem Meier wurde kurz vor dem Ende mit gelb-rot vom Feld gestellt wurde, 1:1 (1:0).

Die Eintracht musste die Sieger-Aufstellung des letzten Spiels in Braunschweig wegen der Verletzung von Kapitän Pirmin Schwegler auf einer Position verändern. Sebastian Rode rückte neben Matthias Lehmann ins zentrale Mittelfeld. Karim Matmour übernahm dafür die Position auf der rechten Seite.

Furiose Anfangsphase

Wie zuletzt in Braunschweig startete die in diesem Jahr in der Anfangsviertelstunde bisher so ungefährliche Eintracht gleich durch und konnte eine frühe Führung vorlegen. Alexander Meier spielte den Ball mit viel Übersicht raus auf die linke Position zu Benjamin Köhler, der eine Flanke antäuschte, den Ball dann aber sehr überraschend aus spitzem Winkel direkt aufs Tor zog. Ratajczak ließ sich auf dem falschen Fuß überraschen und brachte nur gerade so noch eine Hand an den Ball. Den Abpraller verwertete der mit nach vorne gesprintete Sebastian Jung, der sich im Kopfballduell durchsetzte und über den Schlussmann zur Führung einköpfte. Nur wenig später war Theofanis Gekas schon auf dem Weg zum 2:0, als Lukimya-Mulongoti den Ball mit einem bösen Ausrutscher preisgab und dem Griechen so den freien Weg allein aufs Tor ermöglichte. Ratajczak kam weit heraus, ahnte, dass der Angreifer den Ball vor dem Abschluss zunächst an ihm vorbeilegen wollte, und warf sich auf den Ball.

Düsseldorf findet ins Spiel

Fast hätten die in der Anfangsviertelstunde ganz deutlich überlegenen Gastgeber für diese vergebene Chance umgehend büßen müssen. Die Fortuna kam erstmals vor das Gehäuse von Oka Nikolov und konnte eine unübersichtliche Situation im Strafraum zum Abschluss nutzen. Der Flachschuss von Bröker aus 13 Metern strich jedoch knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Gäste waren nun wacher und blieben dran, ließen jedoch eine weitere gute Einschussgelegenheiten ungenutzt. Unter anderem setzte Rösler einen Freistoß aus zentraler Position etwa 20 Meter vor dem Tor knapp über den Kasten. Mitte der ersten Hälfte musste man mittlerweile von einer ausgeglichenen Begegnung sprechen.

Erst nach gut 25 Minuten setzte die vorwiegend über die linke Seite angreifende Eintracht wieder ein Ausrufezeichen. Erneut legte Meier den Ball wie bei der Entstehung des Führungstreffers mit Übersicht auf links in den Lauf von Köhler, der an den langen Pfosten flankte. Matmour nahm den Ball mit vollem Risiko aus der Luft und zimmerte ihn über den Kasten. Als nächstes prüfte Lambertz Nikolov mit einem fulminanten Schuss aus spitzem Winkel. Der Routinier zwischen den Pfosten der Frankfurter ließ sich nicht überraschen und lenkte den Ball zur folgenlosen Ecke. In einem keineswegs unansehnlichen und von beiden Seiten recht flott geführten Spitzenspiel blieben aufgrund einiger Ungenauigkeiten im Spielaufbau anschließend die ganz gefährlichen Torszenen bis zur Pause aus.

Verdienter Ausgleich für die Gäste

Die zweite Hälfte begann mit einer Schrecksekunde für die Adlerträger, denn die Fortuna erkämpfte sich den Ball früh und konnte Beister einsetzen, der frei vor dem herausgeeilten Nikolov stand und den Ball aus 20 Metern über den Kasten löffelte. Der starke Beister war es dann auch, der knapp 10 Minuten nach der Pause erneut alleine vor Nikolov auftauchte und dem Frankfurter Schlussmann mit einem harten Flachschuss von der Strafraumgrenze keine Chance ließ. Die Gäste legten nach und waren gegen eine kurzzeitig verunsicherte Heimelf zunächst das gefährlichere Team.

Die Eintracht kämpfte sich jedoch zurück ins Spiel und kam durch einen zur Ecke abgefälschten Schuss von Köhler nach etwa einer Stunde zu einer vor allem psychologisch wichtigen Torgelegenheit. Mit Jimmy Hoffer, der unter der Woche für Österreich getroffen hatte, brachte Trainer Armin Veh nun einen frischen Angreifer und ließ sein Offensivpersonal rotieren. Meier kam nun über links, Rode besetzte die rechte Seite. Auf der „6“ ersetzte ihn Köhler, während Hoffer neben Gekas als zweite Spitze agierte.

In der Schlussoffensive fehlen das Glück und die letzte Präzision

Die Schlussoffensive der Hessen begann mit einer Ecke von Jung, die Bamba Anderson mustergültig mit dem Kopf erwischte. Für den bereits geschlagenen Ratajczak musste ein Feldspieler auf der Linie retten. Kurz darauf streckte Lukimya-Mulongoti seinen Gegenspieler Hoffer im Strafraum im Kampf um den Ball mit dem Ellenbogen nieder, doch auch im zweiten Spiel in Folge blieb den Adlerträgern der fällige Strafstoß versagt. Die Eintracht rannte weiter an und zwang dem Gegner nun wieder ihr Spiel auf. Hoffer legte mit einem sehenswerten Drehschuss nach, scheiterte aber am Keeper.

Eine Riesenchance ergab sich dann wieder für Gekas. Nach einem langen Ball von Djakpa verlängerte Hoffer den Ball mustergültig in den Lauf des Griechen, der den Ball mit der Brust am Gegenspieler vorbeilegte und frei vor dem Torwart knallhart abzog. Ratajczak reagierte stark und konnte den Ball mit einem Reflex zur Ecke lenken. Als Meier in der Schlussphase für einen Zusammenstoß mit seinem Gegenspieler des Feldes verwiesen wurde, wurde klar, dass die Eintracht den Sieg nicht mehr würde erzwingen können. Auch der Fortuna gelang auf der anderen Seite nichts mehr, so dass es bei einem Remis im Spitzenspiel blieb.

Das Unentschieden ist letztlich aufgrund der von beiden Seiten mutig und engagiert geführten Begegnung das gerechte Resultat. Beide Mannschaften bleiben ungeschlagen – Düsseldorf sogar in nunmehr 12 Pflichtspielen – und können sich in der erweiterten Spitzengruppe halten.

(Alexander Kolz)

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

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