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31. Spieltag (14.04.2012, 13:00 Uhr)
Eintracht Frankfurt
4 : 0
FC Erzgebirge Aue
Eintracht Frankfurt
  31. Spieltag   2. Bundesliga
FC Erzgebirge Aue

Der nächste Schritt: Souveräner 4:0 Sieg

In einer einseitig geführten Partie ging die Frankfurter Eintracht am Samstagmittag als Sieger hervor. Die Hessen schlugen die Gäste aus Aue vor 46.600 Zuschauern mit 4:0 (2:0). Die Tore erzielten Meier (28.), Kittel (44.), Jung (54.) und Köhler (83.).

Im Vergleich zum 1:1 am vergangenen Mittwoch hat Eintracht-Trainer Armin Veh zwei Änderungen in der Startformation vorgenommen, wonach Matmour und Kittel für Hoffer und Köhler begannen. Dies hatte auch eine taktische Veränderung in der Offensive zur Folge: Während Veh hinten mit zwei 6ern vor der Viererkette spielen ließ, bildete er mit Matmour, Meier und Kittel ein starkes Offensivbollwerk hinter der Sturmspitze Idrissou.

Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste nach einem Kommunikationsfehler in der Abwehr. Hochscheidt schnappte sich das Leder und lief Richtung Tor von Nikolov, doch Schildenfeld konnte den Schuss noch zur Ecke abblocken (5.). Diese überraschende Szene sollte zunächst auch die einzige der Gäste bleiben, denn fortan spielte nur noch die Eintracht.
Nachdem Andersons Kopfball noch wenig gefährlich am Tor der Auer vorbeiflog (9.) und Idrissous Kopfball in den Armen von Männel landete (14.), kamen die Hausherren richtig in Fahrt und häuften ihre Chancen an. Denn auch Meier versuchte sich nach toller Vorlage von Butscher mit einem Kopfball, den er nur knapp links neben das Lattenkreuz setzte (15.). In der 21. und 22. Minute war Meier dann wieder gleich zwei Mal beteiligt. Zunächst landete sein Seitfallzieher in den Armen von Männel und kurz darauf versuchte er es auf der linken Seite aus kurzer Distanz, Männel klatschte ab, das Leder prallte an dem vor ihm stehenden Idrissou, doch Männel blieb aufmerksam und konnte den Ball dann sichern.

Meier belohnte seine Arbeit

Beinah folgerichtig war es dann auch, dass Meier sich und seine Mannschaft für die bis dato geleistete Mühe mit einem Tor belohnte (28.). Aus der eigenen Hälfte schlug Schildenfeld einen langen Freistoß an des Gegners Strafraumgrenze genau in den Fuß des 29-Jährigen, der den Ball perfekt aus der Luft holte und mit einer Grätsche zur 1:0 Führung vollstreckte. Die Nummer 14 war dann auch an dem 2:0 beteiligt. Gefühlvoll spielte er einen Pass aus der Luft in den Strafraum, wo Kittel gestartet war und volley mit der Innenseite das Leder in die Maschen beförderte (44.).
Zwischenzeitlich hatte die Eintracht noch weitere Torchancen, doch Butschers Schuss stellte Männel vor keine Probleme (25.) und Rodes Schuss flog am linken Pfosten vorbei (33.).

So gingen die Frankfurter mit einer souverän gespielten Dreiviertelstunde in die Halbzeit. Neben der Vielzahl an Torchancen gab es in der ersten Hälfte noch Aufregung in der 12. Minute als Meier eine Unkonzentriertheit von Rau nutzte, ihm den Ball abluchste und rechts in den Strafraum eindrang, dort aber vom Auer mit einem Trikotzieher zu Fall gebracht wurde. Der bis auf diese eine Szene ordentlich leitende FIFA-Schiedsrichter Meyer beurteilte die Szene jedoch anders und ließ weiterlaufen.

Unverändert aus der Pause

Veh schickte seine Mannschaft unverändert in die zweite Halbzeit und beinah hätte sich Meier schon wieder in die Torschützenliste eingetragen. Sein Kopfball nach einer Ecke von Schwegler prallte allerdings an den rechten Torpfosten (50.). Auch Idrissous Kopfball nach einer weiteren Ecke drei Minuten später stellte sich als gefährlich heraus und wurde vor der Linie geklärt. In der 54. Minute hat es dann tatsächlich geklingelt. Rode spielte mit gutem Auge aus dem Halbfeld auf den rechts in den Strafraum gestarteten Jung, der den Ball unter Kontrolle bringen musste, ihn sich vor dem Torhüter noch einmal quer legte und dann auf 3:0 erhöhte.
Und die Eintracht hörte nicht auf: Meiers Schuss ging knapp links am Torpfosten vorbei (61.), Jungs abgefälschter Schuss knapp rechts (67.). Auch Matmour wollte sich in den Reigen der Torschützen einreihen als die Eintracht nach einer Ecke einen schnellen Konter über die linke Seite mit Kittel fuhr, der bediente im Strafraum den in der Mitte besser postierten Algerier, dessen Schuss Männel mit einer Glanzparade zur Ecke abwehrte (70.).

Ab der 75. Minute schwappte dann auf der Tribüne minutenlang die Welle durch das gut gefüllte Rund der Commerzbank Arena mit begleitenden Gesängen „Nie mehr 2. Liga.“. In der 83. Minute erzielte der erst acht Minuten zuvor für Matmour eingewechselte Köhler ein richtig schönes Tor: Einen Freistoß 22 Meter vor dem Tor aus zentraler Position schlenzte der gebürtige Berliner ins rechte obere Eck zum 4:0 und ließ Männel damit keine Chance.

Frankfurter Schlussmann nahezu beschäftigungslos

Nikolov musste in der 2. Halbzeit lediglich ein einziges Mal wirklich eingreifen als er eine Ecke aus dem Strafraum faustete (69.). Der Schuss aus zweiter Reihe von Kocer zehn Minuten später erforderte kein Eingreifen des Odenwälders, da der Ball knapp am rechten Pfosten vorbei zischte.

Die Adlerträger zeigten mit diesem eindrucksvollen 4:0, dass der Weg nur in eine Richtung zeigt: 1. Bundesliga. Die Gäste aus Aue hatten so gut wie keine Chance und wurden von der Eintracht ausschließlich in die eigene Hälfte gedrückt. Die Frankfurter gewannen ihr Heimspiel auch in der Höhe verdient und können dank des herausragenden Torverhältnisses eigentlich gar nicht mehr auf Platz 4 abrutschen. Dieser Platz wird von St. Pauli belegt, die neun Punkte und 25 Tore weniger erzielt haben. Einziger Wermutstropfen des heutigen Sieges war die gelbe Karte für Schwegler in der 47. Minute, der damit das fünfte Mal den Karton sah und deshalb nächsten Montag beim Auswärtsspiel in Aachen nur zuschauen darf (23.04.2012, 20:15 Uhr).

(André Eichhorn)

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

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