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3. Spieltag (07.08.2011, 13:30 Uhr)
Eintracht Braunschweig
0 : 3
Eintracht Frankfurt
Eintracht Braunschweig
  3. Spieltag   2. Bundesliga
Eintracht Frankfurt

Klarer und verdienter Sieg in Braunschweig

Frankfurt hat heute vor 24.000 Zuschauern in Braunschweig den 5. Zweitligaauswärtssieg in Folge (bei 17:2 Toren) gefeiert. Beim 3:0 (1:0) trafen Köhler (3.) und Meier (83., 85.). Meier hat damit von den letzten 10 Zweitligaauswärtstoren der Eintracht 8 erzielt.

Bereits beim Pokalspiel in Halle kam Frankfurts Neuzugang Bamba Anderson zum Einsatz und durfte heute erstmals für die Adler das Trikot in der zweiten Bundesliga überstreifen. Eine Liga, die er aus seiner Düsseldorfer Zeit 2009/10 bestens kennt und am Ende der damaligen Saison sogar vom Sportmagazin „Kicker“ zum besten Abwehrspieler ausgezeichnet wurde.
Oka Nikolov gab Trainer Armin Veh ebenfalls das Vertrauen und zog ihn Neuzugang Thomas Kessler vor. Eintracht-Trainer Veh äußerte sich vor der Partie: „Wir haben zwei gute Torhüter und die Leistung von Nikolov unter der Woche hat einfach überzeugt.“ Auch die Ruhe, die das Frankfurter Urgesteins ausstrahlt, sprach laut Veh für seine Nominierung. Ebenfalls zählte Gekas erstmals in dieser Zweitligasaison zur Startformation - hatte sich der Grieche doch mit seinen zwei entscheidenden Toren im Pokal empfohlen. Insgesamt gab es im Vergleich zur letzten Woche nur eine Veränderung: Schwegler durfte nach seiner Rotsperre im Pokal für Fenin ran.

Starker Auftakt der Frankfurter

Die Hessen begannen rasant. Nach einem schönen öffnenden Pass zu Köhler auf die linke Außenbahn zog der Linksfuß in die Mitte, suchte Rode an der Strafraumgrenze, dieser spielte unmittelbar den Doppelpass und forderte Köhler mit dem rechten Fuß, der diese Aufgabe hervorragend annahm und ins rechte untere Eck vollstreckte (3.). Keine 60 Sekunden später kam eine Flanke von der rechten Seite, die Gekas aus fünf Metern per Kopf im Netz unterbrachte. Doch Schiedsrichter Dingert wollte hierbei ein Foul am gegnerischen Torwart gesehen haben und erkannte das eigentlich reguläre Tor ab, da sich Petkovic bei der Flanke schlichtweg verschätzt hatte. Die hessische Eintracht kombinierte weiterhin sehenswert und zeigte weiterhin Gefahr mit Distanzschüssen von Djakpa (5.) und Schildenfeld (6.).
In der 13. Minute sorgte Köhler wieder für einen „Aha“-Effekt, als er passgenau auf Gekas flankte, der aus guter Position jedoch vorbei köpfte. Zwei Minuten später kamen die Gastgeber zur ersten Chance, als sie nach einem guten Tackling an der Mittellinie einen schnellen Konter fahren konnten, doch Zimmermann scheiterte aus kurzer Distanz am reaktionsschnellen Nikolov, der das Leder auf die Latte beförderte.
In der Folge war die Frankfurter Eintracht wieder drauf und dran, das Ergebnis weiter auszubauen, doch Gekas köpfte nach Köhler-Flanke an die Querlatte (25.), Meier prüfte Petkovic mit einer Bogenlampe (34.) und Djakpa schoss nur Zentimeter am linken Torpfosten vorbei (41.). Lediglich der Braunschweiger Kumbela hatte zwischenzeitlich die zweite Chance für die Gäste, doch seinen Schuss aus der Drehung hielt Nikolov sicher.
Für die zweite Fehlentscheidung des Tages sorgte Schiedsrichter Dingert kurz vor der Pause. Meier wurde im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht, doch der Unparteiische ließ weiterlaufen.

Die Frankfurter gaben auch zur zweiten Halbzeit den Ton an, wenngleich die Braunschweiger etwas besser ins Spiel fanden. Dennoch gab es die erste Großchance abermals für die Frankfurter: Gekas lupfte technisch perfekt in der 58. Minute mit dem rechten Fuß das Leder über seinen Gegenspieler, zog dann mit links volley ab und scheiterte an einer Parade des Braunschweiger Torhüters. In der 62. Minute nutzte Köhler einen Fehler in der Braunschweiger Abwehr, stand ganz frei vor Petkovic, wollte quer auf Gekas legen, doch Petkovic roch den Braten und lenkte das Leder zur Ecke. Die Partie flachte nun etwas ab.
In der 71. Minute probierte es Kumbela mit einem Distanzschuss, der von Nikolov mit einem Spitzenreflex pariert wurde. Fünf Minuten zuvor hatte der Odenwälder bereits seine Wachsamkeit bewiesen, als er bei einem langen Pass in die Spitze rechtzeitig aus dem Tor eilte und den Ball abfing.

Matmour-Meier-Doppelschlag brachte Entscheidung

Der eingewechselte Matmour sorgte mit seinem guten Einsatz dann binnen zwei Minuten für einen Doppelpack. Zunächst setzte er sich an der rechten Strafraumgrenze durch und sah dann im Rückraum Meier, den er hoch anspielte. Dieser vollendete mit einem Flugkopfball zum 2:0 (83.). Nur zwei Minuten später spielte Köhler hervorragend in die Gasse zu Matmour, der bis an die Grundlinie lief und erneut Meier im Rückraum der Abwehr sah. Dieses Mal spielte er ihn flach an. Meier schoss gegen den Lauf von Petkovic und erhöhte auf 3:0.
In der 89. Minute wäre es fast zum Ehrentreffer gekommen, doch Kruppke geriet in Rücklage und beförderte das Leder aus kurzer Distanz über das Tor.

Die Hessen bleiben damit auch im dritten Zweitliga- bzw. vierten Pflichtspiel ungeschlagen und rücken dank des Sieges auf den 2. Tabellenplatz vor. Somit kommt es am 4. Spieltag in Frankfurt zum Topspiel, wenn mit Düsseldorf der derzeitige Tabellenführer zu Gast ist (Montag, 15.08.2011, 20:15 Uhr).

Stimmen zum Spiel

Oka Nikolov:
„Ich bin froh, dass ich spielen darf, dass wir heute hier 3:0 gewonnen und drei wichtige Punkte mitgenommen haben. Das Geheimnis für den Erfolg war, dass wir gut standen und nicht viel zugelassen haben. Natürlich kann man nicht bei einem Auswärtsspiel keine Chance zulassen. Und vorne haben wir dann unsere Torchancen rein gemacht.“

Eintracht-Trainer Armin Veh:
„Von der ersten Minute an haben wir richtig gut Fußball gespielt, haben richtig gepresst und uns Torchancen herausgespielt. Wir haben heute hinten sehr gut und kompakt gestanden. Es hat Spaß gemacht zuzuschauen. Ich habe Gekas gesagt, dass es wichtig ist, dass er viel läuft für uns. Wir brauchen Stürmer, die vorne auch attackieren, die auch mithelfen. Im Fußball heutzutage kannst du es dir nicht mehr leisten, dass du vorne nur einen stehen hast, der darauf wartet, Tore zu machen. Das hat er gemacht und hatte es schon im Training angedeutet, deshalb hat er auch gespielt.
Das vermeintliche 2:0 von Gekas war ein klares Tor. Für mich war es ein Rätsel, weshalb der Schiedsrichter das abgepfiffen hat. Es war kein Foulspiel und wir hätten es mit dem 2:0 leichter gehabt. Solange es nur 1:0 steht, hat der Gegner immer noch die Möglichkeit, auszugleichen und zurück zu kommen. Aber der Schiedsrichter hat es anders gesehen.“

(André Eichhorn)

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

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