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Die Frankfurter Eintracht gewann ihr Heimspiel gegen den VfL Bochum vor 39.300 Zuschauern mit 3:0 (3:0). Alle drei Treffer fielen in der ersten Halbzeit durch Idrissou (18.), Meier (32.) und Hoffer (35.).
In der Startaufstellung musste Eintracht-Trainer Armin Veh heute zwangsweise eine Änderung vornehmen. Sebastian Rode meldete sich bereits am vergangenen Mittwoch mit einer Mandelentzündung ab. Für ihn startete Sonny Kittel, der damit in dieser Saison sein Startelfdebüt gab. „Den Einsatz hat er sich auf Grund seiner Trainingsleistungen verdient“, sagte Veh vor der Partie. Bei den restlichen zehn Positionen vertraute er auf dieselben Spieler, wie beim 4:0 Auswärtssieg gegen Union Berlin.
Die erste Chance des Spiels gehörte den Bochumern nach nicht einmal 60 Sekunden. Ein Eckball von der rechten Seite setzte Maltritz mit dem Kopf hauchdünn am rechten Torpfosten vorbei. Nur drei Minuten später prüfte Köhler Luthe auf der Gegenseite, doch der Bochumer Schlussmann wehrte den gefühlvoll getretenen Freistoß zur Seite ab. Die nächste Möglichkeit hatte Idrissou, dessen Flugkopfball links am Tor vorbei segelte (13.). Der zweite Versuch Idrissous klatschte aus kurzer Distanz an die Unterlatte, allerdings war die Szene noch nicht beendet, da spielte Kittel an der Strafraumgrenze volley auf den Kameruner, der mit dem Kopf zur 1:0 Führung vollstreckte (18.).
Der VfL zeigte sich nicht eingeschüchtert und versuchte weiterhin, die Gastgeber zu ärgern, doch weder der Freistoß von Toski einen Meter über das Tor (26.), noch das Schüsschen von Ginczek in Nikolovs Arme waren zwingend (28.).
Stattdessen stachen die Hausherren gleich doppelt zu. Eine Flanke von Hoffer von der linken Seite verlängerte der Bochumer Maltritz unfreiwillig in Richtung Meier, der diese mit dem Rücken zum Tor stehend technisch perfekt aus der Luft annahm, sich um die eigene Achse drehte und das Leder zum 2:0 in die Maschen hämmerte (32.). Nur drei Minuten später beförderte Djakpa eine bereits geklärte Ecke in den Strafraum, wo sich Hoffer freikämpfte und aus fünf Metern Torentfernung mit dem Kopf auf 3:0 erhöhte. Luthe streckte sich vergeblich. Der Anschlusstreffer wäre fast nur eine Minute später gefallen. Inui tauchte auf einmal völlig frei halblinks vor dem Tor auf, überwand Nikolov mit seinem Flachschuss, aber nicht den rechten Torpfosten, von wo der Ball zurück ins Spielfeld prallte.
In der 45. Minute bewies Nikolov volle Wachsamkeit, als ein Pass in den Strafraum in Inuis Beine gespielt wurde, aber der Odenwälder dem Japaner das Leder noch vor den Füßen abluchsen konnte und damit das „zu null“ zur Pause sicherte.
Die zweite Halbzeit plätscherte lange vor sich hin. Die Hessen tauchten zwar zeitweise am Strafraum der Gäste auf, kamen aber zu keiner großen Torgelegenheit. Gleiches auf der anderen Seite bei den Bochumern. So blieb es eine unspektakuläre Spielhälfte, die lediglich in drei Situationen für Abwechslung sorgte. Einmal als Ginczek völlig frei vor Nikolov, der fast an der Strafraumgrenze stand, auftauchte. Der Stürmer das Leder jedoch weit neben das Tor lupfte. Das andere Mal in der 89. Minute als Sinkiewicz’ Kopfball nach einer Ecke knapp über den Querbalken flog.
Zwischenzeitlich hätte die Eintracht in der 81. Minute auf 4:0 erhöhen können, doch statt den besser postierten Matmour zu bedienen, versuchte es Hoffer selbst und schoss weit über das Tor.
So endete dieser Freitagabend mit einem zu keinem Zeitpunkt gefährdeten Sieg. Die zweiten 45 Minuten gehörten zwar zu den weniger ansehnlichen in dieser Saison, dennoch darf nicht außer Acht gelassen werden, dass die Defensive bis auf zwei Möglichkeiten nichts mehr vor dem Tor zuließ.
Mit diesem fünften Sieg in Folge marschiert die Frankfurter Eintracht weiter in Richtung Bundesliga. Mit nunmehr 61 Punkten rückt man vorerst bis Samstag auf den 1. Tabellenplatz vor und ist kommenden Samstag beim MSV Duisburg zu Gast (07.04.2012, 13:00 Uhr).
Bochum-Trainer Andreas Bergmann: "Unterm Strich steht ein klar verdienter Sieg für die Eintracht. Wir haben in der ersten Halbzeit, gerade in den ersten 20 Minuten, aus einer guten Ordnung gespielt. Dort hat uns etwas Fortune gefehlt. Maltritz köpft nach 60 Sekunden nach der Ecke nur ganz knapp am Tor vorbei. Auch das 1:0 hat uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht völlig umgehauen. Dann fangen wir innerhalb von drei Minuten durch Unaufmerksamkeiten zwei Gegentore und es steht plötzlich 3:0. In unserer jetzigen Verfassung tut das Ergebnis natürlich besonders weh und im Moment haben wir auch nicht die Wucht, dagegen anzuhalten. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir erstmal versucht, Schlimmeres zu vermeiden und aus einer gewissen Sicherheit, die man sich dann wieder erarbeitet, nach vorne zu spielen. Auch heute hatten wir zwei große Tormöglichkeiten. Einmal der Pfostenschuss von Taka kurz vor der Halbzeit und im zweiten Durchgang die Chance von Ginczek, als er alleine vor dem Tor ist und den Heber daneben setzt. Der Mannschaft hätte ein Tor in den Situationen sicherlich gut getan. Wir müssen uns jetzt auf die nächsten wichtigen Spiele konzentrieren. Heute muss man zugeben, dass wir insgesamt chancenlos waren."
Eintracht-Trainer Armin Veh: "Ich sehe es genauso wie mein Kollege Bergmann, da gibt es nichts hinzuzufügen. Wir haben für den Sieg gearbeitet. Wie man gesehen hat, hat uns das Montagsspiel schon noch etwas in den Knochen gehangen. Die Spritzigkeit war nicht ganz so da. Wichtig war, dass wir die Tore gemacht haben. Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir Chancen, das Ergebnis noch zu erhöhen. Aber wir sind nicht so vermessen zu sagen, dass wir immer 4:0 oder 6:0 gewinnen müssen. Außerdem wollten wir hinten stabil stehen und nicht in einen Konter hineinlaufen. Das haben wir geschafft."
Sonny Kittel: "Ich denke, wir haben ein gutes Spiel gemacht. Für mich war es ein schönes Gefühl von Anfang an aufzulaufen und 90 Minuten durchzuspielen. Beim Tor von Mo wollte ich eigentlich auf das Tor schießen, aber am Ende war es ein guter Pass."
Pirmin Schwegler: "Wir haben da weitergemacht, wo wir in Berlin aufgehört haben. So war der Sieg wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Die Toren fielen heute zum richtigen Zeitpunkt. Auch in den kommenden sechs Spielen wollen wir nicht mehr locker lassen und es bis zum Ende durchziehen."
(André Eichhorn)
| 1 | SpVgg Greuther Fürth |
| 2 | Eintracht Frankfurt |
| 3 | Fortuna Düsseldorf |
| 4 | FC St. Pauli |
| 5 | SC Paderborn |
| 6 | TSV München 1860 |
| 7 | 1. FC Union Berlin |
| 8 | Eintracht Braunschweig |
| 9 | Dynamo Dresden |
| 10 | MSV Duisburg |
| 11 | VfL Bochum 1848 |
| 12 | FC Ingolstadt 04 |
| 13 | FSV Frankfurt 1899 |
| 14 | FC Energie Cottbus |
| 15 | FC Erzgebirge Aue |
| 16 | Karlsruher SC |
| 17 | Alemannia Aachen |
| 18 | Hansa Rostock |