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Die Auswärtsstärke der Adlerträger ist zurück: Vor 13.300 Zuschauern konnte die Eintracht heute in Rostock mit 5:1 (2:0) gewinnen. Bei einem Gegentreffer von Müller (63.) trafen für Frankfurt Köhler (13.), Schildenfeld (42.), Kittel (77.), Rode (84.) und Idrissou (87.).
Eintracht-Trainer Armin Veh startete beim Auswärtsspiel in Rostock taktisch so, wie er die zweite Halbzeit vergangene Woche beim 1:0 Sieg gegen Cottbus begonnen hatte: Mit einem 4-4-2-System und einer Raute im Mittelfeld. Personell nahm er deshalb auch entsprechende Änderungen vor. Djakpa begann für Butscher, Schildenfeld für Amedick und Idrissou für Lehmann. Gesundheitsbedingt musste Veh auf Matmour und Korkmaz verzichten, weshalb Caio das erste Mal seit dem 20. Spieltag wieder in den Kader rückte.
Die Gäste aus Frankfurt gingen konzentriert in die Partie und versuchten mit einem konsequenten Direkt- und Kurzpassspiel die tief stehenden Rostocker zu überwinden, obwohl die Hanseaten auf dem Tableau mit zwei aufgebotenen Stürmern nicht vollkommen Defensiv in die Partie gingen. So war die Ballbesitzverteilung von 75% zu 25% nach zehn gespielten Minuten wenig überraschend.
Mit dem ersten richtigen Angriff gingen die Hessen in der 13. Minute dann auch in Führung. Ein langer Pass aus dem Mittelfeld von Anderson fand Jung, welcher sich hervorragend in den Rücken seines Rostocker Gegenspielers schlich, freistehend im Strafraum den Ball gekonnt aus der Luft holte, diesen quer legte, wo Köhler direkt ins lange linke Eck zum 1:0 vollstreckte.
Kurz darauf versuchte es Meier mit einem Distanzschuss, welcher allerdings keine Gefahr für des Gegners Tor bedeutete (16.). Auf einmal drehte sich das Blatt und die Rostocker fanden in die Partie. Das erste Mal in der in der 23. Minute als Jännickes Schuss knapp über die Querlatte flog. Drei Minuten später blockte Anderson einen Schuss von Mintal ab, erneut kam Jännicke in Ballbesitz und prüfte Nikolov mit einem Schuss aus 20 Metern. In der 34. Minute hätte sich die Eintracht fast selbst den Ausgleich eingeschenkt. Ein Eckball von der rechten Seite drehte sich gefährlich zum Tor hin, Nikolov hatte Probleme beim Abfangen des Leders, welches ihm aus den Händen in Richtung Torlinie glitt, doch glücklicherweise war Köhler auf der Linie zur Stelle und verhinderte Schlimmeres.
Kurz vor der Pause dann die Überraschung. Nach einer Standardsituation stach die Eintracht das zweite Mal zu. Köhlers Eckball von der linken Seite köpfte Schildenfeld vom kurzen Fünfmetereck ins lange Toreck, wo sich das Leder nach einer Bogenlampe über Torwart Müller zum 2:0 senkte (42.)
Die Gastgeber zeigten sich nach dem Seitenwechsel unbeeindruckt von der Frankfurter Führung und so tauchte Jännicke in der 47. Minute frei am kurzen Eck vor Nikolov auf, doch der Odenwälder gewann das Duell aus kurzer Distanz. Nur fünf Minuten später landete das Leder zufällig vor den Füßen Borgs, doch erneut war Nikolov Sieger des direkten Duells.
In der 59. Minute kam die Eintracht schnell über die linke Seite mit Djakpa, dessen Hereingabe wurde von Meier direkt verwertet, ging allerdings knapp neben den Pfosten. Die beiden sorgten nur eine Minute später auch für die nächste Möglichkeit. Nach einem Doppelpass mit dem Ivorer im Strafraum tauchte Meier frei vor Müller auf, welcher das Leder zur Ecke klären konnte.
Auf der anderen Seite kamen dann die Rostocker wieder zu einer Möglichkeit. Mintal gelang nach einem Freistoß in Ballbesitz, sein Schuss aus 15 Metern klatschte zunächst noch an den Pfosten, landete von dort vor Robert Müllers Füßen, der die Nachschusschance nutzte und das Leder zum 1:2 Anschlusstreffer ins Netz beförderte. Fortan gewann die Partie an Spannung und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Die Rostocker riskierten mehr, wodurch die Eintracht mehr Raum gewann. Kittel, der zur Pause für Hoffer eingewechselt worden war, scheiterte zunächst aus spitzem Winkel an Müller (72.), genauso wie auch Meier nur zwei Minuten später.
In der 77. Minute wurde der alte Abstand aber wiederhergestellt. Wieder einmal war es Köhler, der mit seiner gefühlvollen Flanke auch am dritten Treffer beteiligt war. Diese fand in Kittel seinen Abnehmer, der das Leder dieses Mal aus spitzem Winkel durch die Hosenträger Müllers zum 3:1 unterbrachte. In der 81. Minute dann beinah wieder der Anschlusstreffer, doch Borgs Schuss von der linken Seite flog gegen die Latte.
Dies war die letzte Chance der Gastgeber, die fortan die Gäste zum fröhlichen Scheibenschießen einluden, weshalb die Eintracht in der 84. Minute den Sack endgültig zumachte: Meier verlängerte einen hohen Ball mit dem Kopf auf Idrissou, der legte ebenfalls mit dem Kopf im Strafraum auf Rode ab, welcher vollkommen frei vor Müller die Nerven behielt und das 4:1 markierte.
Während kurz darauf Meiers gefühlvoller Schuss noch rechts am Pfosten vorbei segelte (86.), gelang es Idrissou eine Minute später besser. Der kurz zuvor eingewechselte Butscher kam links ganz frei in den Strafraum, legte quer auf den Kameruner, welcher das 5:1 erzielte. Das halbe Dutzend wurde dann aber nicht mehr voll gemacht, weil Kittels Schuss von der Strafraumgrenze verzog.
So siegte die Eintracht im Ergebnis am Ende vielleicht einen Treffer zu hoch, aber keinesfalls unverdient beim FC Hansa Rostock und sicherte damit nicht nur drei Punkte sondern auch weitere wichtige Tore für den Aufstiegskampf.
Bereits am kommenden Freitag bestreiten die Hessen ihr nächsten Spiel, Dynamo Dresden wird zu Gast in der Commerzbank Arena sein (16.03.2012, 18:00 Uhr).
Benjamin Köhler:
„Das Spiel war nicht so einfach, wie das Ergebnis aussagt. Wir sind zwar relativ früh in Führung gegangen, aber die Rostocker haben gut dagegen gehalten. Wir haben phasenweise zu viele Torchancen zugelassen, aber am Ende hat sich wieder unsere individuelle Klasse durchgesetzt.“
Armin Veh:
„Das Ergebnis ist sicher höher ausgefallen, als es der Spielverlauf hergegeben hat. Es war für uns nicht leicht, weil Rostock sehr tief gestanden hat und der Platz nicht leicht zu bespielen war. Sehr wichtig für uns war, dass wir die erste Chance direkt zum 1:0 genutzt haben. In der 2. Halbzeit haben wir im Prinzip zunächst nur verwaltet, weshalb Hansa noch einmal gekommen ist. Dann wird’s natürlich noch mal eng, wenn es 2:1 steht. Aber mit dem 3:1 war es dann entschieden.“
Wolfgang Wolf (Trainer Hansa Rostock):
„Das Spiel darf nicht 1:4, 1:5 ausgehen. Da hat sich die Mannschaft aufgegeben, disziplinlos gespielt, geradezu amateurhaft angestellt. Denn bis zum 1:3, welches wir auch hergeschenkt haben, war alles okay. Wir waren bis dahin dem 2:2 eigentlich näher, als die Eintracht dem 1:3. Doch mit dem 1:3 war das Spiel dann natürlich verloren.“
(André Eichhorn)
| 1 | SpVgg Greuther Fürth |
| 2 | Eintracht Frankfurt |
| 3 | Fortuna Düsseldorf |
| 4 | FC St. Pauli |
| 5 | SC Paderborn |
| 6 | TSV München 1860 |
| 7 | 1. FC Union Berlin |
| 8 | Eintracht Braunschweig |
| 9 | Dynamo Dresden |
| 10 | MSV Duisburg |
| 11 | VfL Bochum 1848 |
| 12 | FC Ingolstadt 04 |
| 13 | FSV Frankfurt 1899 |
| 14 | FC Energie Cottbus |
| 15 | FC Erzgebirge Aue |
| 16 | Karlsruher SC |
| 17 | Alemannia Aachen |
| 18 | Hansa Rostock |