Bierseidel 0,3l
3,95 € statt bisher 6,95 €
In einer von beiden Seiten phasenweise hochklassig geführten Partie gewann der SC Paderborn gegen Eintracht Frankfurt mit 4:2 (2:2). Für die Hausherren trafen Proschwitz (6.), Kara (18.), Rupp (58.) und Wemmer (64.), für die Eintracht Köhler (26.) und Meier (42.).

Eintracht-Trainer Armin Veh baute auch im dritten Spiel in Folge auf dieselbe Startformation mit einem 4-2-3-1 System vor 15.000 Zuschauern in der ausverkauften Energieteam-Arena.
Die Gastgeber begannen aktiver und gingen schon früh mit der ersten Chance in Führung. Nachdem sich Kara nach einem Pass in die Tiefe auf der linken Außenbahn gut durchsetzte, spielte er in die Gasse auf Meha, der legte im Strafraum quer auf den dann völlig freistehenden Proschwitz, welcher aus elf Metern Nikolov überwandt (6.). Nur zwölf Minuten später klingelte es das zweite Mal im Kasten der Eintracht. Zufällig landete der Ball 20 Meter vor dem Tor bei Kara, der diesen gefühlvoll ins linke Eck zum 2:0 schlenzte. Die Hessen hatten bis dato etwas mehr Ballbesitz, die Tormöglichkeiten jedoch die Ostwestfalen. Insofern war der Rückstand nicht unverdient, da die Frankfurter noch nicht gefährlich ins Spiel kamen.
In der 23. Minute kam die Eintracht erstmals gefährlich nach einer Flanke von Köhler vor das Tor der Paderborner, doch ein Abwehrspieler klärte am langen Pfosten vor Jung zur Ecke.
Mit dem ruhenden Ball brachten sich die Frankfurter in der 26. Minute zurück ins Spiel. Aus 20 Metern halbrechter Position zirkelte Köhler das Leder traumhaft über die Mauer ins rechte Toreck zum 1:2 Anschlusstreffer. Doch die Paderborner steckten nicht auf und bewiesen, dass sie ebenfalls über Standards gefährlich sein können: Meha zirkelte einen Freistoß auf das Tor, welchen Nikolov noch um das Tor faustete (36.)
In der 42. Minute versuchte es Lehmann mit einem Distanzschuss, welcher aber abgefälscht wurde und somit genau in den Armen des Paderborner Schlussmanns Kruse landete. Der Ausgleich fiel keine 60 Sekunden später. Strohdiek machte einen folgenschweren Fehler und spielte im Strafraum genau in die Füße von Rode, dieser brachte das Leder unter Kontrolle und legte dann überlegt quer auf Meier, der aus neun Metern mit dem linken Fuß zum 2:2 einnetzte. Die Gäste belohnten sich somit nach einem schwachen Beginn kurz vor der Pause selbst, indem sie das Ergebnis wieder egalisierten.
Somit vertrauten beide Trainer nach einer hervorragenden ersten Halbzeit auch in der zweiten Hälfte ihren Teams auf den Rasen und nahmen keine Wechsel vor. Dieses Mal meldete sich die Eintracht erstmals zu Wort. Köhlers Flachschuss wurde von Kruse gerade noch um das Tor gelenkt (47.). Doch auch die Paderborner gaben weiter Gas und ein Flankenball von Meha, der sich zur Torchance entwickelte, fischte Nikolov noch über die Querlatte (50.).
In der 58. Minute gingen die Paderborner erneut in Führung, als Proschwitz einen Traumpass in die Gasse auf Rupp spielte, der die Frankfurter Abseitsfalle mit einem guten Laufweg überwandt und freistehend vor Nikolov zum 3:2 einschob.
Veh reagierte unmittelbar danach, brachte Idrissou für Matmour und stellte das System auf zwei Spitzen um (60.).
Doch abermals zeigten sich die Hausherren. Wemmer setzte sich auf links erst gegen einen durch, dann im Strafraum gegen den nächsten und drosch trocken aus halbspitzem Winkel das Leder in die Maschen zum 4:2 (64.). Nur zwei Minuten später tauchte Rupp frei vor Nikolov auf, doch der Frankfurter Schlussmann verhinderte die Vorentscheidung.
Es dauerte bis zur 76. Minute bis die Eintracht mal wieder vor dem Tor auftauchte. Beteiligt daran waren die beiden Eingewechselten: Djakpa (für Schildenfeld, 74.), der das Leder auf Friend (für Hoffer, 65.) flankte, doch der Kopfball des Kanadiers wurde auf der Linie geklärt. Die Gäste waren weiter bemüht, doch die zwingenden Torchancen blieben aus. Stattdessen hätte Brückner in der Nachspielzeit beinah noch einen draufgesetzt, doch Nikolov gewann erneut das direkte Duell.
Mit dieser Niederlage verpassten es die Hessen, ihre Tabellenführung weiter auszubauen. Stattdessen rücken alle Mannschaften im oberen Tabellenbereich wieder näher zusammen und der Aufstiegskampf bleibt weiterhin sehr offen. Als nächsten Gegner hat die Frankfurter Eintracht den FC Energie Cottbus zu Gast (04.03.2012, 13:30 Uhr).
(André Eichhorn)
Roger Schmidt (Trainer Paderborn):
„Das war ein tolles Spiel heute und es freut mich, dass die Mannschaft gegen den Tabellenführer alles abgerufen hat, an seine Grenzen gegangen ist und es am Ende auch noch geklappt hat.“
Armin Veh (Trainer Frankfurt):
„Die Paderborner haben richtig gut gespielt und von daher auch in der Höhe verdient gewonnen. Wir hatten keinen Zugriff auf das Spiel. Vom Abwehrverhalten haben wir nicht dagegen gehalten.
Nach der Pause hatten wir eigentlich den psychologischen Vorteil und auch direkt die Chance. Doch dann haben wir wieder geschlafen, sind gedoppelt worden mit einem einfachen Pass und haben bei dem 3:2 ausgesehen wie eine Schülermannschaft. Wir werden über das Spiel sprechen, denn so kann man sich nicht präsentieren.“
| 1 | SpVgg Greuther Fürth |
| 2 | Eintracht Frankfurt |
| 3 | Fortuna Düsseldorf |
| 4 | FC St. Pauli |
| 5 | SC Paderborn |
| 6 | TSV München 1860 |
| 7 | 1. FC Union Berlin |
| 8 | Eintracht Braunschweig |
| 9 | Dynamo Dresden |
| 10 | MSV Duisburg |
| 11 | VfL Bochum 1848 |
| 12 | FC Ingolstadt 04 |
| 13 | FSV Frankfurt 1899 |
| 14 | FC Energie Cottbus |
| 15 | FC Erzgebirge Aue |
| 16 | Karlsruher SC |
| 17 | Alemannia Aachen |
| 18 | Hansa Rostock |