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22. Spieltag

23.02.2014 So, 15:30
Eintracht Frankfurt
SV Werder Bremen
0 : 0

Tor wie zugenagelt: 0:0 gegen Bremen

Am 22. Spieltag der Saison 2013/14 trennten sich die Frankfurter Eintracht und der SV Werder Bremen vor 44.300 Zuschauern in der Commerzbank-Arena 0:0 unentschieden. Trotz spielerischer Überlegenheit, guter Chancen und einer Gelb-Roten Karte gegen Kroos (33.) sollte den Hausherren kein Treffer gelingen.

Cheftrainer Armin Veh schickte exakt die gleiche Startelf auf den Rasen, die am vergangenen Donnerstag in Porto ein 2:2-Unentschieden erkämpft hatte. Die erste gute Chance des Spiels hatte die Eintracht, als Meier, der sein 200. Bundesligaspiel machte, nach einem Seitenwechsel Russ im Strafraum steil schickte. Der defensive Mittelfeldspieler wollte den Ball nach innen passen, wurde dabei jedoch geblockt (4.). Auch in den folgenden Szenen blieb die SGE am Drücker – sie wollte früh klarstellen, wer Herr im Hause ist.

Die Gäste aus Bremen zeigten sich zum ersten Mal nach einem Junuzovic-Freistoß halbwegs gefährlich im Frankfurter Strafraum. Trapp konnte den Ball am Ende jedoch sicher fangen (7.). In der 9. Minute passte Petersen von der Grundlinie auf den in den Strafraum eindringenden Junuzovic zurück – dieser beging jedoch ein Foul, so dass keine Gefahr für das Eintracht-Tor bestand.

Joselu mit dicker Chance, Meier trifft den Außenpfosten

Ein paar Minuten später hatte Joselu das 1:0 auf dem Fuß. Meier hatte den Ball mit dem Hinterkopf verlängert, schon war die Bremer Abwehr ausgehebelt und Joselu lief allein auf den Bremer Keeper Wolf zu – freilich sofort verfolgt von Defensiv-Spielern der Gäste. Wolf konnte den Winkel leider geschickt verkürzen und berührte den Ball wohl auch noch, so dass Joselus Schuss knapp am Tor vorbeiging (15.). Schade! In der 19. Minute waren die Hessen dem Führungstreffer abermals nahe. Meier zirkelte einen Freistoß aus etwa 25 Metern geschickt um die Mauer, der flach geschossene Ball touchierte den Außenpfosten. Eine Minute später sah Schwegler die Gelbe Karte – er wird damit beim kommenden Heimspiel gegen den VfB Stuttgart fehlen.

In der 25. Minute schloss Makiadi einen gelungenen Bremer Angriff ab, setzte die Kugel allerdings weit über das Tor. Drei Minuten später reklamierte Meier einen Rückpass von Kroos auf seinen Torhüter, der den Ball in die Hand nahm. Schiedsrichter Zwayer ließ die Partie jedoch weiterlaufen. In der 30. Minute wurde es nach einem Schwegler-Freistoß im Strafraum der Gäste gefährlich. Leider konnten die Abschlüsse von Russ und Flum geblockt werden.

Bremen nur noch zu zehnt

Drei Minuten später sah der bereits mit Gelb verwarnte Kroos nach einem Foul an Rode an der Außenlinie die zweite Gelbe Karte, musste also mit Gelb-Rot den Platz verlassen. Der Bremer Trainer Dutt reagierte, nahm Stürmer Petersen vom Platz und brachte Garcia. Die Eintracht drückte fortan wieder stärker – viele Szenen spielten sich in der Hälfte der Bremer oder gar in deren Strafraum ab. Alles, was fehlte, war ein Tor.

In der 42. Minute zog Junuzovic nach einer Werder-Ecke von der Grenze des Sechzehnmeter-Raums ab, drosch das Leder allerdings gute drei Meter am Tor vorbei. Zwei Minuten später fiel Oczipka nach einem Zweikampf mit Ignjovski an der Grenze des Bremer Strafraums. Felix Zwayer erachtete die Szene jedoch nicht als Foul. Kurz danach verabschiedeten sich die Teams zum Pausentee.

Zweite Halbzeit

Zu Beginn des zweiten Durchgangs brachte Armin Veh Aigner für Madlung. Russ ging in die Innenverteidigung, Flum dafür auf die Sechser-Position. Weiterhin waren die Frankfurter das spielbestimmende Team, sie konnten sich gegen die tief stehenden Bremer jedoch „nur“ eine Reihe Eckbälle erspielen.

In der 61. Minute zog Zambrano aus 35 Metern ab – allerdings ging sein Schuss weit am Tor vorbei. Kurz später brachte auch eine Ping-Pong-Szene der Bremer Verteidigung im eigenen Strafraum nicht den gewünschten Führungstreffer. In der 64. Minute verstärkte Armin Veh nochmals die Offensive: Inui kam für Flum. Langsam, aber sicher lief den Hausherren die Zeit davon – es fehlte immer noch ein Tor. Die spielerische Überlegenheit hatte sich noch nicht in etwas Zählbarem manifestiert. Immer wieder machten die Frankfurter das Spiel breit, arbeiteten mit Flügelwechseln. Doch die Bremer Defensive agierte besonnen und ließ kaum gute Torchancen zu. 20 Minuten noch!

In der 76. Minute versuchte Inui, eine Flanke volley auf den am langen Pfosten lauernden Joselu weiterzuleiten. Der Deutsch-Spanier verpasste den Ball jedoch knapp. Zwei Minuten später verfehlte Meier mit einem Schuss aus 20 Metern das Tor nur um einen knappen Meter. Ein paar Minuten später schickte Aigner Jung steil. Dieser passte auf den herbeieilenden Joselu weiter, doch wieder wollte der Ball nicht im Tor landen (83.). Fünf Minuten später flankte Inui butterweich auf Meier, doch der Kopfball des „Langen“ flog an den Außenpfosten. Aluminium-Treffer Nr. 2 für Meier – es war wie verhext.

Auch in der Nachspielzeit war die SGE durch Aigner nochmal gefährlich vor dem Werder-Tor. Es sprang allerdings wieder nur ein Eckball bei der Szene heraus. Anschließend pfiff Schiedsrichter Zwayer die Partie ab.

Fazit

90 Minuten waren am heutigen Sonntagnachmittag leider nicht lang genug, um gegen die seit Mitte der ersten Halbzeit nur noch zu zehnt agierenden Bremer einen Heimsieg zu erzielen. Trotz teilweise deutlicher spielerischer Überlegenheit und so mancher guter Torchance – der Kasten von Torhüter Wolf war heute wie zugenagelt.

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