229.763
Personen gefällt Eintracht Frankfurt auf Facebook.
Borussia Dortmund
Eintracht Frankfurt
Die Eintracht hat ihr Auswärtsspiel beim Deutschen Meister Borussia Dortmund mit 0:3 (0:2) verloren. Alle drei Tore für den BVB erzielte Marco Reus (8., 9., 65.). Julian Schieber (31.) und Takashi Inui (74.) sahen außerdem jeweils die Gelb-Rote Karte.

Eintracht-Coach setzte im Spitzenspiel in Dortmund auf seine bewährte Stammformation und nahm im Vergleich zum 0:0 gegen Nürnberg aus der Vorwoche keine Änderung vor.
Die 80 500 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park sahen direkt zu Beginn eine hellwache Dortmunder Mannschaft, die mit Wucht und geballter Offensivkraft in Richtung Eintracht-Strafraum rollte. Nach einem ersten verzogenen Abschluss von Jakub Blaszczykowski (3.) tauchte Marco Reus nach schnellem Spielzug zum ersten Mal frei vor Kevin Trapp auf. Der Keeper war beim Abschluss aus zwölf Metern aber glänzend zur Stelle (4.).
Die SGE fand in den ersten Minuten gerade im defensiven Mittelfeld keinen Zugriff aufs Spiel und die Dortmunder Entschlossenheit, die nach eigenem Ballgewinn blitzschnell umschalteten und bereits in der 8. Minute zum 1:0 kam: Mario Götze bediente Reus mit einem Lupfer, der lief erneut auf Trapp zu, wartete lange und schloss überlegt ins lange Eck ab.
Die Adlerträger sortierten sich noch, da fiel schon der zweite Gegentreffer: Diesmal war es Mats Hummels, der den Ball durchs Mittelfeld trieb und im richtigen Moment Reus in die Gasse schickte – die Eintracht-Abwehr war weit aufgerückt und so mit einem Pass ausgehebelt. Der Nationalspieler ließ sich auch diese Gelegenheit nicht nehmen und überwand Kevin Trapp aus zehn Metern erneut (9.).
In der Folge nahm die Borussia das Tempo aus der Partie und überließ der Eintracht, die 60 Prozent Ballbesitz im ersten Durchgang aufwies, weitestgehend das Heft des Handelns. Die ihrerseits wusste den Platz mit zunehmender Zeit besser zu nutzen, immer öfter spielte man sich über die Flügel und insbesondere über die gut aufgelegten Takashi Inui (links) und Sebastian Jung (rechts) ins letzte Drittel des Spielfelds. Bis auf einen geblockten Schuss von Alexander Meier (16.) und einen Kopfball von Srdjan Lakic neben das Tor (19.), entstanden jedoch keine echten Torchancen.
In der 31. Minute folgte dann der große Aufreger der Begegnung: BVB-Stürmer Julian Schieber, der den rot-gesperrten Robert Lewandowski vertrat, holte sich nach nur zwei Fouls und jeweils hartem Einsatz gegen Carlos Zambrano und dann Bastian Oczipka (der sich im Luftkampf eine blutige Nase abholte) eine insgesamt vertretbare Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Dr. Felix Brych ab.
In zunehmend hitziger Atmosphäre im Signal Iduna Park spielte die Eintracht nun verstärkt nach vorne. Sebastian Rode, mit einem Lupfer knapp neben das Tor nach tollem Doppelpass mit Srdjan Lakic (41.), und Takashi Inui mit einem Distanzschuss (42.) verpassten aber ein mögliches Anschlusstor vor der Pause.
So ging es mit dem Stand von 2:0 aus Sicht der Gastgeber in die Kabinen.
Dortmund setzte in der zweiten Hälfte dann die erste Duftmarke: Mario Götze zog aus 17 Metern ab, der Ball strich jedoch einen Meter am Gehäuse vorbei (46.).
Die Borussia war auch mit einem Akteur weniger die bessere und griffigere Mannschaft, die stets Zug zum Tor entwickelte und der Eintracht bis Mitte der zweiten Halbzeit keine Luft zum Atmen ließ. Nachdem Neven Subotic nach Reus-Freistoß zunächst die Latte traf (58.), erzielte wiederum Reus das 3:0 für die Hausherren: Der überragende Mario Götze narrte Bamba Anderson im Sechzehnmeterraum und bediente den mitgelaufenen Reus, der aus 13 Metern trocken ins linke Eck abschloss (65.).
Die Eintracht schaffte es gegen ungeheur bissige und immer mit acht Feldspielern hinter dem Ball agierenden Dortmundern im zweiten Durchgang fast nie, gefährlich in den gegnerischen Strafraum zu gelangen. Einzig ein Schuss hauchdünn neben das Tor von Lakic nach schöner Kopfballablage des eingewechselten Olivier Occéan sorgte für Gefahr (64.). Überdies sah Takashi Inui nach zwei harmlosen Trikotziehern tief in der gegnerischen Hälfte zweimal Gelb, musste ebenfalls frühzeitig zum Duschen und fehlt der Eintracht in der nächsten Woche.
Dortmund hatte in der Schlussviertelstunde wenig Mühe, das 3:0 über die Zeit zu bringen. Eine aufs Tor gezogene Flanke (84.) und ein Lattenknaller von Sebastian Jung (90.) führten auch nicht mehr zu einem Ehrentreffer der SGE, die insgesamt zu selten zu echten Abschlüssen vorm Tor von BVB-Keeper Roman Weidenfeller kam.
Am Ende musste sich die bemühte Eintracht einem bärenstarken Gegner geschlagen geben, der nicht nur diszipliniert mit vereinten Kräften verteidigte, sondern durch Spieler wie Marco Reus und Mario Götze immer wieder in die Gefahrenzone der Gäste vordrang und sich viele Chancen erspielte. Die SGE versäumte einen eigenen Treffer bei den wenigen Möglichkeiten, die sich ihr bot, der das Spiel vielleicht noch einmal hätte offen werden lassen.
Am nächsten Freitag (20:30 Uhr) ist man dann beim Tabellennachbarn aus Freiburg zu Gast.
Die Stimmen zum Spiel folgen morgen auf eintracht.de.
Eintracht Frankfurt © 2012