SPONSOREN

NEWSLETTER-ABO

22. Spieltag (18.02.2012, 13:00 Uhr)
Eintracht Frankfurt
6 : 1
FSV Frankfurt 1899
Eintracht Frankfurt
  22. Spieltag   2. Bundesliga
FSV Frankfurt 1899

Eintracht klarer "Stadtmeister"

Vor 40.700 Zuschauern konnte die Eintracht das Frankfurter Derby heute klar mit 6:1 (2:0) für sich entscheiden. Bei einem Gegentreffer von Micanski (68.) waren Karim Matmour (14., 33., 79.), Alexander Meier (61.), Sonny Kittel (67.) und Jimmy Hoffer (70.) für die Adlerträger erfolgreich.

Armin Veh hatte gegenüber dem Spiel in Düsseldorf keine Änderungen an der Startelf vorgenommen, so dass die Eintracht mit einem 4-2-3-1-Spielsystem antrat. Die Gäste vertrauten einem flachen 4-4-2-System und standen anfangs kompakt. In der ersten halben Stunde waren die spärlichen Torgelegenheiten etwa gleich verteilt. Die Gäste ließen aber gute Chancen aus - etwa als Micanski völlig alleine auf Oka Nikolov zuließ, verzögerte und am cool stehen gebliebenen Nikolov scheiterte. Besser war die Chancenverwertung der Eintracht, die gleich mit ihrer ersten Szene zum Erfolg kam. Der unheimlich agile und präsente Sebastian Rode hatte den Ball aus 27 Metern an die Latte geknallt, als der FSV einen Gegenangriff einleiten wollte. Sebastian Jung blockte den langen Ball jedoch zu Hoffer ab, der von rechts in den Strafraum eindrang und hart in die Mitte passte. Dort war Matmour zur Stelle und schob den Ball aus wenigen Metern ins Netz.

Eintracht ab dem zweiten Treffer wie entfesselt

Nach Ablauf einer halben Stunde wurde die zuvor von beiden Seiten recht vorsichtig geführte Begegnung deutlich abwechslungsreicher. Die Heimelf konnte nach einem sehenswerten Angriff auf 2:0 erhöhen. Benjamin Köhler wurde an der Strafraumgrenze flach angespielt und spielte den Ball klug weiter zu Hoffer, der aus 14 Metern abzog. Klandt bekam die Finger noch an den Schuss und wehrte den Ball auf die rechte Angriffsseite der Eintracht ab. Dort spritzte Matmour heran, der schneller schaltete als der sich aufrappelnde Keeper und den Ball aus kurzer Distanz und spitzem Winkel unter die Latte jagte. Beste Chancen beider Seiten folgten noch vor dem Pausenpfiff, etwa ein von Klandt klasse parierter Rode-Schuss aus 14 Metern und auf der anderen Seite ein Schuss von Yun aus 12 Metern weit über das Tor, nachdem der völlig freie Angreifer vom besten Gästespieler Micanski mit Übersicht bedient worden war.

Schützenfest nach einer Stunde

Zu Beginn der zweiten Hälfte mussten beide Teams erst wieder Schwung aufnehmen. Doch nach einer Stunde konnte die Eintracht den nächsten Akzent in der nun wirklich attraktiven Begegnung setzen. Matthias Lehmann - heute mit einem seiner bisher besten Spiele im Frankfurter Trikot - bediente Hoffer mit einem Steilpass auf die linke Seite. Der Österreicher spielte vom Flügel wieder Lehmann an, der inzwischen in den Strafraum gelaufen war und dort den Ball mit dem Rücken zum Tor behauptete. Nach einer für seinen Gegenspieler unerwarteten Drehung gelang es Lehmann dann, einen festen, halbhohen Pass parallel zur Torauslinie in Höhe des Fünfers von links in die Mitte zu ziehen. Am langen Eck vollendete Meier mit einer Volleyabnahme ohne Mühe. In den folgenden neun Minuten sollten weitere drei Tore fallen. Dem für Köhler eingewechselten Kittel gelang sein erster Bundesligatreffer mit einem Schuss aus 12 Metern von rechts. Vorausgegangen war ein Steilpass von Jung auf den wie aufgezogen spielenden Matmour, der das Leder klasse auf Kittel gespielt hatte.

Matmour trifft dreifach

Nach dem Gegentreffer durch Micanski, der eine Hereingab von Amri nutzte, der auf rechts durchgebrochen war und den Ball halbhoch und hart vor das Tor gebracht hatte, antwortete die Eintracht umgehend. Zunächst setzte Meier bei einem Konter Hoffer ein, der Schlicke abhängte und mit einem Schuss aus 18 Metern an Klandt scheiterte. Dann holte sich der Angreifer nach seinen vorangegangenen zwei Assists doch noch seinen Treffer. Einen Befreiungsschlag von Bamba Anderson verlängerte Gledson unglücklich in Richtung eigenes Tor. Hoffer hatte darauf spekuliert, ging dazwischen, ließ im Strafraum Gledson und Klandt mit einer Körpertäuschung aussteigen und schob den Ball mit dem rechten Außenrist ins leere Tor. Der Abschluss gelang erneut Matmour, der eine Flanke des von Kittel angespielten Jung am langen Pfosten über die Linie drückte. Die Hauptrolle übernahmen nun bis zum Schlusspfiff die Fans, welche ein ums andere Mal - mit Unterstützung der Gästefans aus Bornheim - die Welle durch das Stadion schickten.

Die Eintracht hat durch diesen Sieg die von ihren Anhängern erhoffte und erwartete Trotzreaktion nach den unfairen Geschehnissen in Düsseldorf gezeigt und damit Charakter bewiesen. Sie ist für das Spitzenspiel in Paderborn gerüstet.

Alexander Kolz

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

Zur kompletten Tabelle