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Trotz eines frühen Rückstands durch Kruppke (5.) gewann die Frankfurter Eintracht hier Heimspiel vor 36.200 Zuschauern in der Commerzbank Arena gegen die Eintracht aus Braunschweig mit 2:1 (2:1). Für die Hessen traf Meier zweimal mit dem Kopf (11., 22.).

Braunschweigs Trainer Lieberknecht wurde unmittelbar zum Ende der Winterpause ordentlich gefordert, da er seine 4er-Abwehrkette neu formieren musste. Hier fielen mit den verletzten Correia, Henn und Kessel sowie dem gesperrten Reichel gleich vier Stammkräfte aus. Sein Gegenüber, Armin Veh, musste mit Anderson, Schwegler und Idrissou, der dennoch zum Kader gehörte und auf der Bank Platz nahm, auf drei Stammspieler verzichten und agierte deshalb zu Beginn mit einem 4-2-3-1-System. Die linke Außenverteidigerposition, die zuletzt Djakpa ausfüllte, wurde von Neuzugang Heiko Butscher besetzt. Auch der andere Neuzugang Martin Amedick fand sich in der Startelf wieder, er spielte in der Innenverteidigung. Die 6er Positionen besetzten Rode und Lehmann und hinter der einzigen Spitze Hoffer wurden Köhler, Meier und Matmour aufgeboten.
Die Hessen begannen richtig stark und erzielten bereits nach drei Minuten durch Hoffer das erste Tor, welches aber auf Grund einer Abseitsposition von Meier, der die Sicht des Torhüters behinderte, aberkannt wurde. Kurz darauf legte Jung ein spitzenmäßiges Solo über das halbe Feld hin, suchte den Doppelpass mit Rode und flankte dann gefühlvoll auf den langen Pfosten, wo Köhler allerdings keine Kontrolle mehr hinter den Kopfball bringen konnte. Die Braunschweiger kamen daraufhin in Ballbesitz und konterten schnell über die rechte Seite, wo sich Kumbela gut durchsetzte und im Strafraum auf Kruppke flankte, der aus kurzer Distanz zur 1:0 Führung der Gäste einköpfte (5.).
Die Antwort der Hausherren ließ allerdings nicht lang auf sich warten. Der auf der linken Außenbahn sehr aktive Butscher flankte vom linken Strafraumeck gefühlvoll an den Fünfmeterraum, wo Meier völlig freistehend mit einem Kopfballtor das Ergebnis wieder egalisierte (11.). Mit dem Ausgleich kamen die Schwarz-Roten wieder in Fahrt. Nach einem missglückten Eckball der Braunschweiger leitete die Eintracht über Matmour und Rode einen schnellen Konter ein, doch Rodes Sprint sollte nicht belohnt werden, sein Schuss flog knapp über die Querlatte.
Bei der nächsten Möglichkeit in der 22. Minute war Meier wieder mit dem Kopf zu Stelle. Köhler trat einen Eckball von der rechten Seite hervorragend genau auf Meier, der sich erneut in der Mitte am höchsten schraubte und sein zehntes Saisontor erzielte. Die Hessen spielten in der Folge munter weiter, ein Volleyschuss vom heute sehr agilen und stets anspielbaren Meier aus zentraler Position flog allerdings knapp über das Gehäuse (25.).
Die Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit gehörte chancentechnisch dann jedoch den Braunschweigern. In der 30. Minute tauchten sie in der Nähe des Frankfurter Tores auf, doch den verdeckten Fernschuss von Reinhardt parierte Nikolov ohne Probleme. Zwei weitere gefährliche Szenen kamen durch Standardsituationen zustande, doch sowohl der Eckball (37.) als der darauf folgende Freistoß wurden am Tor vorbei geköpft (40.).
Insgesamt verabschiedeten sich beide Mannschaften mit einem offensiven Schlagabtausch in die Kabine, welchen die Eintracht aus Frankfurt aber auf Grund ihres Chancenpluses und dem klaren Ballbesitzanteil von 74% in der ersten Hälfte verdient für sich entschied.
Die erste Chance nach dem Seitenwechsel hatten die Frankfurter, die unverändert aus der Kabine kam. Einen Pass von Amedick nahm Hoffer mit dem Kopf mit in den Strafraum und zog dann volley aus 15 Metern ab, doch das Leder flog über das Tor (48.). Danach verflachte das Spiel zunehmend und es kam auf keiner der beiden Seiten zu einer Tormöglichkeit. Es dauerte bis zur 64. Minute als sich Matmour auf der rechten Seite stark durchsetzte, nach innen zog und das Leder links in den Strafraum spielte. Doch Köhler schoss das Spielgerät mit der Innenseite über das Tor. Dann machten die Hausherren Dampf und kamen zurück ins Spiel. Meier spielte einen perfekt öffnenden Pass auf die rechte Außenbahn, wo Jung mit dem Leder bis auf die Grundlinie zog und wieder in den Rückraum auf Meier spielte, der direkt abzog und Davari zu einer Parade zwang. Bei der nächsten Matmour Flanke war Köhler wieder der Abnehmer, doch sein Schuss aus elf Metern landete genau in den Armen des Braunschweiger Schlussmanns (71.).
In der 73. Minute nahm Veh einen Wechsel vor und brachte Idrissou für Köhler, sodass die Mannschaft auf ein 4-4-2 mit Rode auf der linken Mittelfeldposition umstellte. Durch die Einwechslung von Korkmaz für Hoffer nur acht Minuten später wurde das anfängliche System allerdings wiederhergestellt. In der Folge machten die Braunschweiger Druck, während die Frankfurter nur noch aus der Defensive heraus agierten. Die letzte und auch einzig nennenswerte Möglichkeit der letzten hatten somit auch die Gäste, doch der Schuss von Boland in der Nachspielzeit erforderte kein Eingreifen von Nikolov, da dieser einen Meter neben dem Tor landete.
Begünstigt durch die Ergebnisse der Konkurrenten schoben sich die Hessen mit diesem Sieg auf den 2. Tabellenplatz mit nur noch einem Punkt Rückstand auf den Tabellenführer aus Düsseldorf vor. Somit kommt es am Montag in einer Woche definitiv zum absoluten Topspiel, wenn die Eintracht bei der Fortuna zu Gast ist (13.02.2012, 20:15 Uhr).
(André Eichhorn)
| 1 | SpVgg Greuther Fürth |
| 2 | Eintracht Frankfurt |
| 3 | Fortuna Düsseldorf |
| 4 | FC St. Pauli |
| 5 | SC Paderborn |
| 6 | TSV München 1860 |
| 7 | 1. FC Union Berlin |
| 8 | Eintracht Braunschweig |
| 9 | Dynamo Dresden |
| 10 | MSV Duisburg |
| 11 | VfL Bochum 1848 |
| 12 | FC Ingolstadt 04 |
| 13 | FSV Frankfurt 1899 |
| 14 | FC Energie Cottbus |
| 15 | FC Erzgebirge Aue |
| 16 | Karlsruher SC |
| 17 | Alemannia Aachen |
| 18 | Hansa Rostock |