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18. Spieltag (12.12.2011, 20:15 Uhr)
Eintracht Frankfurt
0 : 0
SpVgg Greuther Fürth
Eintracht Frankfurt
  18. Spieltag   2. Bundesliga
SpVgg Greuther Fürth

Kein Sieger im Topspiel

Vor 35.500 Besuchern trennten sich Frankfurt und die SpVgg Greuther Fürth heute 0:0. Die Eintracht bleibt durch das Remis auf einem direkten Aufstiegsplatz.

Eintracht-Trainer Armin Veh überraschte mit der Aufstellung von Mo Idrissou. Vom Angreifer aus Kamerun hatte es geheißen, er sei in diesem Jahr verletzungsbedingt gar nicht mehr einsatzfähig – plötzlich stand seinem Startelfeinsatz aber nichts mehr im Wege. Auch Bamba Anderson und Oka Nikolov konnten wieder mitmachen. Für Stefan Bell, Thomas Kessler und Jimmy Hoffer blieb daher zunächst nur die Bank.

In einer ausgesprochen munteren Anfangsphase übernahm die Heimelf klar die Initiative. Zwar kam auch Fürth durch Prib, der aus spitzem Winkel am mit den Fäusten abwehrenden Nikolov scheiterte, zu einer frühen Torgelegenheit. Aber die Eintracht spielte sich gleich mehrfach gefährlich in die Nähe des gegnerischen Tores. Die beste Gelegenheit bot sich für Alexander Meier, nachdem Idrissou einen Fehlpass von Keeper Grün abgefangen und den Ball zu Theofanis Gekas weitergeleitet hatte. Der Grieche schickte Meier gedankenschnell in die Gasse, wo jener 15 Meter vor dem Tor aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbeischoss.

Elanvoller Beginn mit offenem Schlagabtausch

Nach etwa 10 Minuten nahm der von beiden Teams in die Partie gebrachte Schwung auch aufgrund zahlreicher Fouls etwas ab. Nach einer guten Viertelstunde kamen dann aber die Gäste wie aus dem Nichts zu zwei hervorragenden Torgelegenheiten. Zunächst war Prib seinen Bewachern enteilt und hob allein vor Nikolov den Ball über den herausgeeilten Schlussmann. Doch anstatt die Kugel nun ins leere Tor zu schieben, setzte er den Ball nur gegen den Pfosten. Von dort prallte das Spielgerät zu Occean, der erneut Prib bediente, der nun aus 2 Metern ins Tor traf, diesmal aber glücklicherweise in Abseitsposition angespielt worden war. Direkt mit dem nächsten Angriff wurden die Gäste wieder gefährlich. Sararer umkurvte von rechts kommend sämtliche Gegenspieler und zog dann frei vor Nikolov aus zentraler Position etwa von der Strafraumgrenze aus ab. Nikolov konnte den Ball nicht abwehren, wohl aber durch einen Körperkontakt die Schussgeschwindigkeit verlangsamen, was es Constant Djakpa ermöglichte, den Ball noch von der Linie zu kratzen.

Nun waren wieder die Gastgeber am Zug. Benjamin Köhler hob die Kugel an der Strafraumgrenze über seinen Gegenspieler und zog volley ab. Grün konnte den zentral geschossenen Ball mit den Fäusten parieren. Eine noch bessere Parade zeigte er wenig später bei einem stark in die linke untere Ecke gezielten Gekas-Kopfball nach einer Flanke von Köhler, den er noch so eben aus dem Eck fischen konnte. Als nächstes wischte ein Meier-Kopfball im Fünfmeterraum nach einer Ecke von Kapitän Pirmin Schwegler knapp am langen Eck vorbei. Erneut nach einem Eckball – nun bereits 5 Minuten vor der Pause – ergab sich die nächste Torszene, als Gekas die Flanke von Köhler am kurzen Pfosten erwischte und aus kurzer Distanz etwa einen halben Meter über die Latte köpfte. Da Fürth die beiden besten Gelegenheiten des Spiels ebenso wenig nutzen konnte wie die Eintracht ihre eigenen zahlreicheren guten Torchancen, gingen beide Mannschaften ohne Tore in die Kabine.

Leistungsgerechtes 0:0 zur Pause

Mit Beginn des zweiten Durchgangs benötigten die unverändert zurückgekehrten Teams zunächst eine gewisse Anlaufphase. Die Eintracht kam als erstes wieder vor das gegnerische Tor. Einen hohen und harten Querball von Idrissou von rechts auf die linke Seite nahm Köhler aus 16 Metern volley und setzte den Ball weit neben den Kasten. Nach einer Stunde nutzte erneut Köhler eine flache Hereingabe von Sebastian Jung, um den Ball im Strafraum am Gegenspieler vorbeizulegen. Doch der Linksfuß wurde noch entscheidend am Abschluss gehindert. Die Eintracht war nun am Drücker, ohne jedoch hochkarätige Gelegenheiten herausspielen zu können.

Fürth kommt erst am Ende wieder

Das Spiel verflachte nun mehr und mehr, woraufhin Veh es durch die Einwechslungen der neuen Flügelzange Karim Matmour – Ümit Korkmaz neu zu beleben versuchte. Zunächst sorgte eine Viertelstunde vor dem Ende aber wieder eine Standardsituation für Gefahr. Idrissou köpfte eine Freistoßflanke von Köhler nur knapp am Tor vorbei – Grün wäre wohl herangekommen. Erstmals in der zweiten Hälfte kamen die Gäste nach sage und schreibe 77 Minuten zu einer Torchance. Occean führte den Ball im Strafraum und zog von links ab. Nikolov lenkte die Kugel mit einem starken Reflex über die Latte. Der Keeper war auch kurz darauf bei einem Distanzschuss von der linken Seite auf dem Posten. Auch bei Fürstners 20-Meter-Knaller wenige Minuten vor Schluss musste Nikolov eingreifen und lenkte den Ball sicher übers Tor. Die Eintracht setzte sich anschließend durch eine „Österreich-Kombination“ in Szene. Korkmaz zog nach feinem Doppelpass mit Hoffer aus 18 Metern wuchtig ab, doch Grün konnte erneut parieren. Da kein Team mehr das unbedingte Risiko suchte, endete das Spiel dann eben torlos.

Die Eintracht hält damit einen Verfolger auf Distanz und bleibt zu Hause ungeschlagen. Nächsten Montag gilt es, den direkten Aufstiegsplatz beim FC. St. Pauli zu verteidigen.

Stimmen zum Spiel:

Eintracht-Trainer Armin Veh:
"Wenn ich die Statistik zum Spiel lese, dann ist sie sehr ausgeglichen. Was aber nicht ausgeglichen ist, ist die Laufstrecke beider Mannschaften. Die ist eindeutig für Greuther Fürth ausgefallen. Das hat man auch optisch gesehen, vor allem in der ersten Halbzeit. Fürth war wesentlich besser im Spiel und aggressiver als wir. Wir sind überhaupt nicht klar gekommen gegen den Ball und auch mit dem Ball, weil wir auch da zu wenig gelaufen sind. Da hätte Fürth das Tor mit Sicherheit auch verdient gehabt, glücklicherweise haben sie aber nur den Pfosten getroffen. In der zweite Halbzeit haben wir das Spiel wesentlich besser im Griff gehabt. Bis auf zwei Möglichkeiten haben wir nichts mehr zugelassen. Und auch selbst waren wir besser dran und aktiver. Aber für 90 Minuten ist es dann zu wenig, was meine Mannschaft heute gezeigt hat. Ich habe vorher gesagt, dass es auch von der Tagesform abhängig ist, wenn beide Mannschaften auf Augenhöhe sind. Die Form haben wir heute nicht gehabt, die wir brauchen, um dann auch zu dominieren. Daher muss man auch mit dem Punkt zufrieden sein und das bin ich auch."

Fürth-Trainer Mike Büskens:
"Wir haben heute eine sehr engagierte Leistung gezeigt. Gegen das absolute Spitzenteam dieser Liga haben wir immer wieder früh gestört. Wir wollten sie weit weg halten von unserem Tor, dass ist uns auch überwiegend sehr gut gelungen. Leider nicht immer, aber das ist auch nicht möglich gegen die Klasse der Eintracht. Wir haben als Team sehr kompakt agiert und uns immer wieder unterstützt. Wir haben einen riesigen läuferischen Aufwand betrieben und teilweise sehr gut Kombinationsfußball gezeigt. Aber letztendlich haben wir uns in diesem hochintensiven Spiel nicht ganz dafür belohnt. Wir hatten einige Hochkaräter, die man auch machen darf. Ich denke, dass man mit dem Auftreten sehr zufrieden sein darf. Jetzt gilt es für uns schnell zu regenerieren und dann im letzten Spiel gegen Union das wiederzuholen, was wir heute, speziell in der ersten Halbzeit bei diesen zwei Großchancen, liegen gelassen haben."

Alexander Kolz

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

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