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Dank zweier Tore von ihrem Torjäger Theofanis Gekas (1., 66.) hat die Eintracht zum Abschluss der Hinrunde 2011/12 gegen den Karlsruher SC mit 2:0 (1:0) gewonnen und vorübergehd wieder die Tabellenführung übernommen.
Eintracht-Trainer Armin Veh nahm im Vergleich zur ersten Saisonniederlage am letzten Samstag bei 1860 München (1:2) vier Veränderungen in seiner Startformation vor. Für Georgios Tzavellas und Matthias Lehmann rückten Constant Djakpa und Erwin Hoffer in die Mannschaft. Das bedeutete gleichzeitig die Rückkehr zum in den vergangenen Monaten so erfolgreichen 4-4-2-System mit zwei „echten“ Stürmern (Hoffer und Gekas). Außerdem konnten Innenverteidiger Bamba Anderson aufgrund anhaltender Probleme am Knöchel nach einem Schlag im Training, sowie Keeper Oka Nikolov (Kapseldehnung im Knie) nicht auflaufen. Für die beiden kamen erwartungsgemäß U21-Nationalspieler Stefan Bell (Startelfdebüt neben Abwehrchef Schildenfeld) und Thomas Kessler ins Team.
Bei unangenehmen, sehr kühlen und leicht windigen Witterungsbedingungen begann die Eintracht vor den 37 100 Zuschauern in der Frankfurter Commerzbank Arena mit einem Paukenschlag: Gut 30 Sekunden nach dem Anstoß eroberte Sebastian Rode in der gegnerischen Hälfte den Ball, trieb das Leder nach vorne und bediente Alexander Meier an der Strafraumkante. Dessen Abschluss aus 14 Metern konnte KSC-Schlussmann Luis Robles nur abklatschen, Theofanis Gekas schaltete am schnellsten und drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie (1.).
Mit der frühen 1:0-Führung im Rücken ließ es die Eintracht zunächst einmal ruhig angehen. Gegen sehr giftige und in den Zweikämpfen aggressive Karlsruher ließ man das Spielgerät meist sicher durch die eigenen Reihen laufen, ohne aber in der Folge den kompakten Abwehrriegel der Badener entscheidend knacken zu können. Erst in der 22. Minute sorgte ein Doppelpass von Rode und Jung über rechts für Gefahr; Jungs Abschluss aus 12 Metern strich dabei knapp über das Gehäuse.
Nach knapp einer halben Stunde musste auf der Gegenseite Thomas Kessler erstmals sein Können aufbieten, als er einen 25-Meter-Schuss von Delron Buckley sicher parierte (29.). Kurz darauf setzte es fast das 2:0, Pirmin Schwegler scheiterte mit einem Maßfreistoß aus etwa 20 Metern jedoch am Pfosten (32.).
Spätestens als Kessler gut gegen Krebs vor dem eigenen Kasten rettete (35.) wurde das Spiel zum offenen Schlagabtausch, die Gäste hielten mit versammelten Kräften dagegen, spielten ab und an sogar gefällig und passsicher nach vorne und machten der Eintracht so das Leben schwer. Aus dem Spiel heraus schafften es die Gastgeber gegen die gut verteidigenden Karlsruher in der ersten Halbzeit nicht mehr, sich klare Torgelegenheiten zu erarbeiten und so blieb es zur Pause beim verdienten 1:0.
Zu Beginn des zweien Abschnitts brachte Armin Veh Karim Matmour für Erwin Hoffer, um mehr Kreativität in die Offensivbemühungen seiner Mannschaft zu bringen und die nötigen Löcher für das wichtige zweite Tor reißen zu können.
In der Anfangsphase ging dieser Schachzug sogleich auf: Eine Hereingabe von Matmour verpasste der nun als zweite Spitze agierende Meier nur knapp (50.). Die heute nach Standards sehr gefährlichen Adlerträger kamen dann zum nächsten Aluminiumtreffer nach einem ruhenden Ball: Schweglers feine Freistoßflanke setzte Gordon Schildenfeld per Kopf an den Außenpfosten, den Nachschuss aus 16 Metern jagte Benjamin Köhler dann übers Tor (52.).
Eine Torraumszene jagte jetzt die nächste, auf der anderen Seite war urplötzlich Gaetan Krebs frei vor Keeper Kessler, der lange stehen blieb und den Abschluss aus sechs Metern klasse abwehrte (53.). Kurze Zeit darauf bediente der starke und mannschaftsdienliche Gekas Alex Meier im Strafraum, sein Abschluss jedoch zu zentral und kein Problem für Robles (57.).
Nach 66 Minuten war es dann soweit: Pirmin Schwegler spazierte im Mittelfeld an vier Gegnern vorbei, hatte das Auge für Meier auf der rechten Flanke und dessen Hereingabe verwertete erneut der gedankenschnelle Gekas in der Mitte aus kurzer Distanz zum 2:0 – ein toller Angriff!
Die SGE drängte in der Folge weiter mit aller Macht auf das nächste Tor und wollte den Gästen keine Luft mehr zum Atmen lassen. Erst scheiterte der unglaublich laufstarke Rode an Robles (68.), dann überlistete Meier den KSC-Keeper fast, als dieser den Ball abschlagen wollte (74.). Gegen Matmours Linksschuss aus 16 Metern hielt der Schlussmann dann aber sehenswert (74.), genauso wie gegen Meiers dritten Versuch (84.).
Die Gäste aus Karlsruhe ließ man nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung“ kaum noch zu eigenen Angriffsversuchen kommen und wenn doch, stand die Hintermannschaft um den sehr sicheren Thomas Kessler im Tor sehr sattelfest.
Am Ende gewann die Eintracht nach einer klaren Steigerung im zweiten Abschnitt völlig verdient mit 2:0 und steht damit zumindest bis Montag Abend an der Tabellenspitze und beendet damit eine sehr erfolgreiche Zweitligavorrunde 2011/12 mit 38 von 51 möglichen Punkten.
Am übernächsten Montag (12.12.) steht dann der Rückrundenbeginn mit dem Spitzenspiel gegen den Tabellendritten Greuther Fürth auf dem Programm.
Eintracht Chef-Trainer Armin Veh:
"Der KSC hat ein gutes Spiel gezeigt. Sie haben gut gestanden und die Räume eng gemacht und auch versucht nach vorne zu spielen. Wir haben es mit der frühen 1:0 Führung nicht verstanden mehr Druck zu machen und haben unser Spiel nicht durchbekommen. Bis zur Pause war das zu wenig. Durch den taktischen Wechsel zur zweiten Halbzeit haben wir uns besser präsentiert. Auch wenn der KSC durch einen Fehler zur großen Chance zum Ausgleich kam. Da hat Kessler sehr gut gehalten und auch insgesamt hat er ein gutes Spiel gezeigt. Im weiteren Spielverlauf haben wir uns zahlreiche Torchancen erarbeitet und hätten den Sack schon früher zu machen können. Insgesamt war die zweite Halbzeit aber so, wie ich es mir vorstelle. Nun haben wir 38 Punkte in der Hinrunde geholt. Hätte mir das vorher jemand gesagt, hätte ich geantwortet: Du glaubst auch an den Weihnachtsmann. Aber die Konkurrenz steht dicht beisammen und meine These, dass es bis zum Schluss richtig eng bleibt, bestätigt sich mal wieder. Nun wollen wir unbedingt die letzten zwei Spiele in diesem Jahr auch noch erfolgreich gestalten."
KSC-Trainer Jörn Andersen:
"Wir haben unter der Woche gut gearbeitet und haben uns für das Spiel viel vorgenommen. Wir wollten etwas mitnehmen und auch zu null spielen. Aber schon nach der ersten Minute gehen wir in Rückstand und unser Matchplan ist kaputt. Das ist uns jetzt im dritten Spiel in Folge passiert und dann ist es natürlich schwer gegen die Eintracht. Wir haben die erste Halbzeit taktisch gut gespielt, wir standen gut und haben die Räume eng gemacht. Nur nach vorne lief unser Spiel nicht so gut, durch schlampige Flanken und Abschlüsse kamen wir zu keiner direkten Torchance. Aber ich war insgesamt nicht unzufrieden. Wir wussten, dass wir in der zweiten Halbzeit Chancen bekommen würden und durch Krebs kam sie dann auch. Aber wir machen aus dem Spiel heraus einfach zu wenige Tore. Ab der 60 Minute wollte ich etwas mehr Risiko gehen und mit Fink einen zweiten Stürmer bringen. Aber unmittelbar in diesen Wechsel fällt das 2:0. Ich habe den Wechsel dann trotzdem vollzogen, aber es hat sich leider nicht mehr ausgezahlt. Gratulation an die Eintracht und Armin Veh zum Sieg und ich denke, dass sie nächstes Jahr wieder in der ersten Liga spielen werden."
| 1 | SpVgg Greuther Fürth |
| 2 | Eintracht Frankfurt |
| 3 | Fortuna Düsseldorf |
| 4 | FC St. Pauli |
| 5 | SC Paderborn |
| 6 | TSV München 1860 |
| 7 | 1. FC Union Berlin |
| 8 | Eintracht Braunschweig |
| 9 | Dynamo Dresden |
| 10 | MSV Duisburg |
| 11 | VfL Bochum 1848 |
| 12 | FC Ingolstadt 04 |
| 13 | FSV Frankfurt 1899 |
| 14 | FC Energie Cottbus |
| 15 | FC Erzgebirge Aue |
| 16 | Karlsruher SC |
| 17 | Alemannia Aachen |
| 18 | Hansa Rostock |