Stamper "Eintracht" 0,04l
2,50 € statt bisher 3,95 €
Buch "Unsere Eintracht" - Eintracht Frankfurt die Chronik
45,00 €
Durch die Treffer von Rakic (1., ET) und Volland (67.) hat die Eintracht heute beim TSV 1860 München vor 29.000 Zuschauern das erste Mal in dieser Saison ein Ligaspiel verloren. Beim 2:1 (1:0) für die Gastgeber kam der Anschlusstreffer durch Gekas (90.) zu spät.
Kurzfristig musste Eintracht-Trainer Armin Veh auf seinen Stürmer Mohamadou Idrissou verzichten, welcher auf Grund seiner Knöchelprobleme nicht nach München reisen konnte. Auch Rob Friend war noch nicht fit genug, um dem Kader anzugehören. Dafür meldete sich Theofanis Gekas zurück, welcher für Idrissou in die Startelf rückte. Der Grieche bildete bei diesem Auswärtsspiel die einzige Spitze, da Trainer Veh personalbedingt die taktische Ausrichtung auf ein 4-2-3-1 System änderte. Dies hatte zur Folge, dass Hoffer nur auf der Bank Platz fand und für ihn Lehmann begann. Die dritte Änderung wurde auf der linken Verteidigerposition vorgenommen, hier durfte Tzavellas für Djakpa ran.
Es dauerte nur zwölf Sekunden, da gab es die kalte Dusche für die Frankfurter Eintracht. Die Hessen verloren unmittelbar nach dem Anstoß den Ball an Aigner, dieser sprintete an die Torauslinie und spielte dann das Leder kurz vor das Tor, wo Rakic im Gedränge mit etwas Glück Anderson anschoss, von dessen Körper der Ball ungewollt zur frühen 1:0 Führung für die Gastgeber ins Netz prallte.
Kurz darauf scheiterte Tzavellas nach einem Eckball am 60er Schlussmann Kiraly (3.). In der Folge war das Spiel geprägt von vielen Fehlpässen auf beiden Seiten ohne große Tormöglichkeiten.
Erst nach 22 Minuten wurde Rode durch eine Kopfballvorlage von Meier an der Strafraumgrenze in Szene gesetzt, doch der Volleyschuss mit links flog über die Querlatte. In der 29. Minute leitete die Eintracht einen schnellen Konter über Tzavellas ein, dessen Flanke landete nach einem missratenen Klärungsversuch am rechten Strafraumeck, wo Schwegler aus vollem Lauf die Kugel weit über das Tor beförderte. Der nächste Torschuss der Hausherren ließ bis zur 35. Minute auf sich warten, doch der Versuch von Kaiser aus der Distanz ging weit rechts am Tor vorbei.
Gefährlich wurde es für das Tor von Nikolov in der 38. Minute als Rakic aus dem Strafraum halbhoch in die Mitte spielte und Rukavina mit einem Flugkopfball das Leder nicht zu Hundertprozent traf. Bei dieser Aktion hatte sich Eintracht-Torwart Nikolov ohne gegnerische Einwirkung verletzt. So wurde der Odenwälder mit einer Zerrung am linken Kniegelenk durch Ersatzkeeper Kessler ersetzt (40.). Kurz vor der Pause kamen die Frankfurter nach einer schönen Kombination von Gekas mit Lehmann noch mal gefährlich vor das Tor, doch Lehmann bekam das Leder aus kürzester Distanz nicht mehr unter Kontrolle, sodass es mit dem 0:1 Pausenstand in die Kabine ging.
Nach dem Seitenwechsel brachte Aigner ein Leder von der rechten Seite, Buck war mit dem Fuß auf kurzer Distanz zur Stelle, doch Kessler hielt das Leder sicher (48.). In der 54. Minute setzte Tzavellas mit einem öffnenden Pass Meier in Szene, dieser schoss von halblinks aus der Drehung, doch Kiraly reagierte hervorragend und verhinderte den Ausgleich. Nur zwei Minuten später kam Köhler nach einer Vorlage von Meier an den Ball, sein Seitfallzieher wurde von einem Münchener Abwehrspieler abgeblockt, Köhler kam noch mal an den Ball, spielte mit dem Rücken zum Tor einen Pass auf Gekas, doch bei dessen Schuss war Kiraly erneut zur Stelle. Wieder nur drei Minuten später kam Gekas nach einem Stellungsfehler seines Gegenspielers im Strafraum frei an den Ball, doch sein Schuss flog nur ans Außennetz. Die nächste Chance gehörte wieder der Eintracht: Köhler brachte eine gefühlvolle Flanke auf den Kopf von Meier, aber auch hier war Kiraly wieder zur Stelle (63.). Kurz zuvor kam Hoffer für Lehmann in die Partie.
Die Eintracht machte weiter Druck und so flog ein abgefälschter Schuss von Meier nur knapp über die Latte. Die darauffolgende Ecke wollte Gekas mit der Hacke im Tor unterbringen, doch Rukavina klärte auf der Linie (65.). Nur eine Minute später köpfte Tzavellas in die Arme von Kiraly.
Nach einem langen Abschlag von Kiraly setzte sich Volland gegen seinen Gegenspieler durch und brachte die Kugel zum zu diesem Zeitpunkt völlig überraschenden 2:0 im Tor unter (67.). Veh reagierte und setzte weiter auf Offensive. So brachte er Matmour für Rode (71.). Auch nach der zehnten Ecke für die Eintracht klingelte es nicht im Tor der 1860er, weil Kiraly mit einem sensationellen Reflex einen Kopfball auf der Linie hielt (72.). Drei Minuten später hielt Kiraly wieder einen Kopfball von Meier.
In der 76. Minute fast das Ende aus Sicht der Gäste, doch der Schuss von Stahl strich über das Lattenkreuz. In der 83. Minute kam Meier dann mal richtig gut durch, doch sein Schuss aus 16 Metern klatschte an die Latte.
Der Anschlusstreffer durch Gekas in der 90. Minute nach einer guten Balleroberung von Schwegler im Mittelfeld und einem übersichtlichen Querpass des Schweizers im Strafraum fiel allerdings zu spät.
Mit dieser Niederlage ist die Serie der 15 ungeschlagenen Spiele in Folge am 16. Spieltag beim TSV 1860 München gerissen. Die Eintracht hat die Partie bestimmt und konnte jegliche Spielstatistiken für sich entscheiden. Nur die wichtigste, nämlich die der Tore, entschieden die „Löwen“ zu ihren Gunsten.
Nächste Woche Samstag kommt mit Jörn Andersen, dem neuen Trainer des Karlsruher SC, ein alter Bekannter nach Frankfurt (Anpfiff 13:00 Uhr).
München-Trainer Reiner Maurer.
„Das war für uns eine Genugtuung, den Tabellenführer zu schlagen. Natürlich auch mit etwas Glück. Aber ich glaube, dass wir es uns auch in der ersten Halbzeit mit den besseren Chancen erarbeitet haben.“
Eintracht-Trainer Armin Veh:
„Wir haben nach 12 Sekunden das Gegentor bekommen und den 60ern damit voll in die Karten gespielt, die ab dann mit elf Mann ab der Mittellinie verteidigt haben. Wir haben in der ersten Halbzeit einfach keine Mittel gefunden, weil München noch fit war. In der zweiten Hälfte war das völlig anders und wir haben dann auf den Ausgleich gedrängt, wozu wir genügend Möglichkeiten hatten. Selbst nach dem 0:2, was wir natürlich nie fangen dürfen, hatten wir noch jede Menge Chancen, heran zu kommen oder sogar auszugleichen. Aber heute hätten wir wohl noch länger so weiter spielen können. Kiraly hat heute zudem richtig gut gehalten und wenn er seinen Tag hat, dann ist es auch schwer und dann kommt eben noch ein bisschen Pech dazu.
Wir haben in der 2. Halbzeit alles versucht, doch das Tor nach 12 Sekunden war tödlich für uns. Ich habe aber gesagt, dass es ein langer Weg für uns wird und wir auch mal ein Spiel verlieren. Heute haben wir es verloren, auch wenn wir es aus meiner Sicht nicht hätten verlieren müssen. Dementsprechend müssen wir nächste Woche schauen, dass wir das Spiel gewinnen, um oben dran zu bleiben.“
(André Eichhorn)
| 1 | SpVgg Greuther Fürth |
| 2 | Eintracht Frankfurt |
| 3 | Fortuna Düsseldorf |
| 4 | FC St. Pauli |
| 5 | SC Paderborn |
| 6 | TSV München 1860 |
| 7 | 1. FC Union Berlin |
| 8 | Eintracht Braunschweig |
| 9 | Dynamo Dresden |
| 10 | MSV Duisburg |
| 11 | VfL Bochum 1848 |
| 12 | FC Ingolstadt 04 |
| 13 | FSV Frankfurt 1899 |
| 14 | FC Energie Cottbus |
| 15 | FC Erzgebirge Aue |
| 16 | Karlsruher SC |
| 17 | Alemannia Aachen |
| 18 | Hansa Rostock |