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13. Spieltag (30.10.2011, 13:30 Uhr)
FC Ingolstadt 04
1 : 1
Eintracht Frankfurt
FC Ingolstadt 04
  13. Spieltag   2. Bundesliga
Eintracht Frankfurt

Joker Matmour trifft in letzter Sekunde

Erst in der 90. (+6) Minute sicherte die Frankfurter Eintracht durch ein Kopfballtor von Matmour ein 1:1 (0:0) beim FC Ingolstadt. Den Führungstreffer für die Gastgeber markierte Leitl überraschenderweise in der 71. Minute vor 9.843 Zuschauern im Audi-Sportpark.

Theofanis Gekas rückte nach seinem auskurierten Muskelfaserriss für „Jimmy“ Hoffer zurück in die Startformation. Außerdem konnte Eintracht-Trainer Armin Veh auch wieder auf seinen Kapitän Pirmin Schwegler zurückgreifen, der im vergangenen Pokalspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern auf Grund einer Rot-Sperre nur zusehen durfte.

Die erste Möglichkeit hatte die Eintracht bereits nach 44 Sekunden. Eine Flanke von Jung platzierte Idrissou mit dem Kopf allerdings genau in Kirschsteins Arme. Keine 110 Sekunden später stand Gekas frei vor Kirschstein, wollte diesen mit einem Kopfball überwinden, doch der Ingolstädter Schlussmann streckte sich und konnte damit Schlimmeres verhindern.
In der 5. Minute zeigten sich dann auch die Hausherren nach einer Standardsituation. Einen hereingebrachten Freistoß köpfte Buddle aus aussichtsreicher Position knapp am Gehäuse von Oka Nikolov vorbei. In der 11. Minute kamen die Ingolstädter erneut dank einer Standardsituation zu einer guten Möglichkeit. Den Eckball köpfte Biliskov nur Zentimeter über den Querbalken. Dann probierten sie es mal aus dem Spiel heraus. Nach Ballgewinn in der Mitte, schaltete der FCI schnell von Defensive auf Offensive um und so tauchte Leitl frei vor Nikolov auf, doch der Frankfurter Torwart hielt den unplatzierten Schuss sicher (17.).

Torchancen auf beiden Seiten Mangelware

Fortan verflachte die Partie, weil die Frankfurter Probleme gegen die sehr kompakt stehenden Ingolstädter hatten. Es war schwer für die Eintracht, sich spielerisch in den Strafraum der Gastgeber vorzuarbeiten, weshalb die Torchancen Mangelware blieben. Ansatzweise gefährlich wurde es lediglich noch in der 28. Minute, als Kirschstein eine brandgefährliche Hereingabe von Meier vor dem hinter ihm postierten und einschussbereiten Gekas entschärfte (28.).

Mit dem Seitenwechsel nahm Eintracht-Trainer Veh keine Veränderung vor und vertraute seiner Elf aus den ersten 45 Minuten. In der 56. Minute kam es dann auch zur ersten Chance für die Frankfurter, doch den Kopfball von Schildenfeld faustete Kirschstein über das Tor.

Überraschende Ingolstädter Führung nach Sonntagsschuss

In der 73. Minute dann der Paukenschlag aus Sicht der Gäste. Leitl bekam an der Mittellinie den Ball von Hartmann zugespielt, hatte viel Platz und fasste sich dann aus 25 Metern ein Herz, hielt drauf und das Leder zappelte zur 1:0 Führung für die Ingolstädter im Netz.
In der Folge nahm Veh einen Doppelwechsel vor und brachte Hoffer und Korkmaz für Gekas und Rode (77.). Nun hieß es mit langen Bällen das Ingolstädter Abwehrbollwerk zu knacken. Doch es wollte nicht wirklich gelingen, die Eintracht kam zu keiner zwingenden Torchance. Als man sich bereits in der sechsten Minute der Nachspielzeit auf Grund längerer Verletzungspausen befand und die Sensation für den Tabellenletzten perfekt zu sein schien, brachte Schwegler eine hohe Hereingabe in den Strafraum, da stiel sich der in der 71. Minute für Köhler eingewechselte Karim Matmour frei und nickte das Leder hervorragend ins Tor zum 1:1 Ausgleich.

Es war der Eintracht anzumerken, dass die 120 Minuten aus dem Pokalspiel unter der Woche noch in den Knochen steckten. Sie wirkte nicht so spritzig, wie zuletzt. Da war es geradezu widersprüchlich, dass das entscheidende Tor für die Hessen erst in der 96. Minute fiel. Damit bleiben die Adlerträger in der 2. Bundesliga weiterhin ungeschlagen.

Stimmen zum Spiel:

Eintracht-Trainer Armin Veh:
„Mir war vorher klar, dass es ein schweres Spiel wird nach den intensiven 120 Minuten gegen Kaiserslautern, was wir dann in der 119. Minute auch noch mit 0:1 verloren hatten. Im Vorfeld war klar, dass das Spiel gegen den Tabellenletzten zu gewinnen ist. Damit hatten es die Ingolstädter auch entsprechend einfacher gehabt. Wir hatten zwar das Spiel über weite Strecken im Griff, aber wir haben uns wenige Chancen herausgespielt und haben auch einfach nicht die Frische gehabt. Wenn du Sekunden vor Schluss nach einem solchen Spielverlauf den Ausgleich machst, dann ist das natürlich glücklich.
Fußball ist kein Wunschkonzert, das sage ich immer wieder und es ist ein langer Weg. Man sieht dann auch, dass in der 2. Bundesliga der Tabellenletzte einfach mehr Qualität besitzt, als die Tabelle aussagt. Somit haben sie auch mal die Chance, gegen eine Spitzenmannschaft zu gewinnen. Deswegen ist es auch wichtig für die Psyche, dass so eine Serie hält. Erst recht, wenn du zuletzt in der 119. Minute verlierst und heute dann noch kurz vor Schluss das Tor machst.“

Oka Nikolov:
"Wir haben heute sicherlich nicht unser bestes Spiel gemacht. Die 120 Minuten vom Mittwoch haben wir ärgerlich verloren und heute haben wir glücklich einen Punkt mitgenommen. Wir geben nicht auf, versuchen überall immer was zu holen und heute hat es kurz vor Schluss zum Glück noch geklappt. Wir haben den Punkt heute nicht geschenkt bekommen und er hilft uns mit Sicherheit weiter. Jetzt haben wir erst mal eine Woche Zeit, um unseren Tank für das Spiel in Aue aufzuladen."

(André Eichhorn)

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

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