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11. Spieltag (14.10.2011, 18:30 Uhr)
VfL Bochum 1848
0 : 2
Eintracht Frankfurt
VfL Bochum 1848
  11. Spieltag   2. Bundesliga
Eintracht Frankfurt

Eintracht legt vor und gewinnt in Bochum

Vor 20.132 Zuschauern in Bochum hat die Eintracht heute erneut einen Auswärtssieg gefeiert und ist nun seit 5 Monaten ungeschlagen. Die Treffer beim 2:0 (2:0) erzielten Acquistapace (16., Eigentor) und Köhler (36.). Stefan Bell kam zu seinem Debüt im Trikot der Hessen.

Wegen einer Bombendrohung am Bochumer Hauptbahnhof und vielen Staus im Ruhrgebiet entschieden die Verantwortlichen, die Partie mit 30-minütiger Verspätung anpfeifen zu lassen. So konnte ein Großteil der Zuschauer pünktlich zum Anpfiff im Stadion sein.

Nur eine Veränderung in der Anfangself

Eintracht-Trainer Armin Veh war im Vergleich zum 3:1-Heimerfolg über Union Berlin nur auf einer Position zu einer Änderung gezwungen. Für den mit einer Oberschenkelblessur von den Länderspielen zurückgekehrten Theofanis Gekas setzte er auf "Jimmy" Hoffer. Ansonsten nahm Veh keine Änderung in der Startformation vor.

Die erste Chance der Partie gehörte den Gastgebern in der 2. Minute, als Dabrowski hervorragend in den Strafraum auf Kramer spielte, doch dessen scharfer Querpass vor das Tor den möglichen Abnehmer Freier nur knapp verfehlte. Ansonsten war die Anfangsphase von taktischem Herantasten auf beiden Seiten geprägt. So ließ die erste Chance der Frankfurter bis zur 13. Minute auf sich warten, doch VfL-Schlussmann Luthe entschärfte Idrissou’s gefährliche Flanke. Dies war der entscheidende Moment aus Sicht der Hessen, die fortan besser in die Partie fanden und schon mit der zweiten Möglichkeit in Führung gehen konnten. An der Mittellinie nutzte Schwegler eine Unaufmerksamkeit eines Bochumer Spielers aus, luchste ihm den Ball ab und dann ging es schnell über vier Stationen: Idrissou auf Rode, der spielte links raus ans Strafraumeck zu dem völlig freistehenden Köhler, welcher das Leder flach an den langen Pfosten spielte, wo Acquistapace vor dem einschussbereiten Hoffer klären wollte, den Ball aber unglücklich in die eigenen Maschen zum 1:0 für die Hessen drosch (16.).

Führung bringt Eintracht in Fahrt

In der 26. Minute schoss Idrissou vom linken Strafraumeck. Das Leder konnte Luthe nur in die Mitte abklatschen, wo ein Bochumer in höchster Not vor Hoffer klären konnte. Am 2:0 war der Österreicher erneut beteiligt. Gefühlvoll schlug er eine Flanke in den Strafraum auf Köhler, der völlig freistehend mit dem Kopf und einer Bogenlampe Luthe überwandt (36.). Die Blau-Weißen ließen jedoch den Kopf nicht hängen und tauchten vor dem Pausenpfiff zweimal gefährlich vor Nikolov auf. Bei Inuis Schuss ans Außennetz musste der Odenwälder noch nicht eingreifen (38.), bei Freiers Schuss aus kurzer Distanz dann aber doch. Hier behielt er allerdings nerven und parierte das Leder (43.). Zwischen den beiden Szenen schoss Hoffer aus der Drehung links am Tor vorbei. Die Eintracht hatte die erste Halbzeit seit der 13. Minute ziemlich im Griff und ging somit nicht unverdient mit dieser 2:0 Führung in die Pause.

Hausherren kommen druckvoll aus der Kabine

Mit dem Seitenwechsel nahm Veh Anderson, der über Schwindelgefühle klagte, vom Platz und ließ Neuzugang Stefan Bell zu seinem Pflichtspieldebüt im Trikot der Eintracht kommen.
Während die Frankfurter nun einen Gang zurück schalteten, nahmen die Bochumer den Kampf noch einmal auf und sorgten für mächtig Wirbel im und um den Strafraum der Eintracht. In der 48. Minute tauchte Inui im Getümmel auf einmal völlig frei vor Nikolov auf, doch abermals war der Frankfurter Schlussmann hellwach und entschärfte die Situation. Nur eine Minute später schoss Chong Tese aus der Drehung unmittelbar am rechten Torpfosten vorbei. Dass die Eintracht das Spiel nicht komplett aus der Hand gab, zeigte sie dann gleich doppelt. Zunächst wurde ein Volleyschuss von Köhler zur Ecke abgefälscht und kurz darauf landete ein abgefälschter Schuss von Djakpa in den Armen von Luthe.
Davon ließen sich die Bochumer nun aber nicht mehr einschüchtern und hatten in der Folge weiter Chancen, die Begegnung noch einmal spannend zu gestalten. Zunächst ging ein Schuss von Inui aus elf Metern nur Zentimeter am Tor vorbei (59.) und dann scheiterte er an Nikolov (61.). In der 65. Minute hatte Chong These das Tor auf dem Fuß, doch sein Volleyschuss flog über die Latte.
Um der Angriffslust der Gastgeber entgegenzusteuern, stellte Veh das System nun auf eine Spitze um und brachte Lehmann für Hoffer (65.). In der Schlussphase gab es noch Chancen auf beiden Seiten, sowohl für Bell per Kopf (76.) oder Meier (80., 90.) auf der einen, als auch Ginczek (71.) oder Frederico (75.) auf der anderen Seite ohne groß für Gefahr zu sorgen.

Damit fuhr Eintracht Frankfurt verdient den vierten Sieg in Folge ein und springt erneut, zumindest bis Sonntagmittag, auf den ersten Tabellenplatz. Nächste Woche Sonntag begrüßen die Hessen den MSV Duisburg in der Commerzbank Arena (23.10., 13:30 Uhr).

Stimmen zum Spiel

Eintracht Chef-Trainer Armin Veh:
„Es war ein gutes Zweitligaspiel von beiden Mannschaften. Wichtig war, dass das 1:0 früh fiel und uns so mehr Sicherheit gegeben hat. Bochum hat dann in Hälfte 2 nicht aufgehört, zu versuchen, den Anschlusstreffer zu erzielen. Wir können uns erneut bei Oka bedanken. Er hat heute Bälle gehalten, die man nicht an jedem Tag hält. Wir haben in der 2. Halbzeit nicht zu Ende gespielt und mussten somit bis zum Schluß zittern. Der Sieg geht in Ordnung und das zu Gast bei einem guten Zweitligisten wie dem VfL Bochum.“

VfL Bochum-Trainer Andreas Bergmann:
„Der erste grobe Fehler von uns wurde sofort bestraft. Wir haben noch nicht die Qualität und die Sicherheit, die wir uns wünschen. Wir haben aber nicht aufgehört, gegen eine solch gute Mannschaft nach vorne zu spielen. Wenn wir den Anschlusstreffer machen wird es nochmal richtig spannend. Uns fehlt noch einiges in Richtung der Qualität von Eintracht Frankfurt.“

(André Eichhorn)

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

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