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10. Spieltag

02.11.2012 Fr, 20:30
Eintracht Frankfurt
SpVgg Greuther Fürth
1 : 1

Eintracht und Fürth trennen sich im Aufsteiger-Duell 1:1

Die Eintracht musste sich am Freitagabend vor heimischer Kulisse mit einem 1:1 (1:0) gegen Mitaufsteiger SpVgg Greuther Fürth zufrieden geben. In einem Kampfspiel gelang Meier in der 1. Minute die Führung, die Stieber kurz nach der Pause ausglich (53.).

Eintracht-Trainer Armin Veh änderte seine Startelf gegenüber der 1:2-Niederlage am vergangenen Sonntag in Stuttgart auf zwei Positionen: Kapitän Pirmin Schwegler kehrte, von seinen Adduktorenproblemen genesen, in die erste Elf zurück. Dafür musste Martin Lanig wieder auf die Bank weichen. Außerdem ersetzte Vadim Demidov in der Innenverteidigung den verletzten Carlos Zambrano (Zehenbruch).

Paukenschlag nach 25 Sekunden

Die 47 400 Zuschauer in der wieder einmal bestens gefüllten Frankfurter Commerzbank-Arena saßen fast noch nicht, da setzte es den ersten Paukenschlag (1.): Nach einer langen Eröffnung von Anderson leitete Alexander Meier das Leder mit dem Kopf weiter auf Sebastian Rode, der von rechts in den Strafraum eindrang. Seine Hereingabe klärte Fürths Keeper Max Grün an die Sechzehner-Grenze, wo Alex Meier den Ball annahm, sich gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und aus etwa 13 Metern unhaltbar für Grün ins lange Eck zur Führung traf - handgestoppte 25 Sekunden waren da gerade einmal gespielt.

Die Eintracht zeigte in der Anfangsphase, wer der Herr im Haus ist und kam durch einen gefährlichen Freistoß von Schwegler (7.) und Takashi Inui, der nach brillantem Zuspiel von Meier an Grün scheiterte (12.), zu weiteren guten Torchancen.

Mehr und mehr zeigte sich dann aber die Spielvereinigung, die die Adlerträger im Spielaufbau früh störte und ballsicher kombinierte. Die erste Gelegenheit ergab sich für Sercan Sararer, der aus spitzem Winkel Kevin Trapp im Tor erstmals prüfte (22.). Die Hausherren, die einen Gang zurückschalteten, überließen den Gästen Mitte der ersten Halbzeit das Feld. Die nächste dicke Chance bekam Fürth nach einem zu lang geratenen Rückpass von Inui auf Rode, der Gerald Asamoah die Möglichkeit eröffnete, allein auf Kevin Trapp zuzulaufen. Der SGE-Keeper blieb im Eins-gegen-eins-Duell lange stehen und parierte glänzend (27.).

Fürth feldüberlegen, die Eintracht bleibt gefährlich

Es dauerte ein paar Minuten, bis die Eintracht diese etwas heikle Phase überstand und mit einem Occéan-Schuss, den Grün zur Ecke abwehrte, wieder auf sich aufmerksam machte (35.). Den nachfolgenden Konter schloss Edgar Prib mit einem Linksschuss aus 18 Metern ab, den Trapp im Nachfassen festhalten konnte (36.).

In einem intensiven, aber fußballerisch bei schwierigen und nassen Bedingungen noch nicht vollends hochklassigen Spiel ging es mit der knappen 1:0-Führung der SGE in die Pause.

Aus der Kabine kamen die Fürther wieder enorm aggressiv und drängten auf den Ausgleich, der dann auch schnell fiel: Nach einem Ballverlust am gegnerischen Strafraum war die Eintracht hinten unsortiert, Sararer konnte Zoltan Stieber bedienen, der allein aufs Tor lief. Stieber überlupfte Trapp und ließ dem starken Adler-Keeper diesmal keine Abwehrchance (53.). Nur fünf Minuten später tauchte nach einem Missverständnis Asamoah allein vor Trapp auf, zog volley aus 15 Metern ab, aber der SGE-Schlussmann konnte erneut parieren (58.). Die Adlerträger fanden auf nassem Untergrund gegen richtig giftige Fürther lange nicht den Zugriff.

Aggressive Fürther belohnen sich mit dem Ausgleich

Die erste Chance im zweiten Durchgang verzeichnete Rode in der 65. Minute, der aus 16 Metern allerdings über das Gehäuse zielte. Es war Mitte der zweiten Halbzeit kein wirklich schönes Spiel, bei dem die SGE auch spürbar mehr Probleme mit dem rutschigen Geläuf als der Gegner hatte.

Die Spielvereinigung warf alles in die Waagschale, ohne wirklich zu glänzen, die nächste Chance vergab Sararer (74.). Zwei Minuten später musste wieder Trapp alles aufbieten: Bei einem Schuss von Fürstner hielt der 22-Jährige das 1:1 fest.

Urplötztlich machte die Eintracht auf der Gegenseite dann fast das 2:1: Oczipka gab von links in die Mitte, wo der eingewechselte Karim Matmour nur um Haaresbreite verpasste (78.). Die im Defensivverbund hoch diszipliniert stehenden Fürther drängten aber weiter nach vorne: Der agile Sararer scheiterte nach 85 Minuten jedoch erst an Trapp und drosch die Kugel aus spitzem Winkel dann aufs Stadiondach.

Am Ende blieb es beim gerechten 1:1 in einem wahren Kampfspiel, bei dem die Eintracht-Akteure viel aufbieten mussten, um dieses Unentschieden gegen einen starken Gast zu erkämpfen. Nun hat man 20 Punkte auf der Habenseite und bleibt auf Tabellenplatz 3. Am nächsten Samstag (15.30 Uhr) gastiert man beim Rekordmeister und Tabellenführer FC Bayern München.

(Tim Theobald)

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