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10. Spieltag (30.09.2011, 18:00 Uhr)
Eintracht Frankfurt
3 : 1
1. FC Union Berlin
Eintracht Frankfurt
  10. Spieltag   2. Bundesliga
1. FC Union Berlin

Dritter Sieg in Folge: Eintracht schlägt Berlin

Die Siegesserie der Hessen hält weiter an. Vor 35.100 Zuschauern gewann Eintracht Frankfurt ihr Heimspiel gegen Union Berlin mit 3:1 (2:0) durch Tore von Gekas (30.), Meier (37.) und Hoffer (90.). Den zwischenzeitlichen Gegentreffer markierte Quiring (75.).

Standen vor dem Spiel noch einige Fragezeichen hinter Benjamin Köhler, Gordon Schildenfeld und Sebastian Rode, gab es zum Anpfiff Klarheit: Eintracht-Trainer Armin Veh konnte gegen Union Berlin schlussendlich doch auf dieselbe Anfangsformation zurückgreifen, wie vergangenen Montag beim 4:1 Auswärtssieg in Dresden.

Die Eintracht legte gleich mächtig Offensivdrang an den Tag, welcher mit Ausnahme der 2. Minute, als ein Volleyschuss von Jung durch Union-Schlussmann Glinker gehalten wurde, zunächst vom Berliner Pressing eingedämmt werden konnte. Aber es fiel den Gästen sichtlich schwer gegen diesen Druck der Hausherren anzukommen.
Ab der 12. Minute ging in der Commerzbank Arena die Post so richtig ab. Im gefühlten Minuten-Takt beschäftigten die Adlerträger Glinker. Eine riesige Chance hatte Meier, die er selbst einleitete, als er sich 24 Meter vor dem Tor reaktionsschnell das Leder im Getümmel schnappte und einen öffnenden Pass auf die rechte Außenbahn zu Jung spielte, der kurzerhand in die Mitte des Strafraums flankte, wo der lange Schlacks mit der Rückennummer 14 mit einem Kopfball aus kurzer Distanz lediglich am reaktionsschnellen Glinker scheiterte. Er hatte dann auch die zweite Chance, traf aber eine Minute später aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Wieder nur Sekunden danach schoss Idrissou aus derselben Position über das Tor.
Dass die Eintracht auch Kombinationsfußball spielen kann, zeigte sie nach einer Viertelstunde. Köhler bediente den hervorragend in die Strafraumgasse gelaufenen Meier, der legte sofort wieder für den flinken Flügelflitzer auf, doch abermals war Glinker zur Stelle.
Man merkte dem Aktivposten Meier an, dass er gewillt war, ein Tor zu erzielen. In der 19. Minute sollte es noch nicht so weit sein, sein Schuss aus 20 Metern zischte Zentimeter am Lattenkreuz vorbei.
Die nächste dicke Chance hatte dann allerdings Idrissou. Eine Flanke fälschte Glinker unglücklich hoch ab und der Kameruner versucht weit oben aus der Luft das Leder direkt zu nehmen, schoss aber mit der artistischen Einlage aus zwei Metern über das Tor (22.).
Auch Gekas zeigte sein Können als er drei Minuten später frei vor Glinker auftauchte, aus der Drehung aber am Unioner Torwart scheiterte.

Der x-te Anlauf sitzt

In der 30. Minute wurde der Bann dann endlich gebrochen. Ein viel zu fester Pass von Djakpa auf Köhler stellte sich als gefährliche Hereingabe heraus. Köhler kam nicht an den Ball, wovon die Berliner Hintermannschaft total verwundert war und so drückte Gekas die Kugel völlig freistehend vor der Torlinie über eben diese zur lange überfälligen 1:0 Führung.
Nur sieben Minuten später erhöhte die Eintracht auf 2:0. Schildenfeld spielte einen gefühlvollen Pass auf den in den Strafraum gestarteten Meier, der sich aus elf Metern mit seinem siebten Saisontreffer selbst belohnte.
So ging es aus Berliner Sicht mit einem schmeichelhaften 0:2 in die Kabine. Während sich die Gastgeber als einziges ihre mangelnde Chancenauswertung ankreiden lassen konnten.

Nach dem Seitenwechsel konnten sich die Berliner etwas aus ihrer Lethargie befreien. Für gefährliche Torchancen sorgten sie zwar nicht, ließen aber auf der anderen Seite auch keine Möglichkeiten der Eintracht mehr zu. Bis zur 65. Minute, als Gekas freistehend aus fünf Metern nach einer Idrissou-Flanke an Glinker auf der Linie scheiterte.

Spannende Schlussphase

In der 72. Minute musste Nikolov das erste Mal eingreifen als Terodde frei vor ihm auftauchte. Doch der Odenwälder behielt die Nerven und war konzentriert zur Stelle.
Eine Viertelstunde vor Schluss sollte es im Frankfurter Stadtwald noch mal spannend werden, denn nach gutem Kombinationspassspiel stand Quiring völlig frei vor Nikolov und schlenzte das Leder zum 2:1 Anschlusstreffer in die Maschen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, denn die Eintracht am Ende doch für sich entscheiden konnte. In der 90. Minute machte der erst drei Minuten zuvor für Gekas eingewechselte Hoffer alles perfekt. Jung spielte den an der Strafraumgrenze völlig frei stehenden Hoffer an, der Österreicher drehte sich und vollstreckte ins linke untere Eck zum 3:1 für die Eintracht.

Die Hausherren gaben eine fast schon sicher geglaubte Partie in der zweiten Halbzeit noch einmal aus den Händen. Mit dem 1:2 aus Sicht der Gäste gewannen diese noch einmal an Mut und setzten alles drauf und dran, die Frankfurter zu ärgern. Doch diese ließen sich den Dreier dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung schlussendlich nicht mehr nehmen und siegten am Ende gerade auf Grund der Leistung in Halbzeit eins verdient. Damit rückt die Eintracht auf den ersten Tabellenplatz vor und dies wird auch mindestens bis Sonntag so bleiben. Nach dem länderspielfreien Wochenende ist die Eintracht am Freitag in zwei Wochen zu Gast beim VfL Bochum.

Stimmen zum Spiel

Armin Veh:
"In der ersten Halbzeit haben wir ein super Spiel gemacht, so stelle ich mir das vor. Der Gegner stand sehr tief, wir haben auf engstem Raum klasse kombiniert. In der zweiten Halbzeit haben wir den Spielbetrieb eingestellt und aufgehört, den Gegner auszuspielen, das darf nicht sein. Aber es ist schön zu sehen, dass wir nach einer dominanten ersten Halbzeit, aber schwächeren zweiten Halbzeit noch einmal kommen und das 3:1 machen. Ich denke man sieht, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist und sich immer mehr festigt."

Uwe Neuhaus:
"Der Sieg für die Eintracht geht völlig in Ordnung, daran gibt es überhaupt keinen Zweifel. Vor allem in der ersten Halbzeit kam von unserer Seite aus nicht ein Torschuss. Ich weiss nicht, ob wir nicht genügend Mumm hatten, oder die SGE für unsere Verhältnisse einfach zu gut gespielt hat. Dass wir es auch besser können, haben wir in der zweiten Halbzeit gezeigt. Wir haben es geschafft, die Eintracht in Schwierigkeiten zu bringen und zurück ins Spiel zu finden."

(André Eichhorn)

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

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