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DFB-Pokal (30.07.2011, 15:30 Uhr)
Hallescher FC
0 : 2
Eintracht Frankfurt
Hallescher FC
Eintracht Frankfurt

Gekas schießt Eintracht in die zweite Pokalrunde

Theofanis Gekas sicherte der Eintracht das Weiterkommen im DFB-Pokal

Dank zweier später Tore von Theofanis Gekas (85. FE, 90.) hat die Eintracht beim Halleschen FC mit 2:0 (0:0) gewonnen und damit die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht.

Armin Veh setzte in Halle wie angedeutet auf Rotation: Im Vergleich zum 1:1 beim Heimspielauftakt in der Liga gegen St. Pauli am vergangenen Montag nahm der Eintracht-Coach gleich fünf Veränderungen in seiner Startformation vor: Oka Nikolov erhielt im Tor den Vorzug vor Thomas Kessler und führte das Team darüber hinaus als Kapitän für den gesperrten Pirmin Schwegler aufs Feld. Für diesen erhielt Benjamin Köhler im linken Mittelfeld eine Bewährungschance, während Matthias Lehmann auf die zentrale Position vor der Verteidigung rückte. Des Weiteren kam Abwehr-Neuzugang „Bamba“ Anderson für Ricardo Clark in die Innenverteidigung neben Gordon Schildenfeld und Martin Fenin und Theofanis Gekas bildeten den Doppelsturm anstelle von Caio und Erwin Hoffer. Die taktische Ausrichtung wurde damit vom 4-3-3 auf ein 4-4-2 mit einer Raute im Mittelfeld (Alexander Meier dabei zentral hinter den Spitzen) umgestellt.

Vor 2800 Zuschauern im kleinen Stadion am Bildungszentrum in Halle setzte auf Seiten der Eintracht Sebastian Rode mit einem Distanzschuss eine erste Duftmarke, die Kugel ging jedoch noch deutlich am Tor vorbei (4.). Die im gesamten ersten Durchgang sehr motivierten, giftigen und laufstarken Hallenser dagegen zielten in Person von Lindenhahn kurz darauf genauer und die Gäste hatten großes Glück, dass der Direktschuss vom Mittelfeldspieler aus gut 20 Metern das Gehäuse nur knapp verfehlte (9.).

Nach 14 Minuten musste Trainer Veh dann bereits wechseln: Linksverteidiger Constant Djakpa musste mit einer Knöchelverletzung das Spielfeld wieder verlassen, für ihn kam Ümit Korkmaz in die Partie, rückte ins linke Mittelfeld, Benjamin Köhler spielte fortan links in der Viererkette.

Halle macht Eintracht eine Halbzeit lang das Leben schwer

Das Offensivspiel der Eintracht in der Folge der ersten Halbzeit war gekennzeichnet von wenig Erbaulichem, es gelang gegen die Hallenser kaum einmal, Überzahl auf den Flügeln zu erzeugen, das Spiel war zu statisch und leicht ausrechenbar. Dementsprechend kam man kaum gefährlich in den Strafraum, Halbchancen von Fenin (11., 28.) und Korkmaz (23.), deren Schussversuche allesamt das Tor verfehlten, waren lange das einzig nennenswerte in dieser dürftigen ersten Spielhälfte.

Die Gastgeber hingegen zeigten sich vor allem nach Standardsituationen und hohen Flanken in Luftduellen aus; doch zum Glück für die Adlerträger verfehlten sowohl Preuß (26., 45.) als auch Shala (34.) den Kasten von Oka Nikolov knapp.

In einem ausgeglichenen Duell ging es mit 0:0 in die Kabine, nachdem der engagierte Martin Fenin die beste Szene der Eintracht nach Lehmann-Flanke hatte, nach schöner Ballannahme das Spielgerät mit einem Drehschuss aber hauchzart am Pfosten vorbei zirkelte (45.).

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte zeigten sich die Gastgeber gewillt, die Sensation zu schaffen: Nach schöner Ablage des guten Preuß zog Maik Wagefeld aus gut 20 Metern ab und traf mit seinem Schuss den linken Außenpfosten (49.).

SGE benötigt Glück und Geduld

Die Eintracht ihrerseits benötigte ihrerseits offenbar diese Riesen-Möglichkeit als „Hallo-Wach-Erlebnis“; im Anschluss nämlich nahm man endgültig das Heft des Handelnden in die Hand und ließ gerade hinten über die sicherer werdenden Anderson und Gordon Schildenfeld in der Innenverteidigung keine Chancen der Hallenser mehr zu.

Vorne dagegen tat man sich gegen die weiter sehr dicht gestaffelte Hintermannschaft von Halle schwer, klare Chancen heraus zu spielen. Es war dann erneut der aktive Martin Fenin, der das Tor von Horvat zwei mal mit anspruchsvollen Direktschüssen knapp verfehlte (61., 64.).

Nach weiteren in letzter Konsequenz nur mäßig zwingenden Aktionen vergaben in der 80. Minute Fenin und Gekas in Koproduktion die beste Chance nach einem schnell vorgetragenen Konter allein vor Horvat, der handlungsschnell parierte.

Gedanklich zu langsam präsentierte sich der 38-jährige Keeper dann drei Minuten später und das zum Wohlwollen der Eintracht: Gekas lief ihn einen Rückpass zu Horvat hinein und der Schlussmann wusste sich gegen den griechischen Torjäger nur mit einem Foul zu helfen. Da die Aktion im Strafraum stattfand, gab Schiedsrichter Daniel Siebert richtigerweise Strafstoß. Der gefoulte Gekas trat selbst an und verwandelte ganz sicher und abgeklärt ins linke untere Eck (85.).

Unmittelbar auf dieses späte Führungstor hatte Hartmann auf der anderen Seite nochmal die Gelegenheit auszugleichen, aber Oka Nikolov war bei dem Schuss aus 8 Metern mit einem guten Reflex zur Stelle (87.).

"Fuchs" Gekas entscheidet mit zwei Geniestreichen die Partie

Kurz darauf machte Theofanis Gekas dann für die Adlerträger alles klar: Nach einem langen Abschlag von Nikolov kam er erneut vor Horvat, der den Ball vor der Sechzehner-Grenze annehmen wollte, an die Kugel und spitzelte sie ins leere Tor (89.).

So hieß es am Ende zwar 2:0 noch in der regulären Spielzeit, die Eintracht tat sich jedoch gegen lange sehr tapfer mithaltende Hallenser ungemein schwer, ihr Kombinationsspiel durchzudrücken und klare Torchancen zu kreieren. Erst als beim FC nach gut einer Stunde die Kräfte spürbar nachließen, ließ man wenig anbrennen und wartete geduldig auf seine Gelegenheiten – die dann ganz spät auch kamen und in Person von Theofanis Gekas in Tore umgemünzt wurden. Damit steht man in der zweiten Runde des DFB-Pokals.

Am nächsten Sonntag, den 7. August (13:30 Uhr) ist die Eintracht dann am 3. Spieltag der 2. Bundesliga beim Namensvetter aus Braunschweig zu Gast.

Stimmen zum Spiel:

Eintracht-Trainer Armin Veh: "Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, gerade auf der linken Abwehrseite und haben uns hier sehr schwer getan. Dem Gegner kann man nur ein Kompliment machen, sie haben hier sehr gut gespielt und gekämpft. In der zweiten Halbzeit waren wir dann aber dominant. Theofanis Gekas hat gut gearbeitet und sich am Ende mit den beiden Toren belohnt."

Benjamin Köhler: "Hauptsache wir sind eine Runde weiter."

Martin Fenin: "Ich hatte zwei gute Chancen und habe mich natürlich darüber geärgert, dass ich kein Tor erzielt habe. Doch am Ende zählt nicht die Einzelleistung, sondern dass wir als Mannschaft eine Runde weiter sind. Kompliment an den Halleschen FC, sie waren ein guter Gegner."

(Tim Theobald)

TABELLE

1 SpVgg Greuther Fürth
2 Eintracht Frankfurt
3 Fortuna Düsseldorf
4 FC St. Pauli
5 SC Paderborn
6 TSV München 1860
7 1. FC Union Berlin
8 Eintracht Braunschweig
9 Dynamo Dresden
10 MSV Duisburg
11 VfL Bochum 1848
12 FC Ingolstadt 04
13 FSV Frankfurt 1899
14 FC Energie Cottbus
15 FC Erzgebirge Aue
16 Karlsruher SC
17 Alemannia Aachen
18 Hansa Rostock

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