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Vorstellung der Neuzugänge – Teil 8

Vadim Demidov: Verteidiger aus Norwegen

In loser Folge stellen wir die Neuzugänge für die Erstliga-Saison 2012/2013 vor. Nach Aigner, Celozzi, Trapp, Oczipka, Lanig, Occéan und Inui befassen wir uns mit Vadim Demidov, der von erfolgreichen Sportlern „umzingelt“ ist.

War zuletzt in Spanien aktiv: Eintrachts Neuzugang Vadim Demidov War zuletzt in Spanien aktiv: Eintrachts Neuzugang Vadim Demidov

Vadim Sergeievich Demidov wurde am 10. Oktober 1986 im sowjetischen Riga geboren. Riga, die heutige Hauptstadt Lettlands, ist mit über 700.000 Einwohnern die größte Stadt des Baltikums. Vadims Vater, Sergei Demidov, war ebenfalls Profisportler. Bevor er mit seiner Familie 1989 nach Skandinavien zog, um in Norwegen als Trainer zu arbeiten, spielte er im Handball-Nationalteam der UDSSR. Da verwundert es nicht, dass auch Vadim Demidov selbst bis zu seinem 17. Lebensjahr Handball spielte.

Auch Demidovs Freundin, Christina Vukicevic, ist eine ausgezeichnete Sportlerin. Die Tochter eines serbischen Olympioniken nahm selbst an den Olympischen Spielen 2008 in Peking teil und qualifizierte sich ebenfalls für die gerade stattfindenden Sommerspiele in London, wie Demidov stolz in einem Interview berichtete. Allerdings verzichtete Vukicevic kurzfristig auf ihren Start beim 100-Meter-Hürdenlauf wegen eines Trainingstiefs, das mit einer Verletzung aus dem vergangenen Jahr zusammenhängt.

Doch zurück zu Eintrachts neuem Innenverteidiger: In der Jugend lief Demidov für den Verein Idrettslaget Runar auf. Die Profikarriere des 1,85 m großen Spielers begann im Jahre 2004 bei Sandefjord Fotball, einer im Jahre 1998 gegründeten Spielgemeinschaft zwischen Idrettslaget Runar und dem Lokalrivalen Sandefjord Ballklubb. Der Zusammenschluss hatte zum Ziel, wieder Spitzenfußball in Sandefjord, einer Kommune, die westlich der Osloer Bucht liegt, anzubieten. Das gelang. 2004 spielte der Club in der zweithöchsten norwegischen Spielklasse, der 1. Division (die seit 2005 Adeccoliga heißt), und stieg in der Saison 2005 in die Tippeliga, Norwegens höchste Spielklasse, auf.

Demidov kam jedoch kaum zum Einsatz und wurde 2006 – in Norwegen läuft eine Saison von März bis November – an Manglerud Star Toppfotball, eine inzwischen insolvente Spielgemeinschaft, die damals in der Adeccoliga kickte, ausgeliehen. Demidov lief 30-mal für Manglerud Star in der Liga auf und schoss zwei Tore. Im Pokal kam er auf drei Spiele und zwei Tore. Zur Saison 2007 wechselte Demidov in der gleichen Klasse zu Hønefoss BK, wo er insgesamt 28-mal zum Einsatz kam.

2008 schloss sich der Verteidiger dem Erstligisten Rosenborg Trondheim (offizieller Name: Rosenborg Ballklub) an und war in den drei Jahren, die er für Norwegens erfolgreichsten Fußballverein kickte, Stammspieler. Landete Rosenborg BK in Demidovs Debüt-Saison noch auf dem fünften Platz, konnte 2009 und 2010 die Meisterschaft in der Tippeliga errungen werden. 2010 gewann man auch den norwegischen Super-Cup. Der Verteidiger absolvierte insgesamt 86 Liga- bzw. Pokal-Spiele für Rosenborg und schoss vier Tore. Hinzu kamen sechs Einsätze in der Champions League-Qualifikation (ein Tor), sechs in der Europa-League und neun im UI- bzw. Uefa-Cup.

Zur Rückrunde 2010/2011 wechselte Demidov nach Spanien zum Erstligisten Real Sociedad San Sebastián. Donostia-San Sebastián liegt im Baskenland, etwa 20 km westlich der französischen Grenze im Bogen des Golfs von Biskaya. Demidov kam dort in der Rückrunde auf 13 Liga-Einsätze (zwölf von Beginn an). In der Saison 2011/2012 folgten weitere 23 Liga-Spiele in der Primera División, wobei Demidov 20-mal in der Startelf stand.

Am 28. Mai 2008 debütierte Demidov in der norwegischen Nationalmannschaft, als er in einem Freundschaftsspiel gegen Uruguay eingewechselt wurde. Gegen die Slowakei machte Demidov sein zweites A-Länderspiel am 3. März 2010 und kam bis heute noch 13-mal im Nationalteam Norwegens zum Einsatz (davon 4-mal in der Qualifikation für die EM 2012).

Eintrachts neuer Abwehrrecke ist nicht der erste norwegische Nationalspieler in Diensten der Eintracht. Einer seiner Vorgänger ist der nach wie vor sehr beliebte Jan Åge Fjørtoft, der 1999 die Eintracht mit einem unvergessenen Übersteiger-Tor vor dem Abstieg rettete. Der Spaßvogel, der nach eigenen Angaben nur nach Frankfurt gewechselt war, um für seinen Club- und Nationalmannschaftskameraden Tore Pedersen eine Frau zu finden, hat Demidov die Eintracht in einem Telefonat empfohlen. Besten Dank, Jan Åge.

Das Internet-Team von Eintracht Frankfurt heißt Vadim Demidov bei der SGE herzlich willkommen. Wir wünschen alles Gute, viel Erfolg und viele Einsätze (nicht nur dann, wenn der Busfahrer seine Schuhe vergessen hat).

JSä 10.08.2012

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