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2. Trainingslager in Feldkirchen (Österreich)

So verlief der vorletzte Tag

Heute startete die Eintracht wieder in einen heißen sonnigen Tag. Nach dem Frühstück stand für die Adlerträger die erste Einheit an (10 Uhr). Die Truppe von Chef-Trainer Armin Veh war heute endlich wieder komplett im Mannschaftstraining vertreten.

Die Verletzen Bamba Anderson, Stefano Celozzi, Sonny Kittel und Marc-Oliver Kempf konnten heute wieder mit dem Team trainieren. Das Aufwärmen begann Konditionstrainer Christian Kolodziej mit Widerstandsbändern. Er ließ koordinative Elemente mit dem Ball und Zugwiderstandsläufe, die zur Verbesserung der Antrittsschnelligkeit dienen, mit ins Programm einfließen.

Dann standen „repeated sprints“ an. Das sind wiederholte Sprints, die durchgeführt werden, um den sprintspeziellen Stoffwechsel zu trainieren. Die Torhüter wurden währenddessen von Moppes Petz individuell auf die nächste Übung vorbereitet. Technische und schnelle Elemente wurden in Passform mit Torabschluss umgesetzt. Auch die Torhüter waren bei dieser Übung integriert, sie mussten „ihren Kasten“ sauber halten.

Mittels eines Wettbewerbs trainierten die Profis dann Torabschlüsse und Flanken. Die Spieler mussten unter Zeitvorgabe eine bestimme Anzahl an Toren erzielen, für die Verlierer hieß es: Liegestützen machen. In diesem Falle waren das die Torhüter.

Nach der ersten Einheit stand Eintracht-Routinier Benny Köhler für die Journalisten bereit. Die Frage, ob die Eintracht-Profis in der Vorbereitung schon jemals so viel gelaufen seien, verneinte Köhler: „Das würde ich so nicht sagen. Unser Konditionstrainer hat zwar schon angedeutet, dass er noch ein paar Prozente draufgepackt hat, was den läuferischen Bereich angeht, aber ich persönlich habe das gar nicht so sehr wahrgenommen.“

Die Eintracht wolle attraktiven Fußball spielen, erklärte der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler, „erst muss man die Grundlagen legen, sprich Kondition, dann kommt die Spritzigkeit und das Spielerische.“

Auf die Frage hin, ob die Mannschaft mutig und aggressiv spielen könne, laut des Konzepts des Trainers, zog Benny Köhler die Lehre aus der Vergangenheit: „Immer wenn wir abwartend gespielt haben, sind wir hinten reingedrängt worden und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis wir ein Tor kassiert haben. Man kann nicht 90 Minuten lang nur volles Pressing spielen, man muss den richtigen Mittelweg finden. Aber warum sollten wir das denn nicht können? Ich finde auch, dass man agieren sollte, nicht reagieren, so kommt man besser ins Spiel. Wir haben eine sehr laufstarke Truppe zusammen, mit guten Laktatwerten.“

Dieses Selbstbewusstsein sehen viele für einen Aufsteiger als ungewöhnlich an. Aber so sei die die Philosophie von Armin Veh. Er wolle flach spielen, keine hohen Bälle. „Wir sollen selbstbewusst sein, guten Fußball spielen.“ Denn eines ist klar: „Man kann sein Spiel nicht auf Glück und Hoffnung aufbauen, das geht auf Dauer nicht gut.“

Am Nachmittag wurde um 16:30 Uhr die zweite Trainingseinheit absolviert. Die Mannschaft wurde in zwei Mal vier Gruppen eingeteilt, nach den anstrengenden Einheiten in den vergangenen Tagen und vor dem Test am Dienstag gegen Salzburg stand heute dann ein Fußballtennisturnier auf dem Programm. Es spielten Rode, Trapp und Özer gegen Wille, Kittel und Kempf. Celozzi, Jung und Oczipka spielten gegen Inui, Anderson und Aigner. Matmour, Lanig und Demidov trafen auf Fabacher, Hoffer und Schwegler. Butscher, Nikolov und Petz mussten gegen Meier, Köhler und Occean ran. Am Ende landete das Team Meier, Köhler und Occean auf dem ersten Platz.

Constant Djakpa nahm nicht an der Nachmittagseinheit teil. Er wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag Vater und machte sich deshalb auf den Weg nach Frankfurt.

Am letzten Tag des Trainingslagers steht für die Adlerträger um 10 Uhr noch das Abschlusstraining vor der Partie gegen RB Salzburg in Linz an. Die Mannschaft kehrt nach dem Spiel nicht mehr in das Hotel Schloss Mühldorf zurück, sondern tritt direkt den Rückweg nach Frankfurt an.

>> ZUR BILDERGALERIE AUS DEM TRAININGSLAGER

RUW 06.08.2012


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