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Eintracht vs. Borussia Dortmund

Wer ersetzt Patrick Ochs?

Nach seinem Platzverweis beim 0:0 am vergangenen Samstag in Köln, muss sich Patrick Ochs die nächsten vier Bundesligaspiele von der Tribüne aus ansehen. Und Trainer Michael Skibbe muss einen Ersatz für die rechte Verteidigerposition finden. Auf der heutigen Pressekonferenz konnte er den Journalisten noch nicht sagen, für wen er sich entschieden hat.

Herr Skibbe, wer übernimmt für Patrick Ochs?
Ich habe mich noch nicht entschieden und möchte noch zwei, drei Tage darüber nachdenken. Ich weiß noch nicht, ob ich mich für die defensivere oder die offensivere Variante entscheide. Eher defensiv wäre Maik Franz, der das nach dem Platzverweis von Patrick Ochs in Köln gut gelöst hat. Dazu hat er die körperliche Robustheit, die uns bei Standards helfen könnte. Die offensivere Variante wäre Sebastian Jung, der technisch beschlagen und sehr schnell ist. Er könnte über rechts Druck entwickeln. Für welche Variante ich mich entschiede, hängt auch davon ab, ob Pirmin Schwegler spielen kann am Samstag. Denn er würde uns im defensiven Mittelfeld zusätzliche Stabilität verleihen.

Martin Fenin hat das Training heute früher beendet. Weshalb?
Er ist schmerzfrei und wollte vor dem Schusstraining nichts riskieren. Ich gehe davon aus, dass er am Samstag dabei ist.

Caio und Selim Teber haben heute im Trainingsspiel nicht in der vermeintlichen Stammelf mit Leibchen gespielt. Ein Fingerzeig für Dortmund?
Natürlich ist das ein Fingerzeig. Beim letzten Heimspiel gegen Nürnberg war mir zu wenig Leben und Bewegung in unserem Mittelfeld. Jeder soll sehen, dass bei uns niemand gesetzt ist und sich in jedem Training für die Startelf anbieten muss. Wir brauchen gegen Dortmund eine gute Athletik, müssen viel in Bewegung sein. Gegen Nürnberg hat mir das Zusammenspiel zwischen den Mannschaftsteilen nicht gefallen. Wir haben uns zu weit auseinanderziehen lassen.

Wie stehen die Chancen von Zlatan Bajramovic auf einen Platz in der Startelf?
Gut. Ich könnte mir eine Halbzeit bis 60 Minuten von ihm auf gutem Niveau vorstellen. Ähnlich wie Chris ist er ein sehr routinierter Spieler, der diese Wettkampfpraxis braucht, um konditionell und körperlich wieder fit zu werden. Er kann sich die Kräfte gut einteilen und weiß genau, was er sich zutrauen kann und was nicht. Für 90 Minuten wird es zwar noch nicht reichen, aber er trainiert ja seit Tagen schon wieder normal bei uns mit und kommt Stück für Stück weiter.

Ist das Spiel gegen ihren alten Klub etwas besonderes für Sie?
Ja, klart. Insgesamt habe ich elf Jahre beim BVB gearbeitet und habe auch noch eine große Nähe zu den Leuten dort und viele Freunde in Dortmund. Trotzdem reizt mich die sportliche Rivalität am Samstag. In den 90 Minuten müssen alle Freundschaften ruhen.

Wie stark ist der BVB?
Es ist eine gestandene gute Bundesligamannschaft, die schon zu den Topteams der Liga zu zählen ist. An guten Tagen kann der BVB jeden schlagen. Aber an schlechten Tagen kann man auch gegen jeden verlieren – gegen Real Madrid, den HSV oder aber auch gegen Eintracht Frankfurt.

(Michael Feick)

Donnerstag, 27.08.2009, 14:01 Uhr

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