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Eintracht Frankfurt 1:3 FC Bayern München

Großer Kampf gegen die Bayern

Mit einer couragierten Leistung konnte die Eintracht heute zwar die 51.500 Zuschauer überzeugen, nicht aber Punkte einfahren. Trotz Führung und bester Chancen unterlagen die Hessen nach Treffern von Köhler (29.), van Buyten (60.) und Toni (74. und 85.) gegen die Bayern mit 1:3 (1:0).

Bereits zum dritten mal in Folge verlor die Eintracht nach eigenem Vorsprung. Insgesamt konnte die Eintracht das Feld in dieser Saison bereits neunmal nach eigener 1:0-Führung nicht als Sieger verlassen (3 Remis und sogar 6 Niederlagen). 6 Niederlagen nach 1:0-Führung sind ein Wert, bei dem man das eigene Verhalten nach einer Führung hinterfragen muss.

Abgesehen davon, dass heute erneut ein Vorsprung leichtfertig zunächst nicht ausgebaut und dann aus der Hand gegeben wurde, lieferte die Eintracht ein begeisterndes Spiel und beeindruckte ihre Fans wie auch die neutralen Beobachter, unter denen sich Bundestrainer Löw befand. Inamoto ließ Ribéry nicht zur Geltung kommen und wo Toni hinwollte, stand meist bereits Russ, der in überragender Manier eine Vielzahl von Bällen klärte. Gemeinsam mit dem flinken Ochs und dem zweikampfstarken Fink ergab sich so eine Defensive, an der sich die Bayern in der ersten Stunde die Zähne ausbissen. Vorne war zu spüren, dass die Mannschaft an sich selbst glaubte. Insbesondere Fenin schien an seinem 21. Geburtstag wieder näher an der Form zu sein, mit der er in den ersten Spielen im Adlerdress auftrumpfen konnte.

Dem 1:0 ging eine schöne Kombination über die rechte Seite voraus. Die Maßflanke von Ochs konnte Köhler unbedrängt von Gegenspielern oder auch Torwart Rensing mit dem Kopf vom Fünfer aus über die Linie drücken. Dem Kahn-Ersatz im Tor der Bayern ging nicht nur Strafraumbeherrschung ab, er machte über weite Strecken auch einen äußerst unsicheren Eindruck, bleibt aber in der Bundesliga gleichwohl ungeschlagen. Dagegen scheint Köhler wie zuletzt gegen Stuttgart leider nur noch zu treffen, wenn die Eintracht verliert.

Dem Führungstreffer ging bereits eine hochkarätige Chance durch Amanatidis voraus. Weitere Gelegenheiten durch Fenin und den Griechen sollten folgen und mit Pech ungenutzt bleiben. Als die Eintracht dann rekordverdächtige 300 Minuten ohne Gegentor gegen die Bayern war, schlugen die Gäste durch einen Kopfball nach einer Ecke wie aus heiterem Himmel zu. Dem völlig überraschenden Ausgleich folgte zunächst eine Trotzreaktion der Hessen. Letztlich gelang es aber dem überragend geschickten und instinktsicheren Toni, noch zwei Treffer im Tor von Markus Pröll unterzubringen.

Trotz 3 Niederlagen in Folge konnte die Eintracht ihre Leistung in den letzten Spielen schrittweise steigern und muss sich keine Sorgen um den weiteren Saisonverlauf machen.

(Alexander Kolz)

Mittwoch, 16.04.2008, 21:52 Uhr

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12 MSV Duisburg
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