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Friedhelm Funkel: "Entscheidungen fallen nicht schon diesen Samstag"

Titelkandidat Werder Bremen gegen abstiegsbedrohte Eintracht. Unsere Adlerträger haben am Samstag (15:30 Uhr) die schwerste Aufgabe aller „Kellerkinder“. Doch nach dem glatten 4:0-Erfolg über Alemannia Aachen am vergangenen Wochenende, liegt der Druck, gewinnen zu müssen, bei den Teams aus Aachen, Wolfsburg und Mainz. Wir haben heute Mittag mit Friedhelm Funkel gesprochen.

Titelkandidat Werder Bremen gegen abstiegsbedrohte Eintracht. Unsere Adlerträger haben am Samstag (15:30 Uhr) die schwerste Aufgabe aller „Kellerkinder“. Doch nach dem glatten 4:0-Erfolg über Alemannia Aachen am vergangenen Wochenende, liegt der Druck, gewinnen zu müssen, bei den Teams aus Aachen, Wolfsburg und Mainz. Wir haben heute Mittag mit Friedhelm Funkel gesprochen.

Herr Funkel, werden Meister- und Abstiegskampf am Samstag entschieden?
Es werden 90 schwere Minuten für alle beteiligten Vereine. Ich glaube aber nicht, dass schon entschieden wird, wer Meister wird und wer noch absteigt. Ich glaube, dass geht wieder bis zum letzten Spieltag.

Wie ist die Ausgangslage unserer Eintracht?
Wir haben es selbst in der Hand und können es aus eigener Kraft schaffen. Das ist Fakt und das ist ein Vorteil. Aber wir müssen um jedes Tor kämpfen und auch die Tordifferenz im Blick haben. Wir spielen am Samstag in Bremen. Werder kann Meister werden und entsprechend werden sie gegen uns zu Werke gehen. Sie werden mit aller Macht versuchen, dieses Spiel zu gewinnen.

Dann gehen Sie davon aus, dass Mainz und Aachen ihre Spiele gewinnen?
Ja, ich gehe zumindest davon aus, dass Aachen Wolfsburg schlägt.

Ein Sieg der Wolfsburger wäre aber besser für Ihre Mannschaft. Sind Sie Alemannia-Fan?
Ich hege Sympathien für Aachen. ich habe auf dem Tivoli meine ersten Profi-Einsätze gehabt. Das ist ein tolles Stadion mit tollen Fans. Die Alemannia ist ein Traditionsverein. Natürlich würde ich mir für das Spiel ein anderes Ergebnis wünschen, aber ich glaube, dass Aachen den VfL Wolfsburg schlagen wird.

Und Mainz?
Jürgen Klopp wird es schwer haben. Sie haben ein extrem schlechtes Torverhältnis und müssen am letzten Spieltag zum FC Bayern. Aber ich bin feslenfest davon überzeugt, dass sie beide ihrer letzten Spiele gewinnen werden.

Wie stellen Sie Ihre Mannschaft auf dieses schwere Spiel ein. Welche Marschrichtung werden Sie vorgeben?
Wir müssen sehr konzentriert sein. Jeder weiß, dass wir unser Ziel noch nicht erreicht haben. In Bremen könnten wir durch eine Sensation – denn das wäre es, wenn wir punkten – einen weiteren oder vielleicht sogar entscheidenden Schritt zum Klassenerhalt machen. Doch wenn wir dort bestehen wollen, dann dürfen wir nur sehr wenige Fehler machen. Denn die Bremer nutzen jeden fehler eiskalt aus, was wir erst am letzten Sonntag bei ihrem 4:1 in Berlin gesehen haben.

Wie hat man überhaupt eine Chance, gegen diese Supertruppe?
Nicht, indem man nur hinten drin steht und versucht, ihrem Druck über 90 Minuten Stand zu halten. Das klappt nicht. Man muss bei Kontern sehr schnell und direkt versuchen, in den Rücken ihrer Abwehr zu kommen. So wie es Aachen in Bremen gemacht hat. Wenn sie gekontert haben, dann sind sie immer mit drei, vier Mann nach vorne gegangen und haben mutig versucht, von Defensive auf Angriff umzuschalten.

Nun, wir haben aber in der Hinrunde und im letzten Jahr auch versucht, offensiver zu Werke zu gehen, aber drei Mal klar gegen Bremen verloren.
Das 2:6 im Hinspiel war eindeutig. Die beiden Spiele davor waren nicht so klar. Beim 1:4 in Bremen haben wir 1:0 geführt und die beiden letzten Gegentore erst in der Schlussphase kassiert. Beim 0:1 in der letzten Saison waren wir dicht daran, zu punkten.

Welche Ihrer Spieler müssen verletzungs- oder krankheitsbedingt passen?
Michael Thurk ist nach seiner schweren Nasennebenhöhlenentzündung noch nicht richtig fit. Marko Rehmer und Alexander Meier werden ebenfalls zuhause bleiben.

Die Trainerkollegen in der Bundesliga pflegen einen guten Kontakt zueinander. Leidet man da, wenn einer von ihnen absteigt?
Man wünscht es keinem und niemand gönnt dem anderen etwas Schlechtes. Am allerwenigsten natürlich sich selbst. Wir Trainer haben wirklich ein sehr gutes Verhältnis. Da schickt man sich auch schon mal eine SMS und schreibt „Kopf hoch“. Das hat es früher nicht gegeben – aber da gab es ja auch noch keine Handys (…lacht).

Was hat Sie in dieser Saison am meisten überrascht?
Dass es im Abstiegskampf so eng zugeht und das die Bayern so oft verloren haben, wie wahrscheinlich in den letzten fünf Jahren zusammen nicht. Bei den Bayern sehen wir in dieser Saison, dass sie – wenn der Erfolg mal nicht da ist – genau die gleichen Probleme haben, wie die Klubs unten in der Liga. Da gibt es Streit im Vorstand, der Aufsichtsratsvorsitzende ist nicht so zufrieden und in der Mannschaft stimmt es plötzlich nicht mehr. Nur mit dem Unterschied, dass dies bei den Bayern passiert, wenn sie Vierter sind und bei den anderen Vereinen, wenn Sie Vierzehnter sind.

Donnerstag, 10.05.2007, 13:37 Uhr

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9 Dynamo Dresden
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13 FSV Frankfurt 1899
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